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Züge im Pustertal fahren wieder

Nach umfassenden Sicherungsarbeiten fahren ab 23. Dezember wieder Züge im Stundentakt auf der Linie der Pustertal Bahn von Franzenfeste bis Olang.

Nach mehrwöchiger Schließung aufgrund von Rutschungen und Steinschlägen nach den starken Niederschlägen Ende November kann ein Großteil der Linie der Pustertal Bahn wieder in Betrieb genommen werden. „Ab 23. Dezember fahren von Franzenfeste bis Olang im Stundentakt wieder Züge. Ab Jänner fährt die Bahn im Halbstundentakt zwischen Franzensfeste und Bruneck“, kündigte Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider am Donnerstag, nach den erfolgten umfassenden Instandsetzungsarbeiten an. Gemeinsam mit dem Präsidenten der Südtiroler Transportstrukturen AG Martin Ausserdorfer, dem Vertreter des italienischen Schienennetzbetreibers RFI Michelangelo Martini und der Direktorin des Landesamts für Personennahverkehr Karin Brenner berichtete Alfreider in Bozen über die aktuelle Situation.

Gemeinsamer Einsatz ermöglicht schnelle und sichere Öffnung

„Es war wichtig, die Bahnlinie so schnell wie möglich wieder zu öffnen, aber in Sicherheit“, unterstrich Alfreider. Der Landesrat dankte allen, die sich in den vergangenen Wochen für die Wiederinbetriebnahme und den Ersatzdienst mit Bussen gearbeitet haben, von den Gemeindevertretern, Planern, Technikern, Geologen, Unternehmen und natürlich den Vertretern von RFI, aber auch den Grundbesitzern. „Durch gemeinsame Arbeit ist es jetzt gelungen, die Bahnlinie wieder funktionstüchtig zu machen – dazu waren viele Eingriffe wie etwa der Bau eines 170 Meter langen und über fünf Meter hohen Schutzwalls in Vintl oder eine Hangsicherung mittels neuester Technologie in Olang nötig“, erinnerte Alfreider.

Große Eingriffe und weitere Arbeiten

„Solche Schäden hat es seit 140 Jahren nicht mehr gegeben und wir können von außergewöhnlichen Ereignissen sprechen, wenn wir an den Steinschlag in Vintl, die Mure bei Mühlbach und die Rutschungen beim Klosterwald, in Percha und in Olang sprechen“, sagte STA-Präsident Ausserdorfer. Die Bahn fahre zuerst nur im Stundentakt, da der Unterbau an einigen Stellen erneuert worden ist und diese Stellen aus Sicherheitsgründen nicht stärker beansprucht werden könnten, so Ausserdorfer. Bei Olang werde eine neue Brücke gebaut, die RFI bereits beauftragt habe, sagte der STA-Präsident. „Die Strecke Innichen – Olang geht aus Sicherheitsgründen bestimmt nicht vor Februar auf“, erklärte Ausserdorfer. Die Österreichischen Bundesbahnen ÖBB haben indessen mitgeteilt, dass der Zugverkehr zwischen Innichen und Lienz mit 1. Februar wieder aufgenommen wird.

RFI-Vertreter Martini verwies auf die aufwändigen Arbeiten unter der Regie von RFI, die in den vergangenen Wochen im Eiltempo abgewickelt worden seien. „Wir waren auf sieben Baustellen zeitgleich und mit verschiedenen Teams im Einsatz“, berichtete Martini.

Weiter Busdienste – Alle Fahrpläne für Zug und Bus online

Vor der Inbetriebnahme der Strecke seien noch Testfahrten und Kontrollen notwendig, berichtete Amtsdirektorin Brenner. „Bis einschließlich 23. Dezember bleibt der Busdienst wie bisher aufrecht. Ab 24. Dezember startet der neue Schienenersatzdienst im Halbstundentakt, allerdings aber nur mehr im Abschnitt Bruneck Bahnhof und Innichen Ausserkirchl“, sagte Brenner. „Alle Fahrpläne werden zur Minute ausgearbeitet und sind dann im Internet einsehbar“, unterstrich Brenner.

Alle Details zu den Fahrplänen für Bus und Bahn werden in den nächsten Tagen mitgeteilt und sind dann im Web unter www.suedtirolmobil.info abrufbar.

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