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„Nicht dünnhäutig sein“

Der STF-Abgeordnete Sven Knoll hält an seinem Esel-Vergleich fest und sieht einer Klage der SVP gelassen entgegen.

TAGESZEITUNG Online: Herr Knoll, ist der Landeshautmann ein Esel?

Sven Knoll: Das habe ich nie behauptet. Wir haben gesagt, dass seine Politik eine Eselei ist. Und Eselei bedeutet, dass seine Politik unüberlegt, unvernünftig ist, weil die Bürger gepflanzt werden.

Was meinen Sie damit konkret?

Nehmen Sie das Flughafen-Referendum: Der LH verkauft die Leute für blöd, indem er sagt, sie hätten nicht verstanden, über was sie abgestimmt haben, sie hätten gar nicht Nein zum Flughafen gesagt. Oder denken Sie an die ständigen Rückzieher in Rom, und hier vor allen Dingen an die Tatsache, dass er aus den Südtirolern wieder Altoatesini gemacht hat. Da kann man schon von einem Alto Asino sprechen, denn diese Politik ist eine Eselei. Hinzu kommt, dass wir den Spruch Alto Asino in Anlehnung an das amerikanische „Lame Duck“ konzipiert haben.

Die SVP droht jetzt mit einer Klage. Besorgt?

Meine Güte, das sehe ich ganz gelassen! In der Politik sollte man nicht so dünnhäutig sein, erste recht nicht dann, wenn die Kritik gerechtfertigt ist. Ich kritisiert manchmal hart, aber ich kann meine Kritik immer begründen. Mein Rat an den LH ist: Er soll das Positive aus der Kritik herausnehmen und sich überlegen, was er besser machen kann. Mir persönlich ist ehrliche gemeinte Kritik lieber als falsches Lob.

Grüßt er Sie noch?

Wir haben uns ja im Landtag gesehen, es ist nicht so, dass wir uns jetzt alle spinnefeind wären So etwas gehört einfach zum politischen Geschäft dazu, dass man scharf debattiert, sich aber menschlich respektiert und in die Augen schauen kann.

Die STF polarisiert seit jeher. Es fällt aber auf, dass Ihre Aktionen früher lustiger, ironischer waren. Spätestens seit dem Leichen-Plakat fragen sich viele, ob die STF nicht zu weit geht.

Der SVP-Sekretär Premstaller hat uns mit einem netten Seitenhieb bedacht, indem er gesagt hat, unter der Eva hätte es so etwas nicht gegeben. Wenn Sie in Ihrem Zeitungsarchiv nachsehen, werden Sie bemerken, dass Eva Klotz nach der ersten Sitzung der Regierung Kompatscher in Richtung SVP-Abgeordnete gesagt hat, sie bewegten sich wie die Schafe, sie gingen alle in die gleiche Richtung. Wir kritisieren also pointiert und fallen wahrscheinlich deswegen auf, weil die anderen Abgeordneten überhaupt nicht mehr auffallen.

Provoziert die STF deswegen so massiv, weil die SVP angekündigt hat, die STF isolieren zu wollen?

Das hat die SVP in der Vergangenheit auch schon gemacht. Aber man löst die Probleme der Menschen nicht, indem man sie verschweigt oder nicht mehr behandelt. Wir tun nichts anderes, als die Themen, die den Leuten unter den Nägeln brennen, in den Landtag zu bringen. Wennschon müsste man die SVP fragen, warum sie den Begriff Alto Adige wieder einführt, nur weil es einen medialen Aufschrei gegeben hat und der LH nicht den Mut hatte, der italienischen Öffentlichkeit zu erklären, was es mit dem Begriff Alto Adige auf sich hat. Er ist beim ersten Lüftchen umgefallen, dabei hätte es eine klare Position gebraucht.

Interview: Artur Oberhofer

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (29)

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  • andreas

    Alto Adige hat doch nur deshalb eine Relevanz, weil Nichtsnutze wie Knoll dem Wort eine Relevanz geben.
    Dem größten Teil der Südtiroler ist es doch egal und ich würde es auch dann noch sagen, wenn Südtirol umbenannt werden würde.

