Du befindest dich hier: Home » News » Finger im Auspuff

Finger im Auspuff

Josef Unterholzner

Der Politiker und Unternehmer Josef Unterholzner sieht den Klimawandel ziemlich unaufgeregt, hält die Diesel-Verbote für eine Schnapsidee, sieht im Elektroauto keine Zukunft auf langen Strecken – und plädiert für eine Umlaufbahn im Überetsch.

TAGESZEITUNG Online: Herr Unterholzner, Sie haben auf Facebook eine Nachricht geteilt, in welcher der Klimawandel angezweifelt wird. Gehören auch Sie zu Trump & Co., die sagen, dass wir es nur mit völlig normalen und natürlichen Klimaschwankungen zu tun haben?

Josef Unterholzner: Ich bin nicht der große Klimaexperte, aber wenn es jetzt heißt, dass der Diesel der Hauptverursacher des Klimawandels ist und dass wir mit dem Elektroauto die Welt retten können, dann sage ich: So einfach ist es nicht!

Sie sind gegen Elektroautos?

Nein, ich bin ehrlich und transparent. Ich bin nicht gegen Elektroautos, aber ich bin dagegen, dass man den Diesel mit aller Gewalt kaputtmacht. Für das Elektroauto zu sein muss nicht heißen, gegen den Diesel zu sein. Nach heutigem Stand der Technik ist der Diesel dermaßen umweltschonend, dass es einfach nicht legitim ist, ihn aus den Städten zu verbannen.

Was sagen Sie dann zum Dieselverbot in Bozen? Ab Jänner 2021 werden auch die Euro-4-Diesel ausgesperrt …

Dieses Verbot ist völlig absurd! Man müsste nur die Probe aufs Exempel machen …

Nämlich?

Wenn wir die Stadt Bozen an einem Sonntag komplett sperren, dann gehe ich jede Wette ein, dass sich die Luft an einem klaren Tag mit Inversionswetterlage nicht um einen Prozent bessert. Es bräuchte da schon ein Gebläse, um die Gase nach oben hin wegzukriegen.

Sie sind also gegen das Bozner Dieselverbot?

Ja, weil es absurd ist. Wir haben in Südtirol einen relativ neuen Fuhrpark. Hinzu kommt, dass die Autos sauber gewartet werden, zumal bei der Pflichtrevision, die alle zwei Jahre gemacht werden muss, die Abgaswerte ja überprüft und eingestellt werden. Ich habe die Entwicklung der Diesel- und der Benzinmotoren hautnah miterlebt. Daher kann ich sagen: Ein heutiger Diesel kann mit einem Diesel von vor 40 Jahren nicht verglichen werden. Mehr noch: Ich selbst hätte vor 40 Jahren gewettet, dass es nie einen Diesel geben wird, bei dem man den Finger in den Auspuff stecken kann, ohne dass er schwarz wird. Zu dem, der das behauptet hätte, hätte ich gesagt: Du bist ein Träumer, du bist ein Spinner. Aber seit zehn  Jahren ist es wirklich so: Ich kann den Finger in den Auspuff stecken, und er wird nicht schmutzig, weil sich nur noch sehr geringe Rußpartikel im Auspuff befinden.

Warum wird der Diesel so verteufelt?

Ich denke, dass der Diesel-Skandal das Ganze ins Rollen gebracht hat. Ich halte die Verbote – auch jenes in Bozen – für billigen Populismus. Ich gehöre ja auch zu denen, die meistens mit dem Auto und allein in die Stadt fahren. Wenn draußen bei der Mendel-Kreuzung ein großes Parkhaus errichtet würde und ich von dort im 5-Minuten-Takt in die Stadt komme, dann stelle ich meinen Diesel dort ab. Oder wenn man ab der Mendel-Kreuzung eine Vorzugsspur für die Radfahrer einrichtet, parke ich dort mein Auto und radle ins Zentrum. Es braucht diese Infrastrukturen.

