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„Das macht keinen Sinn“

Myriam Atz-Tammerle und Sven Knoll

Die Landtagsabgeordneten der Süd-Tiroler Freiheit, Myriam Atz-Tammerle und Sven Knoll, bezeichnen die neuen Corona-Bestimmungen des Landeshauptmannes als unverhältnismäßig und kontraproduktiv.

Nächtliche Ausgangssperren brächten in Südtirol gar nichts und machten auch aus epidemiologischer Sicht keinen Sinn. „Wen will man infizieren, wenn man am Abend noch alleine eine Runde spazieren geht oder etwas später vom Lebenspartner heim fährt, der nicht im selben Haushalt lebt?“, fragt die STF.

Gerade solche Nonsens-Regelungen, die für die Menschen nicht nachvollziehbar sind, führten dazu, dass auch notwendige Corona-Maßnahmen von immer mehr Menschen in Frage gestellt und nicht mehr befolgt werden. „Diese Entwicklung ist brandgefährlich“, so Sven Knoll und Myriam Atz-Tammerle am Montag.

Dass es zur Eindämmung der rasant steigenden Infektionsfälle einschränkende Maßnahmen brauche, iseinachvollziehbar. Einerseits, um eine Überlastung unserer Krankenhäuser und dessen Personals zu vermeiden, andererseits um einen zweiten Lockdown zu verhindern. „Hiefür braucht es aber gezielte und wissenschaftlich fundierte Maßnahmen, die für die Bürger nachvollziehbar sind. Ansonsten läuft man Gefahr, genau das Gegenteil zu erreichen. Skeptiker werden noch skeptischer und immer mehr Bürger halten sich nicht mehr an die Vorgaben oder lehnen sich sogar dagegen auf, wie man an den Protesten in zahlreichen Nachbarländern sieht“, so die STF

Landeshauptmann Kompatscher wäre gut beraten, nicht jede Verordnung aus Rom einfach in blindem Gehorsam umzusetzen, sondern diese den Gegebenheiten in Südtirol anzupassen.

Die STF-Abgeordneten schreiben weiter:

Wie will man den Menschen erklären, dass es in Nord-Tirol keine nächtlichen Ausgangssperren gibt, in Süd-Tirol aber schon? Wie will man den Menschen erklären, dass es kein Problem ist, mit einem überfüllten öffentlichen Verkehrsmittel zu fahren oder sich in ein Gasthaus zu begeben (wo viele Menschen ohne Masken sitzen), man aber gestraft wird, wenn man nach 23 Uhr alleine das Haus verläßt?

Das macht so alles keinen Sinn und es gilt in diesem Zusammenhang auch einmal die Frage der Rechtmäßigkeit zu stellen, denn die Politik hat nicht das Recht, die Menschen einfach unbegründet und auf Verdacht einzusperren.

Wo ist der Süd-Tiroler Weg geblieben, den die Landesregierung im Frühjahr so großspurig verkündet hat? Staatliche Bestimmungen einfach zu übernehmen und als eigene Maßnahme zu verkaufen, ist kein eigenständiger Weg!

Mit seiner neuen Verordnung hebelt Kompatscher zudem das Landesgesetz aus und führt die Eigenerklärung wieder ein, die mit dem Landesgesetz abgeschafft wurde.“

Als geradezu fahrlässig bezeichnen die Abgeordneten der Süd-Tiroler Freiheit auch die Aussagen einiger Landesräte, die jetzt strenge Maßnahmen fordern, um die Wintersaison zu retten. Der Bevölkerung wird damit das fatale Bild vermittelt, dass es bei den Corona-Beschränkungen nicht um die Gesundheit und das Leben der Menschen geht, sondern vordergründig um die wirtschaftlichen Interessen einiger Skigebiete.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (16)

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  • tirolersepp

    Brandherd Nummer 1: Private Feiern

    Nach 23 Uhr gibts keine privaten Feiern mehr – alle sollten zuhause sein !

    Glaubt denn wirklich jemand ein Skigebiet öffnet ohne Gäste !

