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Georg Paulmichl ist tot

Der 1960 geborene Autor und Maler Georg Paulmichl ist in Prad am Stilfserjoch gestorben. Sein literarisches und bildnerisches Werk wurde vor allem in Österreich, in Deutschland und in der Schweiz mit zahlreichen Auszeichnungen gewürdigt. 

 Der Autor und Maler Georg Paulmichl gilt „nach dem alltäglichen Sprachgebrauch“ (vgl. www.georgpaulmichl.com) seit seiner Geburt 1960 als geistig behindert. Er trat 1978 in die Werkstatt für Menschen mit Behinderung ein und arbeitet seit den 80er Jahren dort mit seinem Betreuer, Lektor und Freund Dietmar Raffeiner an Texten und Bildern. Seine Texte stießen auf reges Interesse und wurden daher bald schon publiziert, zunächst in Zeitschriften und im Selbstverlag, schließlich folgten mehrere Bände im Haymon Verlag und bei Folio. Seit den 1980er Jahren schrieb und malte er.

Paulmichl ist mehrfach geehrt worden. 1993 erhielt er den Förderungspreis der Goethe-Stiftung Basel, 1997 die Hans-Prinzhorn-Medaille der Deutschsprachigen Gesellschaft für Kunst und Psychopathologie des Ausdrucks, 2007 wurde ihm das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst verliehen und im selben Jahr wurde er Ehrenbürger von der Marktgemeinde Prad am Stilfserjoch

Im Verlag Haymon erschienen mehrere Bücher von ihm: Verkürzte Landschaft. Texte und Bilder (1990), Ins Leben gestemmt. Neue Texte und Bilder (1994), Vom Augenmass überwältigt. Briefe, Glossen und Bilder (2001), Der Mensch (2003), Der Georg. Texte und Bilder (2008) und Bis die Ohren und Augen aufgehen. Frühe Texte und Bilder.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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