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Vergessener Wohnbau

Die Grünen werfen der Landesregierung vor, den sozialen Wohnungsbau zu vernachlässigen.

Durch den Nachtragshaushalt verfügt das Land über weitere 261 Millionen Euro, die im Wesentlichen von der Landesregierung nach dem Gießkannenprinzip an die Ressorts verteilt wurden.

„Viele Bereiche wurden zu Beginn des Jahres bei der Erstellung des Haushaltes finanziell unterdotiert. Dazu gehören die Bereiche Mobilität, Straßendienst, Forschung, Soziales und Gemeinden, welche nun einen großen Teil des Kuchens erhalten haben“, schreiben die Grünen im Südtiroler Landtag in einer Aussendung.

Überraschend und völlig unverständlich ist für die Grünen die Tatsache, dass der geförderte und soziale Wohnungsbau überhaupt kein frisches Geld aus dem Nachtragshaushalt erhalten haben. „In beiden Bereichen wurde bereits bei der Erstellung des Haushaltes 2020 stark eingespart, der Aktionsrahmen des Wohnbauinstitutes wurde schon damals stark eingeschränkt“, kritisieren die Grünen.

„Wir haben uns schon erwartet, dass mit den Mitteln des Nachtragshaushaltes der geförderte und soziale Wohnungsbau stark unterstützt wird.“ sagt Hanspeter Staffler von den Grünen. Leider finde sich im Nachtragshaushalt kein nennenswerter Geldbetrag.

„Mit dieser Geldpolitik wird sich der aufgeheizte Südtiroler Immobilienmarkt nicht abkühlen lassen, sondern auch weiterhin vielen Menschen im Land den Bau oder den Kauf der eigenen Wohnung erschweren oder unmöglich machen“, so Staffler.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (7)

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  • rota

    Vater baute Haus: zwei Zollstäbe, Spagat, Holzpfähle, Plan auf Butterpapier, Genehmigung. Eigenarbeit und zwei kg Speck für Stempel und Unterschrift Genehmigung und Bewohnbarkeit bei Gemeinde. Haus wurde so gebaut.
    Mein Sohn baut Haus, ca 52 Gutachten von Technikern und Beamten und dann wird gebaut. Abschluss der Arbeiten, nochmals Geometer, technische Berichte, Prüfungen Registrierungen usw

    Einige 100 Tonnen an Speck ( umgerechnet) und ganz wenig Haus. Es lebe unser Fortschritt.

  • n.g.

    Kein Problem! Dann baut der reiche Südtiroler eben für die reichen Italiener. Da gibts was zu verdienen!
    Die zahlen lieber Mitbeiträge, jedes Jahr, mehr und mehr und rauben junge Häuslebauer aus!

  • wurzelsepp

    Weil eine gewisse Lobby alles einsteckt, bleibt für den sozialen Wohnungsbau halt nix übrig. Aber wer braucht schon Arbeiter, man kann ja auch Lohnsklaven aus dem Osten einfliegen lassen.

  • hallihallo

    man muss sich aber schon fragen, was wollen wir in zukunft eigentlich?
    1951 hatte südtirol 333.000 einwohnger, 1981 430.000, 2020 533.000 einwohner.
    2050??
    die grünen fordern mehr wohnraum , wollen aber das weniger gebaut wird.
    das wird wohl nicht funktionieren. in südtirol ist nur 6% der fläche bebaubar.
    also muß man sich entscheiden, ob die bevölkerung weiter wachsen soll und neues bauland ausgewiesen und mehr verkehr kommen sollen oder ob man stopp sagen will. aber man muß sich halt entscheiden , was man will.
    in den letzten jahren ist die bevölkerung hauptsächlich durch zuwanderung gewachsen. vielleicht wäre es besser wenn einige betriebe ihre zusätliche produktion in regionen verlegen, wo es genug freie arbeitskräfte gibt.
    über diese sachen müßten man unvoreingenommen diskutieren.

  • n.g.

    @hallihallo Beispiel Bruneck! 3 grosse Industriebetriebe. Dadurch und durch den ausufernden Tourismus sind Wohnungen für *Einheimische* zum Luxusgut geworden. Nicht die Zuwanderumg oder das Mehr an Arbeitskräfte macht Wohnungen hier knapp! Der Reallohn ist in diesen Betrieben um mehr als 20% gesunken. Touristen zahlen für Ferienwohnungen Traumpreise und beim Bau von Wohnungen wird auch nur noch an die gedacht.
    Zusätzliche Produkion wird schon verlegt, diese Betriebe zahlen hier nur mehr Hungerlöhne und im Ausland nich weniger.. im Gegensatz zu früher und der Bruneckner kann sich Wohnen nicht mehr leisten!
    Nein, nicht die Zuwanderung… Der Tourissmus und diese Betriebe sind es die diese Probleme verursachen. Wenn ein normal verdienendes Paar 60% des Lohnes für Wohnen ausgeben musst dann stimmt was nicht!

    • hallihallo

      aber wir kennen alle das spiel. alle wollen eine neue wohnung ( auf gefördertem grund) und verkaufen dafür die alte kubatur , die sie geerbt haben für gutes geld an auswärtige. dafür gibt es reihenweise beispiele.
      die frage ist nur, wenn die bevölkerung nicht wächst, brauchen wir dann neues bauland und neue sozialwohnungen??

  • tirolersepp

    Aufpassen keine Förderung von Sozialempfang !

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