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Wo bleibt die Prämie?

Intensivstation Meran

Der SGB/Cisl protestiert dagegen, dass dem Personal des Gesundheitswesens noch immer nicht die versprochene Covid-Prämie ausbezahlt worden ist.

In vielen Regionen Italiens wurde schon eine wirtschaftliche Prämie für das betroffene Personal des Gesundheitswesens verhandelt und ausbezahlt.

Mit Landesgesetz Nr. 3/2020 ist ein Betrag vom 5 Millionen Euro für die Auszahlung einer Prämie an das Personal des Gesundheits- und Sozialwesens genehmigt worden.

Dekrete auf Staatsebene haben eine zusätzliche Finanzierung vorgesehen.

Die Gewerkschaften haben schon im Monat April bei den zuständigen Ämtern des Landes einen einheitlichen Vorschlag für die Festlegung der Prämie für das nichtärztliche Personal eingereicht.

„Jetzt, Mitte Juli, haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer noch keinen Euro erhalten“, schreibt der SGB/Cisl in einer Aussendung.

Das direkt betroffene Personal habe die Dienste und die Tätigkeit gewährleistet, eine wirtschaftliche Anerkennung stehe also außer Frage.

„Wir wollen die Covid-Prämie endlich aushandeln, damit sie baldmöglichst ausgezahlt werden kann“, so der SGB/Cisl.

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (25)

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  • netzexperte

    Wieso eine Prämie dafür, dass er/sie seinen/ihren Job erledigt??? Wenn ich einen Pflege- oder Arztberuf wähle, dann muss mir bewusst sein, dass ich IMMER und AUSNAHMSLOS mit Kranken arbeite und entsprechend gefährdet bin. Ansonsten müssten viele weitere Berufsgruppen ebenso eine Prämie erhalten.

    • tiroler

      So ist es. Anstatt der Prämie soll endlich der Lohnausgleich ausbezahlt werden

      • kirke

        Das sehe ich auch so. Das Personal hätte besser streiken und eine Lohnerhöhung verlangen sollen!
        Aber vielleicht bleiben sie ja beim nächsten Virusnotfall alle Zuhause!

        • summer

          Genau Kirke, wie Recht Sie haben.
          Bei jeder medizinischen Notlage sollten doch diese alle streiken, denn sie werden ja nur für die restliche Zeit fürstlich entlohnt, und arbeiten keinen Pfifferling schneller. Wie sonst sind diese enormen Wartezeiten zu erklären und die Ärzte ständig am Gang spazieren gehen und im Ordinariat oder Ambulatorium ratschen sie mit den KrankenpflegerInnen.
          Ich würde mal Aufsichtskontrollen machen, was die Ärzte tun, wenn sie einen normalen Tag im Amb. absolvieren und 5 Visiten machen.
          Nur komisch, dass Privatärzte in derselben Zeit 10 Visiten absolvieren.
          Vielleicht klingelts langsam selbst bei Kirke, ansonsten ist ihr echt nicht mehr zu helfen.

  • keinpolitiker

    Ich bin sehr dankbar für die Arbeit die unsere Pflegekräfte und Ärzte leisten.

    Aber was die Prämie angeht, bin ich der gleichen Einstellung wie @netzexperte

    Wieso immer Prämien, das ist doch ihr Job den sie ausgewählt haben und die Ärzte verdienen eigentlich schon zu genüge, oder.

    Wenn eine Prämie ausbezahlt wird, dann bitte an die Niedrigverdiener wie Krankenpfleger, Altenpfleger, Reinigungspersonale usw. welche einen gewissen Monatslohn (Netto) nicht überstreiten.

  • watschi

    es ist ein kleines dankeschön, dass sie unter schwierigsten und gefährlichen umständen sogar doppelt so viel leisten mussten, während wir es uns zu hause gemütlich machten und uns noch darüber aufregten.

  • wurzelsepp

    Wären es Bauern, wäre die Prämie schon im März bezahlt worden.
    Wie immer.

  • asterix

    Wo bleibt das Lohnausgleichsgeld? Das wäre wichtiger als die Sanitätsprämie. Entgegen andeslautenden Meldungen von gestern Früh im RAI Morgenmagazin, haben noch viel Hunderte ihr zustehendes Geld nicht bekommen. Ich kenne alleine schon 6 bis 8 Arbeitnehmer aus meinem Bekanntenkreis, die immer noch warten. Aber Hauptsache die Politikerbezahlung wird pünktlich überwiesen.

  • silverdarkline

    Wieder mal typisch Bergprovinz, leere Worte der Möchtegern-Politiker, lieber die Verwandtschaft ordentlich abkassieren lassen. Oder hat dieses Geld womöglich schon der Bauernbund beansprucht??

