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Der Radmobilitätsplan

Bis 2030 soll Südtirol Modellregion für die Fahrradmobilität sein. Dazu wird mit Beteiligung ein Radmobilitätsplan gemacht.

Aktuell nutzen die Menschen in Südtirol für etwa elf Prozent ihrer Alltagswege das Fahrrad. „Unser Ziel ist es, dass sich diese Zahl der Alltagswege, die mit dem Rad zurückgelegt werden, bis 2030 verdoppelt“, erklärte Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider. Südtirol soll, wenn es nach dem Landesrat geht, in zehn Jahren eine Modellregion für die Fahrradmobilität sein. „Um Südtirol fahrradfit zu machen, brauchen wir geeignete Infrastrukturen wie Radwege und Radschnellwege, passenden Service wie sichere Abstellplätze und natürlich eine positive Einstellung der Menschen zum Radeln“, betonte Alfreider.

Weil punktuelle Maßnahmen zu wenig sind, setzt das Land unter dem Motto „Südtirol tritt in die Pedale“ auf einen ganzheitlichen Aktionsplan für die Fahrradmobilität. Das Konzept dafür wurde am Freitag in Bozen von Landesrat Alfreider, von STA-Generaldirektor Joachim Dejaco, Projektleiterin Olivia Kieser (STA) und Luis Kröll als Vertreter der Bezirksgemeinschaften vorgestellt. „Wir wollen koordiniert, gemeindeübergreifend und zielgerichtet vorgehen und die Bürgerinnen und Bürger miteinbinden“, sagte der Landesrat. Einiges ist bereits getan: So hat die Landeregierung beschlossen, eine Koordinierungsstelle für Radmobilität auf Landesebene einzurichten. Erste Pilotprojekte sind bereits umgesetzt, beispielsweise in Bruneck, Brixen und Bozen: Ein Leitfaden fürs Fahrradparken ist erstellt und eine Mobilitätsumfrage durchgeführt.

Ausgearbeitet wird der Plan vom Bereich Green Mobility in der landeseigenen STA. „Das Planungsdokument sieht für den Zeitraum von zehn Jahren verschiedene konkrete Maßnahmen vor, die alle Bereiche abdecken, von der Kommunikation bis hin zur Infrastruktur mit dem Ziel, dass das Fahrrad eine echte Alternative zum Auto wird“, sagte STA-Direktor Dejaco und verwies auf bereits von der STA gemachte Vorbereitungen wie Expertenkonsultationen und Umfragen.

„Im Plan werden neben den verschiedenen Maßnahmen auch die Zeiten für deren Umsetzung und die Verantwortlichen festgelegt, wobei der Fokus liegt immer auf den Bedürfnissen der Radnutzer liegt“, erklärte Projektleiterin Kieser. So werden z.B. Ergebnisse der Umfrage vom heurigen Frühjahr mit über 11.000 Teilnehmern, wo fünf Fahrradnutzertypen herausgefiltert wurden, mit einfließen. Laut Kieser werden auch über 40 verschiedene Interessensgruppen in der Ausarbeitung des Plans miteingebunden, ebenso die Gemeinden, die sich beteiligen können. Sobald die Grobfassung des Plans steht, wird dieser in den Bezirken nochmal vorgestellt.

Die Bezirksgemeinschaften, die für das übergemeindliche Radwegenetz zuständig sind, sehen den Plan als wichtiges Instrument Südtirol noch fahrradfreundlicher zu machen, sagte der Präsident der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt, Luis Kröll.

Wenn mehr Fahrräder und dafür weniger mit fossilen Brennstoffen betriebene Fahrzeuge unterwegs seien, bedeute dies mehr Lebensqualität für alle, denn Radeln sei günstig, gesund und umweltfreundlich, waren sich die Teilnehmenden der Pressekonferenz einig.

Deshalb wird ab jetzt intensiv am Fahrradmobilitätsplan gearbeitet.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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