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Die Schwarzfahrer

Bei der SAD wurden im Jahr 2019 insgesamt 921 Strafen an Personen ausgestellt, die ohne gültigen Fahrschein unterwegs waren

Die Süd-Tiroler Freiheit hat eine Anfrage über die Straftaten in öffentlichen Verkehrsmitteln im Landtag eingereicht.

Dabei wollten die beiden Landtagsabgeordneten der Bewegung, Sven Knoll und Myriam Atz Tammerle, wissen, wie viele Schwarzfahrer es in den Jahren 2018 und 2019 gab, wie viele Personen in öffentlichen Verkehrsmitteln anderweitig straffällig wurden und wie viele Personen bestraft wurden, weil sie sich weigerten, einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Die Antworten liegen nun vor.

SAD.
Bei der SAD wurden im Jahr 2019 insgesamt 921 Strafen an Personen ausgestellt, die ohne gültigen Fahrschein unterwegs waren. Dies ergibt einen Gesamtbetrag von 33.738,90 Euro. Lediglich 363 Strafen wurden bezahlt.

Von den 921 Strafen gingen 429 an nicht-provinzansässige Personen oder Personen, die im Ausland geboren wurden. Bezüglich anderweitiger Straftaten werden keine Statistiken geführt.

Im Jahr 2018 wurden insgesamt 1193 Strafen ausgestellt, die einen Gesamtbetrag von 42.674,50 Euro ergeben. Lediglich 636 Strafen wurden bezahlt.

Von den 1193 Strafen gingen 555 an nicht-provinzansässige Personen oder Personen, die im Ausland geboren wurden.

LiBUS.

Bei LiBUS wurden im Jahr 2019 insgesamt 2.383 Busse kontrolliert und 621 Strafen ausgestellt, die einen Gesamtbetrag von 12.147,50 Euro ergeben. 84,71 Prozent der Strafen konnten eingehoben werden. LiBUS erfasst beim Ausstellen der Strafen nicht die Staatsbürgerschaft, sondern lediglich den Wohnort des Fahrgastes. Die Strafen gingen an Personen aus Serbien, Kroatien, Kuba, Italien und Deutschland.

Im Jahr 2018 wurden insgesamt 637 Strafen ausgestellt. 24 Prozent davon wurden nicht beglichen.

Bei LiBUS hat es keine anderweitigen Straftaten gegeben.

Trenitalia.

Im Jahr 2019 hat Trenitalia 1.040 Akten angelegt. Nur 112 davon wurden beglichen. Diese ergeben einen Gesamtbetrag von 6.844,98 Euro.

Wie hoch der Gesamtbetrag aller 1.040 Akten ist, wurde der Süd-Tiroler Freiheit nicht mitgeteilt. Zudem fehlt die Aufschlüsselung nach der Herkunft der Personen.

Für das Jahr 2018 gibt Trenitalia an, lediglich 362 Strafen ausgestellt zu haben, wovon 78 Prozent nicht beglichen wurden. Bei 9 Prozent der Strafen handelt es sich um nicht eintreibbare Strafen.

Wie viele Personen in öffentlichen Verkehrsmitteln bestraft wurden, da sie sich weigerten, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, wurde der Süd-Tiroler Freiheit nicht mitgeteilt.

Vom Betreiber SASA sind die Daten bezüglich Straftaten in öffentlichen Verkehrsmitteln noch nicht verfügbar.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (11)

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  • andreas

    Was haben diese beiden eigentlich vom kontinuierlichen Versuch, Ausländer an den Pranger stellen zu wollen?
    Wer nichts hat, zahlt weder die Fahrkarte, noch die Strafe, durchaus verständlich.

  • emma

    „diskriminierung“ aller farbigen spetialisten, das word schwarzefahrer.

  • robby

    Schon die Bezeichnung „Schwarzfahrer“ erfüllt den Strafbestand der Diskriminierung.

    • yannis

      @robby,
      USINN,
      Den Begriff gibt es in ganz Europa schon seit Zeiten wo noch kein einziger von denen die Du meinst hier war.
      Genauso wie illegales Schnaps brennen, Schwarzbrennen genannt wird.

  • wichtigmacher

    Gesamtbetrag von 33.738,90
    Gesamtbetrag von 12.147,50
    Gesamtbetrag von 6.844,98

    Mit de Beträge konn mon jo nitt amol die Kappler und Uniformen für die Kontrollore bezohln, geschweige denn deren Gehälter…….
    Entweder de tian in gonzn Tog nix, oder es braucht se überhaupt nit….

    • yannis

      @wichtigmacher,
      was glaubst wohl wer, wenn’s keine Kontrolleure gäbe, wer dann noch eine Fahrkarte kaufen würde ?
      Da gäbe es nicht nur diese „furbi“ die sich durch schmarotzen sondern es wären dann wohl alle die ÖPÖNV benutzen furbi.

  • exodus

    Jedesmal wenn ich ein öffentliches Verkehrsmittel nehme, sind „Gratisfahrer“ an Bord. Ist kein Kontrolleur im Bus, hat der Fahrer bestimmt nicht die Courage etwas zu sagen. Einer sagte mir sogar, er sieht gewollt nichts, denn er will nicht beleidigt und eventuell noch geschlagen werden. Weit sind wir mit unserer Gutmütigkeit gekommen, Respekt ist für viele immer noch ein Fremdwort!

    • yannis

      @exodus,
      Ja so weit ist es gekommen, hätten sich Einheimische früher so was geleistet, hätte der Busfahrer bei der nächsten Gelegenheit einen Bauer mit einer Mistgabel zu Hilfe geholt.

  • olle3xgscheid

    Vielleicht ein System einführen * welches es schon gibt ) dann wäre das Problem gelöst. Aber wir verharrrn noch im Mittelalter , leider…

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