  • tiroler

    So ist es. Anstatt der Prämie soll endlich der Lohnausgleich ausbezahlt werden

  • summer

    Nein, die Prämie ist eine Frechheit für einen normalen Dienst, der selbstverständlich ist, denn wollen diese Leute nur bei einfachen Arbeitsquantum fürstlich entlohnt werden und bei Engpässen Zulagen?
    Ja schaut mal in die Welt, nirgendwo gibt’s Sonderprämien außer in D. Aber dort verdienen die PflegerInnen sonst weniger im Jahr.
    Und noch etwas: waren alle auf der Covid-19 Station zu arbeiten? Nein, aber man hat in dieser Phase sämtlichen aufschiebbaren Leistungen in den restlichen KH-Abteilungen eingestellt und somit außerhalb der genannten Station eine ruhige Kugel geschoben.
    Nur freche Leute fordern jetzt Prämien und sonst was. Anstand und Respekt sieht in einem sozialen Beruf anders aus.
    Und erzählt mir keine Märchen, denn ich weiß selbst, wie dies in Altersheimen funktioniert: die Krankenschwestern und Krankenpfleger spielen Halbgötter in Weiß und die PflegehelferInnen putzen Po, Betten ein und aus und schöpfen beim Essen ein. Noch Fragen?

  • ermelin

    In den USA gibt es für IntensivpflegerInnen 1500 Dollar pro Woche Gehalt und 3500 Euro pro Woche COVID- Zulage…..soviel zum Schauen in die Welt….natürlich sind verschiedene KH-Bereiche unterschiedlich zu behandeln….

    • summer

      @ermelin
      Ja super, das weiß ich auch, nur haben die dort dieselben Krankenversicherungssysteme wie wir in Europa?
      Was machen denn diese Krankenschwestern und Ärzte, wenn ein Patient ohne Krankenversicherung sterbend mit Covid-19 an der Tür steht?
      Klären Sie die Leser hier auf oder soll ich es tun?
      Gut: sie lassen ihn unbehandelt sterben, denn ohne Krankenversicherung darf niemand behandelt werden.
      Wünschen Sie sich diese Zustände auch hier? Sie sind wirklich eine arme Person und hoffentlich nicht selbst nicht Pflegerin, ansonsten sind Sie völlig fehl am Platz.

      • sorgenfrei

        Wir wünschen uns diese zustände nicht hier, und genau deshalb muss ein öffentliches gesundheitssystem aufrecht erhalten werden. Dies impliziert auch, dass pflegekräfte ordentlich bezahlt werden… und diese gehören ganz sicher nicht zu den besserverdienenden… im gegensatz zu systemrelevanten fußballern, investmentbänkern, supermanagern, politikern (ämterhäufern), aufsichtsräten etc., die allesamt 10, 100, 1000 fach verdienen… niemand kritiesiert diese, aber sie werden natürlich 10, 100, 1000 x soviel arbeiten…. ihne sie ginge ja gar nichts, wie die krise gezeigt hat…. (ironie aus!)

        • summer

          @sorgenfrei
          Nun machen Sie mal halblang: die frühere Ausbildung zur Krankenschwester bestand aus 2 Jahre Oberschule bzw. Knödelakademie und 3 Jahre berufspraktische Krankenpflegeschule mit alternierend 1 Monat Schule und 1 Monat Praktikum, wobei sie bereits ein Gehalt bekamen und Meldejahre sammelten. Kein Neid, aber Tatsache. Seit der Akademisierung des Berufes mit der Claudiana wurden genau diese niemals maturierenden PflegerInnen in die 7ter Gehaltsebene eingestuft, was auch für mich ok ist, aber jammern brauchen diese Leute mit oder ohne Claudiana nicht, denn in Ö oder D verdienen sie weniger als in Südtirol.
          Systemrelevant? Lassen Sie solche Menschen verachtenden Sprüche, denn ich sehe den sprichwörtlichen Müllmann oder die Kassiererin an der Supermarktkasse nicht weniger systemrelevant als einen Arzt. Was sollen diese frechen Aussagen?
          Und ja: Managergehälter sind pervers, denn niemand leistet das 100- oder 1000fache eines Müllmanns. Aber auch kein Arzt leistet das 10fache wie der vorher Genannte.
          Neiddebatten bei mir fehl am Platz, aber die Menschen verachtenden Aussagen von Ihnen sind zum K…en.

    • pingoballino1955

      ermelin-stimmt:manche Leute schreiben über etwas,wo sie keine Ahnung haben,leider!

  • sorgenfrei

    Was soll das bashing gegen Pflegekräfte (ich bin nicht in diesem beteich tätig)… jede seriöse firma, wenns gut läuft, zahlt prämien an die mitarbeiter… ich finde, pflegekräfte hatten in dieser zeit einen vor allem psychisch schweren job zu meistern… dafür darf es ruhig eine prämie geben… oder noch besser eine anständige entlohnung… in den letzten 10 jahren mussten sie auf ca. 20 % ihres gehaltes verzichten (inflation!), weil löhne eingefroren waren…. die anderen branchen, allen voran touristiker und daran hängende handwerker erwirtschafteten rekordumsätze… so sehr dass zb das steuerfinanzierte bauen das wohnbauen unter anderem auch für öffentliche angestellte extrem verteuerte, da erhöhte nachfrage…. und die löhne blieben gleich… und wer bezahlt jetzt die zeche de shutdowns? Der steuerzahler, zu dem wiederum die angestellten zählen, welche nicht anschreiben…

    • summer

      @sorgenfrei
      Sie verwechseln das Gesundheitswesen mit einer privaten Firma. Erster Fehler.
      Wenn ea bei einer Firma gut läuft, erhalten vielleicht Angestellte eine Prämie. Also würden Sie behaupten Covid-19 ist gut gelaufen? Der zweite Fehler.
      Sie sollten sich tatsächlich aus einer Diskussion heraushalten, wo Sie nichts verstehe (Sie sind ja kein Pfleger).

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