Kann man sich heutzutage noch einen Diesel kaufen?

Foto: 123RF.com

Ich kaufe mir sicher einen Diesel, Euro 6. Ich bin überzeugt, dass die Stimmung irgendwann dreht, sobald man die Sache neutral, sachlich und ehrlich beleuchtet. Zum heutigen Stand der Technik hat das Elektroauto als Langstreckenauto keine Zukunft.

Sind Sie sicher?

Sicher! Erstens, weil es die ganzen Ressourcen braucht, um die Batterien herzustellen. Kobalt kommt zu mehr als 60 Prozent aus Afrika, wird dort – wenn man Medienberichten Glauben schenken kann – unter menschenunwürdigen Bedingungen abgebaut. Ich werde mir das auch selbst vor Ort einmal anschauen. China hat sich die Ressourcen schon gesichert, also kann man davon ausgehen, dass der Löwenanteil der Batterienherstellung in China stattfinden wird.

Sie sind also kein Fan der Elektroautos?

Doch, für kurze Strecken und für kleine Autos sind Elektroautos exzellent! In der Stadt ist man meistens allein unterwegs, die Autos sind geräusch- und emissionsarm. Ein kleines Auto braucht nur eine kleine Batterie, es hat 100 Kilometer Autonomie. Man kann das Auto daheim aufladen, das ist perfekt! Ich fahre selbst seit elf Jahren Elektroauto. Wenn ich aber heute zum Beispiel nach Bruneck fahren muss, dann nehme ich den Diesel, weil ich unabhängig sein will.

Was halten Sie von Wasserstoffautos?

Wasserstoff sehe ich gut. Sobald Wasserstoff zu einem vernünftigen Preis herstellbar ist, wird es ein Thema. In einem Tesla wiegt die Batterie 600 Kilogramm. Wenn ich denselben Tesla als Wasserstoffauto baue, dann fallen 400 Kilogramm weg. Batterie bedeutet Volumen, Batterie bedeutet Gewicht, und Gewicht ist Energie. Ich vergleiche die heutigen Elektroautos immer mit einem Handy von vor 25 Jahren: Die Handys waren groß, schwer und plump. Außerdem braucht eine Batterie sehr viel Energie, um sich – Stichwort: Kälte – selbst betriebsfähig zu halten.

Im Jänner 2021, wenn die Euro-Diesel aus Bozen ausgesperrt werden, wird es wieder zu einem Aufschrei kommen …

Das große Problem ist, dass es immer die Ärmsten erwischt. Jemand, der 1.300 Euro im Monat verdient, kann sich nicht alle zehn Jahre ein neues Auto kaufen. Die Politik sagt immer, sie wollen den Bedürftigen helfen. Mit diesen Verboten trifft man die Schwächsten. Ich sage es noch einmal: Wenn jemand alle zwei Jahre den vorgeschriebenen Hauptuntersuchung macht, wo das Auto optimal eingestellt wird, wo die Filter gewechselt werden, entsteht eine Win-Win-Situation für alle. Hinzu kommt, dass wir ja in einer schönen, grünen Region leben, wir können Südtirol nicht mit Großstädten wie New York vergleichen.

In Bozen gibt es ein Diesel-Fahrverbot, dabei geht die Autobahn quer durch die Stadt …

Das ist total absurd und kontraproduktiv.

Was kann Südtirol gegen den Klimawandel tun?

Wir in Südtirol haben es sicher nicht in der Hand, das Weltklima zu retten, aber jeder kann vor seiner Haustür kehren, indem er verantwortlich mit den Ressourcen umgeht. Glauben Sie mir: Ich lebe viel grüner, als die Leute denken. Wenn ich in Völlan bin, gehe ich zu Fuß oder fahre mit dem Rad. Ich kenne Dunkelgrüne, die fahren mit dem Auto, wo es auch zu Fuß ginge.