    Die Gegner des Flughafens haben definitiv nicht verstanden, was sie abgestimmt haben bzw. was ein Nein zur Folge hatte.
    Sieht man auch bei den Argumenten der Grünen und TK.
    Vorher wurde mit der Umweltbelastung, den Kosten und der Sinn- und Wertlosigkeit des Flughafens argumentiert, nun soll er 40 Millionen wert sein, was bei einem Unternehmen, welches trotz Subventionierung noch nie einen Gewinn ausgewiesen hat und es wohl auch nie tun wird, da Gostner und Co. ihn eher als Hobby sehen, etwas weit hergeholt ist.

    Großspuriges, breitbeiniges Auftreten mit dämlichen Sprüchen, mag ein Markenzeichen der rechten Kameraden sein, der padanische Nutellaverweigerer kann ja nichts anderes, nur erreicht man damit in Rom nicht wirklich etwas.

    Der österreichaffine Knoll kann doch im Operettenstaat bleiben, wenn dort alles so viel besser ist und es sein Vaterland ist. Wir hätten einen unnützen und teuren Politiker weniger und Österreich hätte einen Knoll mehr.
    Was genau sie damit anfangen, ist dann ihr Problem, nicht mehr unseres.

    • kurt

      @andreas
      Was ist den mit dir passiert ,hast du einen Rüffel aus der Brennerstrasse kassiert ?????.
      Ja das alle anderen, außer dir und der LH, vom Flughafendeal nichts verstanden haben ist wohl klar denn zählen tut nur eure Argumentation .
      Das Nachhaltigkeit jetzt auch dein Schlagwort geworden ist ist wohl klar ,denn beim Nachplappern bist du Weltmeister.
      Wenn du einmal bleiben würdest wo der Pfeffer wächst wäre auch vielen geholfen !!.

    • ohnehirnlebtmanbesser

      Oh Andreas. Dieser Beitrag ….ein Knaller

    • george

      ‚andreas‘, du musst nicht den Gegenern vorwerfen, dass sie definitiv nicht verstanden haben, was sie abgestimmt haben, denn du und deinesgleichen haben ihnen nicht „reinen Wein“ eingeschenkt und sie immer belogen oder ihr habt „definitiv nicht verstanden“ oder nicht verstehen wollen, was die Mehrheit der Südtiroler Bevölkerung will. Und jetzt wollt ihr euch auch noch dauernd durch solche hinterlistige Argumente herausreden? Beschämender geht es wohl nicht mehr. Bekennt euch endlich dazu, dass ihr die einfache Bevölkerung in bzgl. Bozner Flughafen hintergangen seid und es weiterhin tut.

    • josef.t

      Um aufzufallen und nicht umzufallen (Pöder), muss der Herr ab und
      zu, was von sich hören lassen, meist sprühen seine Aussagen von
      Unwissen (Meraner Krankenhaus) und Fanatismus (Bildkleberei) !
      Flughafen Frankfurt; über 60 Millionen Fluggäste im Jahr ?
      Wer wirklich verstanden hat, ist erst gar nicht zur Wahl gegangen .
      Rom; Diplomatie ist gefragt, was „Einige“ Politiker nicht verstehen ?
      Bürger werden veräppelt, Grünzeug wird angepflanzt ?
      „Da kann man schon von einem Alto Asino sprechen“.; also doch
      eine Beleidigung, „Hoher Esel“ soviel italienisch kann jedes Kind ?
      „Leuten unter den Nägeln brennen“; am Stammtisch nach der zweiten
      Maß dem dritten Klaren, oder dem fünften Glas Roten, oder Weißen ?

