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„Niemand wird leer ausgehen“ 

Die Bozner PD-Abgeordnete Luisa Gnecchi, die auch Vizepräsidentin des INPS ist, über das Klick-Desaster auf der Website des Nationalen Sozialführsorge-Instituts. 

TAGESZEITUNG: Frau Gnecchi, haben Sie am Mittwoch versucht, die Webseite des INPS anzuwählen?

Luisa Gnecchi: Nein, ich wusste aber, dass es Probleme geben würde. Das war von vorne herein klar. Die Regierung hat zehn Tage benötigt, um das Dekret mit Maßnahmen im Ausmaß von 25 Milliarden Euro herausgeben. Das INPS musste sich ab dem 17. März auf die  neuen Erfordernisse einstellen. Das war viel zu kurz. Man muss aber auch sagen, es wäre besser gewesen, die Anträge für die verschiedenen Unterstützungsmaßnahmen wie Bonus, Babysitter-Voucher und Lohnausgleich nicht alle gleichzeitig starten zu lassen. Es ist klar: Die Regierung wollte zeigen, dass das Geld schnell zu den Menschen fließt. Nun sieht man aber, dass das technisch nicht funktionieren kann. Dazu kommt die Angst der Bürger, dass sie, weil sie nicht rechtzeitig den Antrag stellen können, nicht bekommen. Dabei steht außer Zweifel, dass alle, die Anspruch darauf haben, etwas bekommen werden.

Luisa Gnecchi

Dann hat offensichtlich nicht nur bei der Abstimmung mit dem INPS, sondern auch bei der Kommunikation etwas nicht funktioniert?

Ja, man hätte klar sagen sollen, dass nicht der Zeitpunkt des Antrages für den 600-Euro-Bonus ausschlaggebend ist. Und dass niemand leer ausgeht. Weil derzeit so viele Bürger zu Hause sind, war eine Überlastung der INPS-Website vorauszusehen. Alle wollten gleichzeitig hinein. Die Regierung hat nun noch einmal bekräftigt, dass es notfalls, sollte das Geld nicht reichen, weitere Mittel gibt. Das INPS ist technisch und administrativ in der Lage, die Auszahlung abzuwickeln.

Wann kann jemand, dem es gestern gelungen ist, seinen Antrag für den Selbstständigen-Bonus zu stellen, mit der Auszahlung rechnen?

In zehn bis 15 Tagen. Bei diesem Antrag sind kaum Überprüfungen notwendig, eine eher einfache Angelegenheit. Das größere Problem besteht darin, den Antrag überhaupt zu stellen.

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Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (5)

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  • jennewein

    weis nicht wehr aber jemand lügt.
    zum einen heisst es alle bekommen,niemand wird vergessen schon vor wochen haben die politiker
    geredet von pakete sind gemacht.
    viele betroffene hört mann klagen noch keinen cent gesehen.
    was ist nun geschätzte politiker ??????

  • thefirestarter

    und wer zahlt das alles, woher soll das Geld kommen?
    Wer gibt einem Staat der mit 130 % seines BIP verschuldet ist in solchen Zeiten Geld?
    Wie hoch wird Italien bis zum Sommer verschuldet sein?

    Und das wichtigste, sollte das Geld aufegetrieben werden, wer soll das alles zurückzahlen? Was wird Italien dafür verscherbeln müssen,?

  • huwe

    Frau Gnecchi, Sofern die Zahlen stimmen, zahlt die INPS jedes Monat Italien weit ca. 280 – 300 Milliarden an Pensionen Renten oder sonst welcher Art an Beiträgen aus.
    wovon es Pensionen oder Renten bzw. Sozialauszahlungen gibt, die von ein Paar 100 Euros bis zu über 100.000 Euro pro Person hinausreichen.
    Wäre zuviel verlangt, an die, diejenige, die eine Pension oder endliches über 5000 Euro bekommen, mal für ne weile auszusetzen?
    Ein Pensionist oder Rentner der (dem) soviel eingezahlt (wurde) hat, daß er (sie) eine Pension oder Rente im dem Ausmaße bekommt, genug Besitz oder Eigenkapital akkumuliert, das er auch ohne Pension bzw. Rente gut lebt.
    So könnte man mit dieser Gelder, die jetzt in Not geratene Menschen helfen, die es bitter nötig haben

  • wolweg

    Klingt etwas zynisch: die Rentenkassen werden durch Corona stark entlastet…

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