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„Mehr Sommerjobs“

Martina Verdross und Kevin Gruber

Der Vorsitzende der ASGB-Jugend, Kevin Gruber, fordert eine verstärkte Anstellung von Praktikanten in den Sommermonaten im öffentlichen Dienst und in Gesellschaften mit öffentlicher Beteiligung.

Damit würden laut Gruber mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen: „Einerseits hätten die Jugendlichen Gelegenheit, Arbeitserfahrungen zu sammeln. Dies ist insofern wichtig, als dass in den meisten Stellenausschreibungen auch bei Berufseinsteigern bereits Arbeitserfahrungen vorausgesetzt werden. Andererseits könnte man vor allem in den Sommermonaten, in denen überproportional viel Urlaub genommen wird, dem Personalmangel im öffentlichen Dienst und in Gesellschaften mit öffentlicher Beteiligung begegnen.“

Für Gruber ist es nicht nachvollziehbar, dass in Sektoren, wie zum Beispiel im Sanitätsbetrieb – im Gegensatz zur Landesverwaltung – kaum mit Sommerpraktikanten gearbeitet wird. Den Klagen der Pflegekräfte, dass Verwaltungstätigkeiten zu viel ihrer Zeit, die sie eigentlich am Patienten benötigen würden, einnehmen, könnte man durch die Anstellung von Praktikanten zumindest temporär effizient begegnen. Dasselbe gelte für Senioren- und Pflegeheime, aber auch für Bezirksgemeinschaften oder Gemeinden.

„Ich bin überzeugt davon, dass auch der zukünftige programmierte Personalmangel im öffentlichen Sektor durch eine verstärkte Anstellung von Sommerpraktikanten eingedämmt werden könnte. Denn man kann oft beobachten, dass Schnuppermonate das Interesse am Betrieb wecken. Man sollte nichts unversucht lassen, einem sich anbahnenden Personalnotstand gegenzusteuern“, so Gruber.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (1)

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  • goji

    „Für Gruber ist es nicht nachvollziehbar, dass in Sektoren, wie zum Beispiel im Sanitätsbetrieb – im Gegensatz zur Landesverwaltung – kaum mit Sommerpraktikanten gearbeitet wird. Den Klagen der Pflegekräfte, dass Verwaltungstätigkeiten zu viel ihrer Zeit, die sie eigentlich am Patienten benötigen würden, einnehmen, könnte man durch die Anstellung von Praktikanten zumindest temporär effizient begegnen.“ Naja…. im Sanitätsbetrieb machen die Auszubildenden der Claudiana Praktikum. Sollen etwa Oberschüler den Pflegekräften „aushelfen“? Wer schon mal Praktikanten betreut hat weiß, dass man nicht nur seine Arbeit ordentlich machen, sondern nebenher noch die des Praktikanten beaufsichtigen muss. Das kostet viel Zeit und Kraft und ich kann verstehen, dass die eh schon gestressten Pflegekräfte dazu keine Lust haben. Praktikanten sind halt leider in den seltensten Fällen eine wirkliche Hilfe, außer man kann sie für kleinere Arbeiten anstellen, die keine permanente Beaufsichtigung benötigen und bei Fehlern ohne Folgen für Patienten oder Klienten bleiben.

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