  • mannik

    Alto Asino bezog sich ganz klar auf Kompatscher, schon grammatikalisch. Da kann Knoll jetzt noch so versuchen sich herauszureden. Er beweist einmal mehr, dass er ein Schaumschläger ist und offensichtlich ein feiger noch dazu. Er setzt genau auf jene Masche, die er bei seinen Erzfeinden, den italienischen Rechten, so kritisiert und beweist damit auch, was jedem kritisch Denkenden schon lange aufgefallen ist: er glaubt tatsächlich Rechte zu haben, die er anderen abspricht. Quod licet Iovi non licet bovi in etwa.
    Der Verweis auf den Flughafen ist ein kolossales Eigentor, denn Knoll hat auch nicht verstanden über was abgestimmt wurde. Und so etwas spielt sich als „Vertreter der Interessen des Volkes“ auf.
    Der Hinweis auf den Schaf-Vergleich von Eva Klotz ist auch nur ein billiger Versuch sich ins Aus zu retten, denn er hat, anders als das Leichen-Plakat und der Esel-Vergleich, nichts Anrüchiges an sich. Wobei auch hier Knoll wohl wieder bei anderen kritisiert, was in seiner Partei seit jeher praktiziert wird: alle gehen in die gleiche Richtung.
    Summa summarum: ein für den Landtag unbrauchbares Individuum.

    • kurt

      @mannik
      Vorausgeschickt dass ich kein Knoll Anhänger bin aber beim Flughafen hat er vollkommen Recht schon einmal der Tatsache geschuldet dass es so ruhig um das Thema geworden ist und das ist ein Zeichen dass es viel zu vertuschen gibt.
      Es können eben nicht alle so gescheit wie mannik oder andreas sein !!!!!.
      Zum Thema Unbrauchbarkeit gäbe es schon noch einige andere zb. einige feine Damen in der SVP die sich einbilden alles von oben herab entscheiden zu können und im Arbeitnehmer Flügel wäre längst schon Zeit aufzuräumen !!!!!!!.

      • mannik

        Kurt, nein in Bezug auf den Flughafen hat er eben nicht recht. Die Fragestellung war von vorne herein klar, wenigstens für Leute mit genügend Grips, die den Gegnern und ihren Parolen nicht auf den Leim gegangen sind.
        Kann man heute noch nachlesen.
        Um den Flughafen ist es nicht still geworden, es läuft ja ein Verfahren. Ich bin gespannt wie sich Knoll und seine Gesinnungsgenossen herausreden werden, sollte das Verfahren ergeben, dass alles mit rechten Dingen zugegangen ist.
        Dass es noch andere unbrauchbare Politiker gibt bestreite ich gar nicht, nur ist Knoll ganz vorne mit dabei. Er verkörpert die Unbrauchbarkeit wie kaum ein anderer: leeres Geschwafel, Themenlosigkeit, Arroganz, Mitnahmementalität, Ausnutzung der Institutionen und überschaubare Intelligenz.

        • kurt

          @mannik
          Der Fluch des Flugplatzes verfolgt euch immer noch und immer noch glaubt ihr den Rest der Südtiroler Bevölkerung für blöd zu verkaufen und mit rechten Dingen ist die Sache nur für gewisse Leute zugegangen ,aber ich bin zuversichtlich das die Sache früher oder später auffliegt vorlauter Geheimniskrämerei !!!!!.

          • mannik

            Kurt, wer ist „euch“? Ich fühle mich vom Flughafen in keiner Weise verfolgt. Tatsache ist, dass die geschichte seinerzeit falsch verkauft, d.h. an die falsche Hoffnung „instellung des Flugbetriebs“ gekoppelt wurde. Aus den damals veröffentlichten wirklich transparenten Informationsblättern (Sie sollten sie lesen), ging klar hervor um was es geht und welche die Folgen von JA und NEIN sind.
            Jeder, der es vorgezogen hat sich nicht zu informieren ist selber schuld. Weshalb glauben Sie möchten jetzt viele zurück zum Ausgangszustand, wo das Land bestimmen konnte, in welcher Form der Flughafen geführt werden soll?

        • drago

          Kompatscher hat in seinem seinerzeitigen Wahlkampf ein Referendum über den Flughafen und nicht über die Finanzierung des Flughafens versprochen sowie sich an das Ergebnis zu halten. Die Fragestellung mit der Finanzierung kam erst viel später auf. Deshalb hat der liebe LH den Goldenen Lugenbeitl (zu Recht) erhalten.

          • yannis

            Genauso war und ist es !