LH Arno Kompatscher will Südtirol zum Klimaland machen …

Das ist wünschenswert und auch möglich! Südtirol könnte in vielen Bereichen Vorreiter sein. Ich persönlich bin ein Befürworter des Seilbahnnetzes, dieses sollte noch viel stärker ausgebaut werden. Durch den Bau von Seilbahnen spart man Grund, sie sind viel schneller baubar als Eisenbahnen oder Straßen.

Ihre Vision also lautet?

Warum nicht eine Umlaufbahn von Tramin, Kaltern, Eppan zur Mendelkreuzung bauen? Wir haben im Land zwei Spezialfirmen, die schon Erfahrung haben. Wenn wir Autos von der Straße wegbringen wollen, müssen wir alternative Infrastrukturen schaffen bzw. bieten. Nur wenn diese funktionieren, können wir die Leute wieder dazu motivieren, vom Auto umzusteigen.

Was versprechen Sie sich von einer Umlaufbahn?

Das wäre eine starke Botschaft! Seit 20 Jahren wird über die Mobilität im Überetsch diskutiert. Warum nicht an der Mendelkreuzung ein Parkhaus mit einem Mobilitätszentrum bauen? Irgendwann muss man eine Entscheidung treffen. Eine Seilbahn wäre sehr nachhaltig, sie verursacht keinen Lärm, wenn man alle 500 Meter ein- und aussteigen kann, wäre das optimal. Und was spricht dagegen, ein Bahnl zum Pragser Wildsee zu machen? Dann hätte man die Autos weg.

Sie geraten ja fast ins Schwärmen …

Ich bin ein umweltbewusster Wirtschaftsmann, der die Herausforderungen liebt.

Herr Unterholzner, noch eine letzte Frage: Glauben Sie, dass wir es mit einem echten Klimawandel, oder nur normalen Temperaturschwankungen zu tun haben?

Diese Frage kann ich Ihnen nicht beantworten. Wenn man die Temperaturen der letzten 1000 Jahr vergleicht, hat es immer wieder warme Jahre gegeben.

Interview: Artur Oberhofer

 

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (50)

Lesen Sie die Nutzerbedingungen

  • erich

    Die einzige Bremse der E- Mobilität ist die Strom Mafia. Herr Unterholzner sollte sich dafür einsetzen, dass jeder Gewerbetreibende auch Strom weiterverkaufen kann. Dann werden auf jeden Parkplatz, Tiefgaragen, bei Handelsketten, Restaurants usw. E-Ladestationen installiert. Wartungsfreiere Fahrzeuge wie E-Autos gibt es nicht, deshalb werden sie in der Massenproduktion auch die billigsten werden.

    • leser

      Erich
      Die Elektroautobremse ist der Respekt vor der Menschenwürde
      Ich habe dich oder Herrn unterholzner oder den Herrn der das Interview hier gemacht hat gerne zu einer Reise mit mir nach Brasilien ein und Zeige ihm ein Bergwerk wo er sehen kann wie man einen der Rohstoffe abbaut und was dann von der Naturlandschaft bleibt um das nachhaltige Elektroauto für die umweltschützer zu befriedigen
      Unterholzner hat die Problematik zum Elektroauto und zum Diesel sehr gut erklärt natürlich aus technischer Sicht aber das versteht der Grossteil der Holzköpfe die regieren nicht
      Die Tageszeitungsredakteure sollten der Gerechtigkeit halber auch Mal ein Interview über die Umweltbelastung schreiben und erklären wievielt Energie zweimal am Tag duschen verursacht und dabei zum einen eine Hochrechnung zur hotelerie vornehmen sollte
      Der Anteil von dieselschadstoffen in der Mobilität in Europa liegt bereinigt bei etwa 4 Prozent aber man investiert 80 Prozent an Verbotsmöglichkeiten und die ausgesprochen von Leuten die diese Materie nicht verstehen

      • wolweg

        @leser
        in Brasilien werden die Rohstoffe für die Smartphonebatterien abgebaut, nicht für die E-Autos.

