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„Wollen den Befreiungsschlag“

LH Arno Kompatscher hat auf einer Pressekonferenz die neuen Corona-Maßnahmen vorgestellt, die am Samstag in Kraft treten sollen.

Zu Beginn der Pressekonferenz informierte der LH über das Infektionsgeschehen im Land:

Die Situation sei „sehr, sehr kritisch“. In den letzten Tagen sei ein Neutest von zwei positiv gewesen, zeitweise sogar 78 Prozent, das sei ein europäischer Spitzenwert. Laut staatlichen Plan müsse Südtirol 77 Intensivbetten haben, diese habe man jetzt und könne auch auf 100 aufstocken. Schwierig sei die Situation bei der stationären Behandlung, derzeit würden 400 Personen in öffentlichen und privaten Krankenhäusern behandelt, ein kritischer Wert sei erreicht.

Das Land habe aufgrund der Daten die rote Zone ausgerufen. Auch davor habe man strengere Regeln als der Staat eingeführt.

„Die jetzige Welle gehe weit über das hinaus, was selbst Experten vorausgesagt haben“, so Kompatscher. Um das Gesundheitssystem vor einem Kollaps zu bewahren, seien nun zusätzliche Maßnahmen notwendig.

Die neue Verordnung tritt am Samstag in Kraft. Die neuen Regeln bleiben insgesamt 14 Tage wirksam und sollen – so der LH – ein „Befreiungschlag“ sein.

Die Details:

Die sozialen Kontakte werden weiter eingeschränkt. Das Haus darf nur für Arbeit, Einkauf, Sport und andere Notwendigkeiten verlassen werden, nicht, um sich mit Freunden zu treffen.

Bestimmte Produktionsketten bleiben aufrecht. Auf Baustellen können noch dringliche Arbeiten abgeschlossen werden. Im Dienstleistungssektor wird der direkte Kundenkontakt heruntergefahren.

Nach langer Diskussion in der Landesregierung wird nun auch die erste Mittelschule auf Distanz umgestellt. In Grundschulen und Kindergärten werden die Präsenzstunden reduziert. Für Kinder von Eltern in systemrelevanten Berufen bleibt der Schuldienst aufrecht.

Zugleich will das Land flächendeckend Antigentests durchführen. In Sexten sei es mit dieser Strategie gelungen die Ansteckungsrate von 1,5 auf 0,5 zu senken, so Kompatscher. Die Test seien freiwillig, die Zielgruppe umfasse rund 67 Prozent der Bevölkerung. Sie starten am Freitag nächster Woche.

Ziel der Aktion sei es, die Schulen und Kindergärten in einer Woche und die Betriebe in zwei Wochen wieder öffnen zu können.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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