          • mannik

            Nö, stimmt überhaupt nicht. Über den Flughafen selbst – also üebr die Einstellung des Flugbetriebs von dem die damaligen und heutigen Gegner imer schwadroniert haben – hätte die Bevölkerung gar nicht abstimmen können, weil er Angelegenheit der ENAC ist.
            Das einzige was Kompatscher immer gesagt hat war, dass er das Ergebnis akzeptieren werde, auch wenn es nur ein beratendes Referendum ist.
            Ich unterstreiche, dass ich kein Flughafen-Freund bin, aber was wahr ist muss wahr bleiben.
            Die Verantwortung müssen jene übernehmen, die die Geschichte falsch verkauft haben. Darunter auch der gute Knoll.

    • george

      ‚mannik‘, was ich bzgl. Flughafen dem ‚andreas‘ geantwortet habe, gilt auch für dich. Hier geht es nicht darum das mehr oder weniger ‚verstehen‘ hervor zu streichen, sondern die Hinterhältigkeit, mit der man auch jetzt noch die Bevölkerung bzgl. Flughafen an der Nase herum führt.

      • mannik

        Du liegst völlig falsch George. Aber total, das sagt dir einer, der kein Freund des Flughafens ist. Es geht mir nur darum, dass die Kirche im Dorf bleibt und nicht dauernd Blödsinn verzapft wird. Falschmeldungen gibt es sonst schon genug.

  • goggile

    andreasTOLM del alto asino

  • ringo0511

    Ich denke Herrn Knoll liegt es immer noch auf dem Magen, da Alexander Van der Bellen die Doppelstaatsbürgerschaft nur mit Zustimmung von Rom und Bozen herausgibt.

  • besserwisser

    wer ist herr knoll? was kann er und was hat er geleistet?

    • goggile

      knoll ist ehemals juengster landtagsabgeordneter.. nun abgeloest von der kopfhoererfrau… knoll ist arbeitsam ehrlich und direkt und seit vielen legislaturen gewaehlt. sogar bevor LB den landtag ueberhaupt kannte!

      • ganzwasneues

        Das ist keine Leistung!
        Hat er schon mal mit ehrlicher Arbeit sein Geld verdient?

      • mannik

        Dass er jüngster LA war, ist nicht sein Verdienst und eigentlich überhaupt kein Verdienst.
        Arbeitsam mag er zwar sein, aber für sich selbst. Ehrlich ist ein Attribut, das nicht wirklich zu ihm passt, wenn man seine Parolen abwägt. Direkt ist er ja, nur bedeutet direkt bei ihm beleidigend und anmaßend, weil er ein Kondensat von Arroganz ist. Arroganz und mangelnde Intelligenz gehen meistens Hand in Hand.
        Er ist der klassische Politiker von dem man nicht einmal merken würde, dass er nicht mehr da ist. Pöder 2 praktisch.

        • kurt

          @mannik
          Na dann schönen Gruß vom Herrn Renzler!!!!!.

          • mannik

            Wieder so eine blöde Meldung. Was geht mich Renzler an. Der kann meinetwegen auch zuhause bleiben. Hier geht es um Knoll um keinen Wettbewerb, wer schlechter ist. Da hätte Knoll sowieso die Nase ganz weit vorne.
            Fällt Ihnen eigentlich nicht auf, dass er die Leute seit Jahren an der Nase herumführt und jedes Monat ohne irgendetwas zu leisten ein paar Tausend Euro einsackt?

    • kurt

      @besserwisser
      Das gleiche gilt für Herrn Kompatscher !!!!!!.

    • meintag

      Her Knoll ist Zahntechniker genauso wie der Ex Bundeskanzler der Republik Österreich. Dieser hat Gestern kundgetan dass Er Jetzt Unternehmer ist. Hoffentlich übernimmt Er Sven Knoll dass Südtirol von solchen arroganten Leuten mit rechter Gesinnung verschont bleibt.

  • ohnehirnlebtmanbesser

    Oh Herr Sven. Opposition immer unter der Gùrtellinie. Nur so schaffen es Sie in die Schlagzeilen. Ihr Ohnehirn.

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