        • leser

          Wolweg
          Ich bin seid über 5 jahren in dueser branche unter anderem in brasilien unterwegs gkaub mir ich habe ein ganz klein wenig ahnung
          Aber lasst euch nicht so von der politik und der schlechten und einseitigen presse so manipuliere
          Wenn man wie hier bei unterholzner versucht dass er ekektriautogegner ist dann solltet ihr schon mi destens mitkruegen dass man versucht populistusch stimmung zu machen

          • wolweg

            @leser
            seit 5 Jahren……booooooaaaa
            Ich seit 30….und fahre Elektro-, Benzin-, Diesel- und Kerosingefährte. Anscheinend wohnst du wirklich auf dem Ortler.
            Glaub ruhig weiter den Horrorstudien der Verbrennerlobby….. das Ausgraben des Öls verursacht viel viel mehr Schäden als die Herstellung der Batterien und, was mich am meisten freut, ich geb kein Geld mehr den Scheichs. Damit wird der nahe Osten uninteressant und die Kriege hören auf. DAS IST WICHTIG.

    • wolweg

      @vogelweider
      ja, dasselbe fällt mir auch dazu ein. Nur die falen Argumente und Verleumdugen der Verbrennerlobby nachgeplappert.
      Die deutsche Umweltministerin Schulze hat klargestellt, dass es Wasserstoff für private Autos nicht geben wird.
      Würde D alle Autos auf Batterie umstellen, bräuchte D 25% mehr Strom. Würden alle auf Wasserstoff umgestellt, bräuchte es 100% mehr Strom.
      Batterieauto Langstrecke: hat der Herr schon mal was von Tesla gehört? Der fährt Langstrecke und hält 800000 km.

      • leser

        Wolweg
        Du scheinst sehr gut bescheid zu wissen
        Dann kannst du mir sagen
        Wieviel Material an Rohstoffen fùr die Batterien es für die etwa 40 Millionen Elektroautos die man bis 2030 auf den Markt bringen will es benötigt und wo man diese zu welchen Bedingungen holt
        Ein Tesla kostet jetzt ca 80 bis 130.000 euro dabei gehört dem Besitzer das Auto nie zu 100 Prozent weil die Batterie aus wartungstechnischen grùnden vom Hersteller entsorgt oder wiederverwertet werden muss

        Bis heute ist noch nicht klar was passiert wenn der Elektroautofahrer seinen elektrowagen nach 3 Jahren wechselt da der Gebrauchtwagenmarkt sehr komplex ist
        Tesla zum beispiel löscht das Kostenlosladen oder Softwareservice zum Aktualisieren der Bordelektronik Gratisladeservice erlischt usw
        Sicher ist es dann sinnvoller einen dreijährigen Elektrogebrauchtwagen in den Müll zu werfen oder
        Es wäre halt wünschenswert dass zumindest die entscheiderpersonen in dieser Materie bescheid wüssten

        • wolweg

          @leser
          die Batterien müssen nicht gewartet werden, sie gehören zu 100% dem Käufer. Und ihr zweites Leben ist auch schon klar: sie werden als Stromspeicher in Häusern eingesetzt werden.
          Die Batterien des Teslas sind ganz normale AA-Batterien, google mal, dann siehst du wie die recycled werden.
          Er Gebrauchtwagenmarkt ist nicht komplex, schau einfach auf mobile.de und kauf dir einen gebrauchten Tesla….der läuft und läuft und läuft bis 800000 km.
          Kostenlos war das Laden nie, man hat eine Pauschale von einigen Tausend Euros gezahlt. Jetzt zahlen alle bei Tesla 33cent/kWh, das ist ein fairer Preis.
          Einen dreijährigen in den Müll werfen????? Da kaufe ich meine Autos erst….wie gesagt, die E-Autos laufen viel viel länger, google mal nach der Autoverleihfirma in Kalifornien, die nur Teslas verleihen…
          @yannis
          du wohnst auf dem Dorf, oder? In den Städten gibt es längst viele E-Ladestationen und jede Woche kommen viele dazu.