  • johnny_

    Mit dem Ausgehverbot sollen an und für sich ja nicht etwa der Franz in Ridnaun und die Wilma in St. Gertraud von ihren nächtlichen Spaziergängen abgehalten werden. Diese fallen in diese Regelung unweigerlich hinein. Aber wenn private Kellerfeiern verhindert werden sollen, dann braucht es eben Richtlinien, um diese ebenso mit einzubeziehen. Auf sowas könnten die Herr- und Damenschaften von der STF schon selbst draufkommen. Außer die Bewegung möchte bloß mit einfachen, populistischen Parolen um sich werfen. Dann hat sie mit dieser Mitteilung gut getan.

    • johnny_

      und übrigens, liebe Patrioten der deutschen Sprache: „das macht (keinen) Sinn“ ist englisch. Im Deutschen heißt das „das hat (keinen) Sinn“. im Zweifelsfall einfach an die Sprache des Feindes denken: bei „fa senso“ muss selbst der Italiener speibm.

    • martasophia

      johnny – wie recht Sie in allen Punkten haben. Die guten STF-Leute haben außerdem nicht verstanden, dass es die Verordnungen nur braucht, weil es mit der Selbstverantwortung nicht geklappt hat. Alle wussten, dass im Herbst die Lage sehr ernst wird, wenn nicht alle mit höchster Disziplin und Verantwortungsgefühl Abstand halten, Masken tragen und die Hygienemaßnahmen einhalten.

  • meintag

    Kommen Sie Herr Knoll, fahren Sie nach Nordtirol dort hat der Tourismus ähnliche Probleme. Dort können Sie ein neues Feld für ihre Beratertätigkeit aufmachen.

  • querdenker

    ser clown Tirol isch lai oans a Hirn gonz a kloans

  • noando

    „wie will man den menschen erklären, dass es in nordtirol keine nächtlichen ausgangssperren gibt“ … dafür aber explodierende bäume – schwierig schwierig isches heutzutage

  • summer

    Diese Gurkentruppe hat mir noch gefehlt.
    Herr Knoll kann ja in Innsbruck bleiben, wenn es ihm hier nicht gefällt.

  • positivegedanken

    Stf wie wäre es mal mit Vorschlägen anstatt immer nur zu kritisieren. Mir wurde mein Leben lang gesagt, dass Kritik immer konstruktiv sein sollte. Also! Bitte

  • waldi

    Früher, ganz ehrlich, da konnte man sich auf Eva noch verlassen. Egal, was man von ihr hält, aber sie war ein Ruhepol und stand immer zu ihren Werten. Aber jetzt, dieser Kommödiantenstadel übertrifft so langsam alles. Sven, wach endlich mal auf und vergleich nicht jeden Scheiss mit Österreich. Die machen es auch nicht besser, die haben dieselben beschissenen Zahlen wie wir. Ich bin ganz bestimmt kein SVP-Jünger, aber immer nur kritisieren und mit Österreich vergleichen bringt uns nicht weiter. Macht mal konkrete Vorschläge und arbeitet endlich mal mit. Und wenn ihr nur eure Vorschläge präsentiert. Ist immerhin schon glaubhafter, als immer nur zu mekern. Des gibs jo nit.

  • cicero

    Was mit Österreich vergleichen betrifft, so hat Kanzler Kurz heute gesagt, die rote Linie für einen Lockdown sei die Überlastung der Spitäler vor allem der Intensivmedizin. Dies sei auch gesetzlich so vorgesehen. Jetzt stellt sich die Frage wie ist Österreich in puncto Spitäler aufgestellt, wie Italien. Ist Südtirol besser aufgestellt als der Rest Italiens und fällt das ggf. ins Gewicht? Nächste Frage: Hat man Pech wenn man in einem Land wohnt, das schlechter aufgestellt ist als der Nachbar und riskiert den Lockdown deshalb früher? Kann sich Südtirol ggf. durch eine bessere Ausrüstung und bessere Kapazitäten vor dem Lockdown schützen auch wenn der Rest Italiens das nicht kann? Das wären die Fragen die der Bevölkerung beantwortet werden müssten.
    Die jetzt getroffenen Maßnahmen haben eh nur Alibifunktion. der Virus verbreitet sich unabhängig von den Maßnahmen. Deshalb Risikogruppen schützen, Kranke behandeln und jeder soll Eigenverantwortung übernehmen.

  • andimaxi

    Ihr seids nur Kulisse, habt Ihr gesagt.

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