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„Die Superbelasteten“

Als „Superbelastete“ könnten die SüdtirolerInnen die ständigen Bremsaktionen der EU gegen die Maßnahmen zur Reduzierung des Schwerverkehrs nicht hinnehmen.

„Zwei Schritte vor und drei zurück: Das ist der Eindruck, der vom Verkehrsgipfel Ende der letzten Woche geblieben ist“, so die Südtiroler Grünen.

Die Tiroler Landesregierung arbeiten seit Jahren mit mutigen Maßnahmen auf eine Reduzierung des Schwerverkehrs auf der Brennerachse hin – „und immer wieder kommen die Bremsaktionen aus Brüssel“. Eine traurige Ironie, die sich leider auch beim letzten Gipfeltreffen wiederholt habe– mit Schützenhilfe Italiens, so die Grünen am Montag einer Aussendung.

Als „Superbelastete“ könnten die SüdtirolerInnen das nicht schweigend hinnehmen.

Die Grünen schreiben:

„Die Brennerachse ist die meistbefahrene Alpenroute. Durch die fatale Kombination aus Billigsprit in Österreich und Billigmaut in Italien hat sie einen perversen Magneteffekt, erdrückend für die Menschen und für die Umwelt im Alpenraum.

Nachtfahrverbot, sektorales Fahrverbot, Blockabfertigung und Geschwindigkeitsbegrenzung, die Rezepte des Bundeslands Tirol, sind notwendige, konsequente Ansätze. Der Ruf nach Mautanhebung, Geschwindigkeitsbegrenzung und Stundenkontingente dringt, etwas schüchtern aber doch, auch aus Südtirol, wird aber angesichts der Äußerungen der italienischen Ministerin und der EU-Kommissarin zu den Tiroler Maßnahmen wohl ungehört verhallen. Dabei müssten sich die Verantwortlichen in den Ländern, aber auch die EU-Kommission, darüber im Klaren sein, dass die Frage des explodierenden Schwerverkehrs nicht nur eine wirtschaftliche Seite hat, sondern dass es hier in erster Linie um die Gesundheit der BewohnerInnen entlang der Autobahn geht.

Wir unterstreichen ein weiteres Mal, dass die Untertunnelung der Brennerachse wenn dann nur in einem Gesamtkonzept Sinn ergibt, das von den verkehrspolitischen Maßnahmen ausgeht. Und vielleicht erinnert sich auch jemand daran, dass der Dreierlandtag mehrmals die Umsetzung der Alpentransitbörse beschlossen hätte. Eigentlich.“

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (9)

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  • besserwisser

    Bitte dran bleiben bei diesem Thema!

  • yannis

    schlage mal ein paar Dinge vor, die die Verkehrsbelastung reduzieren würden,
    1.) die Südtiroler essen ihre Äpfel einfach mit Putz und Stingl selbst
    2.) die Produktionslinien des Südtiroler Specks nach Niedersachsen, NL, DK direkt neben den Schweinemastbetrieben verlagern, auch dort findet man passende Mitarbeiter
    3.) den Tourismus so zu regeln (Preisanpassung) das die Gäste sich nicht alle 4 Tage auswechseln, sondern 14 Tage bleiben.
    Dies wären nur 3 von sicher vielen, vielen weiteren Möglichkeiten.
    Am einfachtsten wäre wohl eine sozialistische Mangelwirtschaft nach dem Muster des ehemaligen Ostblocks zu diktieren.

    • felixvonwohlgemuth

      Es würde schon reichen, wenn Frachter nicht hunderte Kilometer Umwege in Kauf nehmen, nur weil der Brenner billiger ist, als durch die Schweiz zu fahren.

      Und, mal nebenbei, es hat nichts mit der Sehnsucht nach einer sozialistische Mangelwirtschaft zu tun, wenn man die Überzeugung vertritt, dass auch beim Transport über die Autobahn die Kostenwahrheit gewährleistet werden muss; die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger in diesem Land gibt es nicht zum Nulltarif!

  • leser

    Der bbt ist ein milliardenloch und ein wirkungsloser problemlöser sondern einzig und allein eine geldvermehrungsmaschine für einige wenige
    Sonst nichts
    Weder grün noch ein wirtschaftswunder

    • thefirestarter

      schon weil die Zulaufstrecken sei es auf Deutscher Seite wie auch auf Südtiroler – Italienischer Seite südl. von Waidbruck noch Chimäre sind und es auch wohl bleiben werden zumindest für die nächsten Jahrzehnte.
      Das Teilstück Waidbruck-Franzenfeste muss gemacht werden weil sonst der ganze BBT umsonst ist, denn es geht ja um die Einsparungen die der BBT der Eisenbahn bringt in Sachen Zeit und Einsatz von Loks und hier ist die Steigung zwischen Waidbruch und Franzensfeste ausschlaggebend.
      Da der Rest der Strecke nach Süden nicht so wichtig ist bzw. auch ohne Tunnel geht … sind die Unterländler wiedermal der Gschrepften.

      Aber Achtung die Geduld der Unterländer ist nicht unerschöpflich!

    • george

      Da muss ich dir zum Großteil rechtgeben.

  • elmex

    Auch heute schon, wäre es möglich mindestens 30% des Schwertransports auf die Schiene zu verlegen. Leider ist es zu teuer oder eben die Straße zu billig. Aber es sind nicht nur die LKW’s die das Eisacktal und den Süden belasten. Es sind auch die Autos mit Ziel in den Tourismushochburgen im Pustertal und im Burgrafenamt.

  • saustall_kritiker

    Die Wipptaler Bürgermeister in Nordtirol haben heute heftig protestiert gegen die dummen Äußerungen der italienischen Ministerin und die genauso dummen der Eu-Komissarin und erwägen eine Blockade der Autobahn. Großes Schweigen aus dem Südtiroler Wipptal und Eisacktal, wo dasselbe Problem ist. Nie wie in diesen Tagen hat man so deutlich gesehen, wie sehr unsere Politiker schlafen…einen ganz tiefen Winterschlaf. Haben sie einen Maulkorb verpasst bekommen von der Esse Vu Pi….. ?

  • guenter

    Liebe Südtiroler,
    einfach das reden aufhören, bei den nächsten Protesten, die sicher kommen werden,
    nach Nordtirol fahren und die Leute dort vor Ort unterstützen.
    Dies wäre auch für die Doppelpass Aspiranten ein Weg ihre Zugehörigkeit zu Tirol zu zeigen.
    Aber auser Gerede, es kommt nichts.

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