          • leser

            Ich wohne auf dem ortler und verständige mich mit jodeln du hetzigo
            Und habe natùrluch keine ahnung

          • yannis

            >>>>@yannis
            du wohnst auf dem Dorf, oder? In den Städten gibt es längst viele E-Ladestationen und jede Woche kommen viele dazu.

            Ich wohne in einer 60.000 Einwohner Stadt, mit genau ZWEI Elektro-Ladesäulen, wo man regelmäßig beobachten kann wie der örtliche Toyota Händler mit drei Mitarbeitern seine Zwei E-Gratten zum laden herbei bringt, das dritte Auto das zum Bring/Abholdienst (schließlich können sie ja nicht stundenlang im Cafe gegenüber bis die Karren geladen sind sitzen) benötig wird ist wie könnte es anders sein ein Benziner.
            Übrigens wenn Du mir einen Tesla zum Golfpreis besorgst . dann lade ich diesen bei mir zu Hause, sogar mit Solarstrom, versprochen.

            >><<Und ihr zweites Leben ist auch schon klar: sie werden als Stromspeicher in Häusern eingesetzt werden…..
            ah so, haben die Bewohner der Städtischen Wohnkasernen genügend Dachflächen für Photovoltaikmodule, Kellerräume und Investitionsmittel zur Verfügung um dies zu realisieren,
            Diese Menschen werden noch sehr lange Verbrenner fahren (müssen)
            Oder sollen NUR die Keller der Ein/Zweifamilienhäuser mit deren Tesla Abfall gefüllt werden ?

          • wolweg

            @yannis
            wenn jemand etwas ältere, voll funktionsfähige Batterien als Müll bezeichnet, stelle ich mit demjenigen die Kommunikation zu diesem Thema ein.

          • leser

            Wolweg
            Du hast einfach keine ahnung
            Es ist mühsam mit solchen banausen zu reden die einfach nur etwas faseln von dem sie nur etwas gehört haben

      • yannis

        @welweg,
        Jawohl den Tesla kann sich auch jeder leisten
        und erstens er braucht mindestens 100.000 bis die Umweltbelastung die durch seine Herstellung verursacht hat zu kompensieren, die Umweltzerstörung wie sie @leser anbringt noch nicht mal eingerechnet.
        zweitens, wo sollten in dichtbesiedelten Städten die Laternen-Parker ihr Karre denn aufladen ?
        drittens, und was die Schulze schwätzt ist NUR das Nachgeplapper der Elektro-Karren Lobby

  • silverdarkline

    Absurd ist, dass in jedem nur erdenklichen Bereich der Wissenschaft geglaubt wird, beim Klimawandel anscheinend nicht. Warum? Weil den Menschen deren Versagen vor Augen geführt wird und das kann natürlich nicht sein, wir sind ja soooo intelligent, nicht wahr?

  • jennewein

    Klimawandel hats zu ötzis zeiten auch schon gegeben

    • silverdarkline

      Wo hat der Ötzi wohl den Finger reingesteckt??

    • george

      Dumme Antwort. Das weiß heute doch fast jeder: Klimawandel hat es immer gegeben. Aber darum geht es ja nicht. Das als Argument anzugeben um den gegenwärtigen Ablauf des Klimawandels in die jetzige rapide Form der Atmoshärenveränderung zu leugen, ist heuchlerisch und dumm Die Fragen bzw. die Überlegungen sind ganz anders zu stellen: Wie läuft der Klimawandel heutzutage ab, unter welchen Bedingungen und wie schnell sind die Änderungen und in welchem Ausmaß und welchen Aufeinanderfolgen bzw. welchen Auslöseursachen ergeben sich die Schäden und Katastrophen. Und diese beschleunigenden Faktoren der Veränderungen, vom Menschen verursacht, kann niemand verleugnen und bedürfen einer ebenso schnellen Unterbindung durch entsprechend intelligente und der Natur angepasste Maßnahmen.

