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„Fatale Auswirkungen“

Foto: 123RF.com

Tony Tschenett, Vorsitzender des Autonomen Südtiroler Gewerkschaftsbundes (ASGB) kann die Gründe des nationalen Streiks der Krankenpfleger am 2. November bestens nachvollziehen.

Seien es doch die Berufe der Krankenpfleger, des sanitätstechnischen- Reha- Personals und der Pflegehelfer usw., denen seit Jahren eine Aufwertung der Berufsbilder versprochen wird – bis heute ohne nennenswerte Resultate, so der ASGB-Chef.

Dennoch beteiligt sich der ASGB nicht am Streik. Anlass dafür ist der Umstand, dass die Außenwirkung eines Streiks für die Patienten in den Abteilungen und für jene, die Angst vor Covid-19 haben, fatal ist.

In Notstandssituationen sollte die Gesellschaft nicht gespalten werden, sondern Zusammenhalt und Einigkeit zeigen.

„Der ASGB ist sich bewusst, dass eine Aufwertung der Berufsbilder dringend notwendig ist und dass die zuständigen Politiker und Landesabteilungen besser heute als morgen entsprechende Zusagen tätigen müssen. Aktuell wird der Bereichsvertrag für das nichtärztliche Personal verhandelt – und hier wollen wir Ergebnisse sehen. Wir sind zuversichtlich, dass auch bei den Verhandlungspartnern der öffentlichen Delegation der Wert und die Anforderungen an das nichtärztlichen Personal angekommen sind. Der Bereichsvertrag wird wegweisend für weitere Aktionen, die sich der ASGB vorbehält, wenn von der öffentlichen Verhandlungsdelegation nicht ein angemessenes Angebot für die ökonomische und normative Aufwertung der nichtärztlichen Berufsbilder abgegeben wird“, so Tschenett, der sich bei allen Sanitätsangestellten für den täglichen Einsatz bedankt: „Ihr seid es, die den Karren während des epidemiologischen Notstandes Covid-19 aus dem Dreck gezogen haben und die ihn im Alltag in der Spur halten! Den selben Einsatz den Ihr tagtäglich für die Gesellschaft zeigt, wollen wir in den Verhandlungen für den Bereichsvertrag für Euch zeigen“.

Tony Tschenett

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (10)

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  • kirke

    Alle Pflegeberufe sollten jetzt streiken und sich nicht mit schwammigen Versprechungen abspeisen lassen.
    Der Herr Gewerkschafter zeigt mit seiner Aussage auch, dass er nicht die Interessen der Pfleger vertritt, sondern sehr politisch agiert. Vielleicht will er auch, wie seine Vorgänger, einen Schlafplatz im Landtag?

  • keinpolitiker

    Ich habe vollstes Verständnis, wenn das Pflegepersonal streiken möchte und so die Politik unter Druck setzen will. Was sich die Politik momentan leistet ist unter aller Würde.

    Dass die Krankenhäuser mit diesem Covid überlastet sind, ist einzig und allein die Schuld der Politik. Die Krankenhäuser sind nicht überfüllt, es ist einfach zu wenig Personal, das ist das Problem.
    Jetzt hatte man ein halbes Jahr Zeit, sich für diesen Herbst vor zu bereiten und unsere Herren haben überhaupt nichts getan, außer sich Probleme gemacht, wie man seine Partei am besten in der Gemeindepolitik platzieren kann.

    Wenn sich die Politik so fest für für die Sanität eingesetzt hätte wie bei den Wahlen, wäre jetzt auch einiges besser.

  • vinsch

    wenn man bedenkt, dass die Politiker sich still und heimlich die Löhne erhöhen wollten und nur aufgrund starker Kritik zurück gerudert sind…. In ganz Italien fehlt es am Personal. Von März bis November wurden keine Neuanstellungen gemacht. Hier hat in 1. Linie der Staat versagt, nicht die Provinz, aber die SVP hebt jedesmal die Hand bei jeder Abstimmung und das kann einfach so nicht weitergehen. Früher hat man brav die Hand erhoben, wegen der Autonomie, aber die haben wir schon lange nicht mehr…

  • bw

    Mich interessiert was Herr Tschenett und Frau Auer monatlich kassieren. Transparenz ist angesagt, zumal die ASGB Mitglieder die Löhne der Damen und Herren Gewerkschaftler zahlen.

  • flottebiene

    Traurig,dass sich Politiker die Gehälter erhöhen und den Bauern alles an Unterstützungen gegeben wird….
    Alle anderen-Pflegepersonal als auch einfacher Arbeitnehmer fallen durch den Rost…

  • tirolersepp

    Der ASGB setzt sich für die Probleme und Anliegen der Krankenpfleger/innen ein – sehr gut Herr Tschnett – genau das ist Ihre Aufgabe !

  • nochasupergscheiter

    Beschämende Gehälter na ich weiss nicht…
    Die Lehrer sagen auch sie würden in Deutschland 5500 netto verdienen…
    Und meckern über Handwerker
    Fakt ist aber dass z. B Handwerker nur mit einem Haufen Überstunden auf 2000 Euro kommen…
    Ich würde den pflegern auch mehr zahlen aber:
    Die Hälfte der pfleger ist jahrelang in Mutterschaft, sabbath, pflegeurlaub, erziehungsurlaub, und was weiss ich noch was… Stellen dreifach besetzt…
    Die hälfte der Funktionäre ist überflüssig und überbezahlt für die Leistung
    Ja und da seht ihrs, genau das müsst auch ihr arbeitenden und jetzt streikenden Pfleger bezahlen… Mitbezahlen… Wie wir alle…
    Die die arbeiten sind halt die dummen

  • leser

    Tschenett
    Dass dei e absicjten in den landtag zu kommen offensichtluch sind, haben viele verstanden
    Aber eine frage hätte ich schon
    Kannst du sagen wie diegehaltserhöhungen bezahlt werden, jetzt wo die wirtschaft definitiv an die wand fährt
    Dje massnahmwn , die man setzt sind völliger schwachsinn
    Förderungen und zuschüsse gehen in die unternehmen, due ihre hausaufgaben seid jahren nicht gemacht haben
    Die politiker beugen vor und stocken schon mal ihre gehälter auf
    Busunternehmen schreien nach subventionen und beihilfen
    Tschenett der karren fährt an due wand und du spielt den chefverhandler, wobei du, wie die politik auch , am thema vorbeiredet

  • watschi

    wenn man sich aus berufung und begeisterung für den beruf krankenpfleger/In entscheidet, dann streikt man nicht wenn man dringens gebraucht wird. meine meinung

  • flottebiene

    @watschi, sicher braucht es Begeisterung und Berufung….aber das finde ich braucht es für -fast- alle Berufe
    Den Karren, den diese Menschen bereits im Frühjahr aus dem Dreck gezogen haben, dürfen sie jetzt gleich wieder rausziehen….U.das, weil viele Leute sich nicht an Regeln halten u.unser Sanitätssystem seit Frühjahr komplett versagt.
    Den ersten Bonus haben sie-trotz leerer Versprechen- nicht erhalten..

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