Du befindest dich hier: Home » News » Fahrer unter Tatverdacht 

Fahrer unter Tatverdacht 

Fotos: RTTR/FB

Gegen den Fahrer des VW Passat, der am 12. Dezember am tödlichen Unfall des 17-jährigen Michele Torcaso beteiligt war, wird wegen Tötung im Straßenverkehr ermittelt. 

Ein Schritt der Staatsanwaltschaft, der spät, aber keineswegs überraschend kommt: Eine Ermittlung zum Tatverdacht der Tötung im Straßenverkehr („omicidio stradale“). Sie richtet sich gegen den Fahrer des VW Passat, der am 12. Dezember am tödlichen Unfall des 17-jährigen Michele Torcaso auf der Eisackuferstraße – Höhe Landeseinkaufszentrums Twenty – beteiligt war.

Michele Torcaso

Offenbar sind die Ermittler nun zum Schluss gekommen, dass eine Verantwortlichkeit des Autofahrers am Tod des jungen Bozner, der mit einem KTM-Motorrad unterwegs war, besteht. Die Dynamik des Unfalls ist teilweise auf dem Video einer Überwachungskamera festgehalten, das der Staatsanwaltschaft inzwischen vorliegt. Demnach hat der Fahrer des Passat unvermittelt die Fahrspur gewechselt und den Motorradfahrer dadurch buchstäblich abgedrängt. Torcaso geriet mit seiner 125er-Maschine auf die Zufahrtsrampe zum Lieferanteneingang des Twenty und prallte dort gegen einen Betonpfeiler. Er erlitt dabei schwere Verletzungen und starb an der Unfallstelle. Seine Eltern haben inzwischen den Anwalt Nicola Nettis zur Wahrung ihrer Interessen engagiert.

Der Autofahrer wird sich nun ebenfalls einen Anwalt nehmen müssen. Ihm wird derzeit die „leichtere“ Form von Tötung im Straßenverkehr vorgeworfen, zu deren Voraussetzung die Verletzung einer Verkehrsregel gehört.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (3)

Lesen Sie die Nutzerbedingungen

  • watschi

    eines dùrfen wir nie vergessen. es kann jeden von uns treffen, wenn wir mit einem fahrzeug unterwegs sind. ein unfall passiert oft schneller als wir es merken, aber meistens endet er gottseidank nur mit blechschaden. passiert so eine tragòdie, trauern wir natùrlicherweise erst einmal alle um das todesopfer, aber dabei vergessen wir leider oft auch die beteiligten am unfall. nur weil sie ùberlebt haben, geht es denen sicher nicht gut. ich wùnche deshalb auch dem fahrer des VW Passat alles gute in allen bereichen, die er in zukunft zu bewàltigen hat.

  • billy31

    Mit Trauern ist es nicht getan. Es muss auf alle Fälle untersucht werden, wie sehr der Fahrer verantwortlich ist. Es kann ein banaler Fehler, aber auch ein Streit gewesen sein. Wissen wir das? Nein.

  • andreas

    @billy31
    Warum ein Streit?
    Der Unfall ist tragisch und da ein Video existiert, sollte die Dynamik klar sein und deshalb wohl die eher gemäßigte Anklage des Autofahrers.

Kommentar abgeben

Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

2020 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl Impressum | Datenschutz & AGB | Cookie Hinweis | Privacy-Einstellungen

Nach oben scrollen