  • andi182

    Der Witz ist das Oldeimer keine Steuern zahlen und Euro 4 Autos nicht mehr fahren dürfen.

  • zusagen

    Es geht darum, dass hier der Glaube keine Kleinigkeit abverlangt. Herr Unterholzner möchte nicht nach Bruneck fahren und dann womöglich nicht eingelassen werden. Mit seinem Diesel immer und überall präsent zu sein, auf diese Bequemlichkeit verzichten möchte er auf keinen Fall. Wenn es tatsächlich handfeste Argumente für den Diesel gäbe, dann ließen sich die führenden Autokonzerne nicht von einem Tesla wie Lausbuben vor sich her treiben. Aber die gibt es nicht und deshalb geben sie klein bei und planen nach und nach dessen Ausstieg. Aber einzelne wollen aufs verrecken weiterstinken.
    Ich hoffe die Menschen in den Städten geben nicht klein bei und entscheiden selbst ob luftverpestende und lärmende Fahrzeuge in ihrer Wohnumgebung was verloren haben

    • leser

      Zusagen
      Euro4 geht auf das baujahr 2002 zurück also ist duesrs fahrzeug jetzt schon 18 jahre alt
      Wieviel meinst du trifft es da abgesehen davon ist mit 20 jahren oltimereinstufung und dann greift das auch nicht mehr
      Eines am rande der volkskult kleonwagen fiat 500 verursacht ungefähr 50 mal mehr schadstoff aks ein zeitgemässes auto ab baujahr 2010
      Ihr habt keine ahnung von technik

  • meintag

    Herrn Unterholzner muss man seine Sichtweise verzeihen aber in seiner Generation wird halt so gedacht. Ist dem Alter und der Erziehung geschuldet.
    Wir haben Wetter und Temperaturaufzeichnungen des letzten Jahrhunderts und Weiter vorliegen. Hat man aber auch Messungen der Sonneneinstrahlung von dieser Zeit? Dabei meine ich nicht nur die Temperaturablesungen am Berg oder am Meer sondern nahest möglich an der Sonne. Wenn ja wieso wird darüber nicht berichtet um wieviel sich Diese selbst aufgewärmt hat.

  • ohnehirnlebtmanbesser

    Oh Greta. Sende dem Herrn Unterholzner eine Nachricht mit der Brieftaube. Hirni

  • ich1979

    Auch wenn Unterholzners Denkanstöße prinzipiell nicht von der Hand zu weisen sind, gehört solch oltvatrisches Gedankengut langsam auf den Müll

  • erich

    Leser
    Ich kann dir ebenfalls Studien schicken die das Gegenteil beweisen, deren Ergebnis ist leider oft wer sie in Auftrag gegeben hat.
    An Batterien für E-Autos wird seit ca. 10 Jahren intensiv geforscht, es stimmt, dass die Gewinnung der seltenen Erden noch teilweise bedenklich ist und trotzdem schlagen sie die Verbrenner mit fossilen Brennstoffen um längen wenn man deren Treibstoff Förderung und Raffinierung im Detail vergleicht.
    Es sind viele Batterien Entwicklungen im laufen die ohne seltene Erden auskommen. Der Diesel brauchte über 100 Jahre bis zum heutigen Stand. Das große Problem und gleichzeitig die Bremse ist, dass in Zukunft nicht mehr so viele, rund um das Auto verdienen werden wie bei den Verbrennern, auch weil die dafür nötige Energie beinahe von jedem und überall in verschiedensten Formen produziert werden kann.

