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50 Opfer am Tag

Foto: 123rf

Die SVP hat nach langem Hin und Her für das Anti-Homophobie-Gesetz gestimmt. Was sich jetzt ändert. 

Die römische Abgeordnetenkammer hat mit 265 Ja und 193 das Anti-Homopobie-Gesetz verabschiedet. Nach italienischem Recht wurde bislang bestraft, wer diskriminierende Handlungen aus rassischen, ethnischen, nationalen oder religiösen Gründen begeht oder dazu aufstachelt. Mit dem neuen Gesetz wird der Strafbestand auf sexuelle Orientierung und Gender-Identität ausgeweitet.

Desweiteren wird der 17. Mai als Internationaler Tag gegen die Homophobie eingeführt. Die SVP-Abgeordneten haben lange mit einer Entscheidung gerungen, am Ende aber mit Ja gestimmt.

„In Italien werden durchschnittlich 50 Menschen am Tag Opfer von sexueller Diskriminierung, deren Folge bis zum Selbstmord reichen“, erklärt Fraktionssprecherin Renate Gebhard. Gleich wie das Kassationsgericht stehe man aber der Ausdehnung des Straftatbestands auf die Geschlechteridentität skeptisch gegenüber, da es dafür noch keine allgemein gültige Definition gebe und von den Diskriminierungen nur eine kleine Minderheit betroffen sei, die man nicht mit den Opfern von Chancengleichheitsverletzungen gleichstellen könne.

Als überzogen bezeichnet Gebhard die von der Opposition angeheizte Diskussion darüber, ob es die Einwilligung beider Elternteile brauche, damit Schüler an Initiativen anlässlich des 17. Mai teilnehmen dürfen. (mat)

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (10)

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  • pingoballino1955

    Man sieht die SVP ist im Mittelalter hängen geblieben,wenn sie „damit gerungen hat mit JA zu stimmen“ erbärmlich!!! Da sieht man wieder einmal DEUTLICH eure Gesinnung,die nicht weiter reicht als bis an den Tellerrand.

  • n.g.

    Sehr ich das richtig? Da wird behauptet, dass die Minderheit zu klein ist und zudem nicht definiert wurde?
    Im Umkehrschluss darf man dann zu kleine Minderheiten behandeln wie man will? Bedeutet Minderheit nicht, dass es Wenige sind? Gibt es da noch Unterkategorien?
    Man stelle sich vor, es gäbe nur 1000 Südtiroler und der Staat sagt, wir sind dagegen Die zu fördern und zu schützen da es nur wenige betrifft. Und im Allgemeinen sinds auch nur Menschen und noch nicht näher definiert.
    Moderne Gesellschaft?
    Die Logik muss man erst verstehen, ist mir zu hoch!

  • n.g.

    Das alles noch angeführt von ner Frau! Die Frauen, die wissen müssten was es bedeutet Jahrhunderte lang unterdrückt und diskriminiert zu werden!

  • watschi

    das nennt man eine typische politische definition. man will alle auf seiner seite haben, die betroffenen und befùrworter, aber auch die erzkonservativen gegner. anders kann ich mit den satz:“man habe lange mit einer entscheidung gerungen, am ende aber mit ja gestimmt“, nicht erklàren. da sind mir die erzkonservativen noch lieber, bei denen weiss man wenigstes wie man dran ist.

  • goggile

    IRREFÜHRENDE TITELÜBERSCHRIFT: IHR SCHREIBT ÜBLICH IMMER NUR ÜBER SÜDTIROL ALSO KÖNNT IHR NICHT DIE ITALINA STATISTIK VOM STIEFELE GROSS ALS AUFMACHER PLATZIEREN: RICHTIG MÜSST ES HEISSEN 5 was alto adige betrifft.

  • andimaxi

    Das Parlament beschäftigt sich derzeit also mit wirklich wichtigen Themen….

  • n.g.

    Das muss ja ein hin und her gewesen sein! Könnte man so ne Debatte, das Für und Wieder auch mal posten?
    Wie wärs wenn man die Landespolitiker beleidigen und diskriminieren würde?Ist doch nur ne Minderheit! Es beträfe nur Wenige.
    Was sind die eigentlich per Definition genau? Ist schwirig, man könnte sagen, unsere gewählten Vertreter. Aber stimmt auch nicht so ganz, die vertreten uns nicht mehr. Verwalter? Was verwalten sie, ist mir nicht ganz klar!
    Jedenfalls wäre es bei denen auch kompliziert eine eindeutige Definition zu finden.
    Also, warum sollten wir sie vor Beleidigungrn, Anfeindungen und Diskriminierung schützen?

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