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Schludrige Antwort

Regionalassessor Manfred Vallazza hat eine Anfrage der Freiheitlichen zur Förderung der Sprachminderheiten im Trentino nur sehr dürftig beantwortet.

Von Matthias Kofler

Die Region gewährt jährlich Beiträge zum Schutz und zur Förderung der Sprachminderheiten in der Provinz Trient. Dies sieht ein Regionalgesetz aus dem Jahr 2018 vor. Die Freiheitliche Ulli Mair wollte mittels einer Anfrage in Erfahrung bringen, welche Minderheiten Nutznießer dieser Fördermaßnahmen sind und wie hoch die ihnen ausbezahlten Beiträge ausfallen.

Konkret fragt die Freiheitliche in ihrer Regionalratsanfrage: „Für welche Sprachminderheiten in der Provinz Trient hat die Region in den Jahren 2016, 2017, 2018 und 2019 jeweils eigene Fördermittel zur Verfügung gestellt? Welche Projekte wurden in der Provinz Trient jeweils mit Mitteln der Region gefördert? Bitte um eine detaillierte Aufstellung der Förderungen und Projekte nach Sprachminderheiten. Wie hoch waren die von der Region zur Verfügung gestellten Gelder für die jeweils einzelnen Födermaßnahmen? Bitte um detaillierte Aufstellung. Wurden in den besagten Jahren auch in den Grenzgemeinden der Provinz Belluno Förderungen gewährt? Wenn Ja, für welche Maßnahmen und in welchem Ausmaß?“

Wenn sich Ulli Mair erhofft hat, konkrete Antworten auf ihre Fragen zu erhalten, wurde sie bitter enttäuscht. Das Schreiben des Assessors fällt äußerst dürftig aus.
Wie der für die Minderheiten zuständige Regionalassessor Manfred Vallazza (SVP) in seiner Antwort mitteilt, werden in der Nachbarprovinz Trient Initiativen und Projekte der deutschen Sprachinseln Lusern und Fersental sowie des ladinischen Fassatals unterstützt. Doch statt die von Ulli Mair geforderten Beträge aufzulisten, verweist Vallazza lediglich auf die entsprechenden Beschlüsse – knapp 20 an der Zahl –, aus denen sich die Freiheitliche dann selber schlau machen soll. Eine seltsame Art der Anfragebeantwortung.

Die einzige konkrete Maßnahme, die der Regionalassessor in seiner Antwort auflistet, betrifft das ladinische Kulturinstitut „Cesa de Jan“ in Colle Santa Lucia in Buchenstein, das jährlich mit einem Beitrag von 75.000 Euro gefördert wird.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (4)

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  • nix.nuis

    Solche genauen Auflistungen müssten doch wohl jederzeit griffbereit sein.
    Denn schließlich sollte jeder Assessor – auch wenn es sich laut TZ um einen „dürftigen Assessor“ handelt – genauestens im Bilde sein, was mit den Steuergeldern passiert und wer wo davon profitiert…

    Jeder kleine Betrieb macht diese Kontrollen, um jederzeit einen Überblick über die finanzielle Lage und die Sinnhaftigkeit von Investitionen zu haben.
    Wenn es aber „nur“ um unsere Steuergelder geht, ist das anscheinend nicht sooo wichtig…

  • tirol

    Was möchte man sich von einem Herrn Valazza erwarten? als SBB Soldat…man könnte meinen/glauben, dass die Arbeit nicht erst genommen wird…..

  • franz1

    Dei Parteisoldotn der SVP dei wissn lei wieviel Geld in ihren Sock londet.
    Do brauchats schun an Berga Hons, ich zuerst( die Mahmaschin), olles ondere passt..

  • robby

    Dürftiger Assessor mit dürftigen Aussagen: besser konnte das nicht beschrieben werden. Chapeau Matthias Kofler.

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