    • leser

      Erich bring mir 1 unabhängige studie die den diesel als schkechter abschneiden lässt
      Ich wiederhole much noch einmal mehr
      In duesem thema sollten leute reden und mitentscheiden due suese materie kennen und verstehen und auf keinen fall lobbtsten politiker und nich weniger bürgermeuster

  • novo

    @leser
    Ich glaube du mit Brasilien was verwechselst, dort ist nämlich der Goldabbau das Problem! Der Kobaltabbau passiert in erster Linie im Kongo. Allerdings ist der Kobalteinsatz in modernen Akkus um 2/3 gesunken, und er wird noch weiter sinken, wenn nicht gar verschwinden.
    Andererseits Ist die Erdölproduktion auch nicht ohne. Man denke an Tankerunglücke, Lecks auf Bohrplattformen und Pipelines, vom Abbau des Ölsand (es gibt Luftaufnahmen auf Youtube) in Kanada und vom Fracking will ich erst gar nicht anfangen.

  • kurt

    Unterholzner hat vollkommen Recht und nicht diese dunkelgrünen Heulsusen !!!!!.

  • zusagen

    Ja, Verbrenner werden immer besser. Aber was bringen diese kleinen nicht mehr zu finanzierende Schritte wenn die Konkurrenz auf und davonrast. https://www.businessinsider.de/wirtschaft/mobility/tesla-elektroautos-bekommen-neue-chinesische-batterien-die-auf-kobalt-verzichten/

  • emma

    die neuen AAKS ab 6.3. in der bananenrepublik brauchen 1ne zusatzbatterie.

  • novo

    @leser
    Kobalt ist ein Schwer- und Litium ein Leichtmetall. Beide Elemente gehören nicht zu den Seltenen Erden. Zu den Selten Erden hingegen gehört Neodym, das aber für Elektromotoren verwendet wird.
    Seltene Erden sind außerdem überhaupt nicht so selten wie der Name vermuten lässt, sondern sie kommen nur ganz „verdünnt“ in der Erdkruste vor, weshalb der Abbau im Westen nicht gelohnt hat und dadurch aufgegeben wurde. So gelangte China zu einem Quasimonopol.

    • leser

      Novo
      Glaub mir ich weis relativ gut welches element was ist und wofür man es braucht
      Ich weiss aber auch welche interessensgruppe den abbau finanziert
      Schlimm ist wenn banken und versicherungsgesellschaften durch aufgelegte investitionspakete den raubbau mit bürgergeld finanzieren

  • george

    Ihr macht viel Lärm um nichts! Fortschritt hat es immer gegeben, so wie es Klimawandel immer gegeben hat. Die Frage ist nicht „dass“, sondern wie und unter welchen Bedingungen wir hier unserer Umwelt bzw. den Naturgesetzen unterliegen wollen oder diese beachten. Die Natur ist immer stärker als wir, wieso wollt ihr also gegen sie anrennen, anstatt mit ihr gemeinsam zu gehen. Der Mensch geht schneller zugrunde als jedes andere Lebewesen, weil er am wenigsten resistent ist und sich am langsamsten den Umweltbedingungen anpasst. Wer das auch noch selber herbeiführt und beschleunigt, muss wohl ein Dummkopf oder lebensmüde sein.

  • yannis

    Aber das Geilste ist immerhin, dass China einer der größten Umweltfrevler überhaupt, einen riesigen Sack Geld an den Europäischen Elektro-Auto Aktionismus unter Versklavung der Menschen in den Rohstofflieferländern macht.

  • pluto

    Das Umweltministerium von NRW hat ihren 90000Euro teuren Vorzeigetesla stillgelegt, weil durch die kurze Reichweite (auf der Autobahn unter 300km) u. lange Ladezeit eine vernünftige Reiseplanung nicht möglich war.

  • novo

    Man glaubt lieber an bequeme Lügen als an unbequeme Wahrheiten!

Kommentar abgeben

Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

2020 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | DATENSCHUTZ & AGB | Cookie Hinweis

Nach oben scrollen