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„Wir unterschreiben nicht“

Die Fachgewerkschaft Öffentlicher Dienst im AGB/CGIL wird den ersten Teilvertrag für die öffentlichen Bediensteten nicht unterschreiben. 

Das Ergebnis der Abstimmungen in den Gewerkschaftsversammlungen ist eindeutig: die Mehrheit (85%), die daran teilgenommen hat, hat sich gegen die definitive Unterschrift der Fachgewerkschaft Öffentlicher Dienst im AGB/CGIL ausgesprochen.

Die Fachgewerkschaft hat in zehn Gewerkschaftsversammlungen von Montag 09. bis Donnerstag 12. Dezember allen öffentlich Bediensteten im Land die Möglichkeit geboten, sich zum Teilvertrag zu äußern und sich in einer Abstimmung „für“ oder „gegen“ die definitive Unterzeichnung des AGB/CGIL auszusprechen.

„Für uns als Fachgewerkschaft des öffentlichen Dienstes im AGB/CGIL ist es eine Verpflichtung und eine grundlegende Aufgabe im Falle solch wichtiger Entscheidungen die betroffenen Bediensteten mit einzubeziehen“, so die Generalsekretärin des öffentlichen Dienstes, Angelika Hofer.

Für die Generalsekretärin, welche die Fachgewerkschaft der öffentlich Bediensteten am Verhandlungstisch vertrat, ist sie in den Versammlungen dieser Pflicht auch nachgekommen. „Der Teilvertrag ist sicher ein erster Schritt, er enthält aber einige kritische Punkte, die wir am Verhandlungstisch des Öfteren angesprochen haben und die auch in den Versammlungen als kritisch gewertet worden sind“, fügt Hofer hinzu.

Kritische Punkte sind laut Hofer: die Inflationsanpassungen erhöhen nur die Sonderergänzungszulage und nicht das Grundgehalt; die IPCA Anpassung für 2021 ist ohne vorherige Diskussion an einen weiteren Teilvertrag gekoppelt worden, wodurch diese nicht für den 01.01.2021 garantiert ist; die Unterschiede zwischen den einzelnen Funktionsebenen bleiben bestehen; der Teilvertrag enthält zwar die Erhöhung des Leistungsfonds für das Jahr 2019, nicht aber die Verteilung dieses Geldes auf die einzelnen Bediensteten, dazu gibt es nur mündliche Zusagen.

„Die Bediensteten hatten die Möglichkeit die eigene Meinung zum Ergebnis des Teilvertrages zu äußern. Die Nachricht der großzügigen Inflationsanpassung für politische Vertreter hat die Diskussion in den Gewerkschaftsversammlungen angeheizt und den Frust der Bediensteten deutlich gemacht“, so die Generalsekretärin abschließend.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (8)

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  • thefirestarter

    Nur zu Verständlich angesichts dessen was im Landtag und Regionalrat so abläuft.

    • tiroler

      Amol apoor entlossn. Donn hern di gewerksxhoftn auf zu meckern.
      Des isch di höhe wos de gewerkschoftn aufiern

      • kurt

        @tiroler
        Recht haben sie bei der Gewerkschaft ,denn das haben sich Geld geilen SVP Politiker fein selber eingebrockt .
        Für wie blöd glauben sie denn das sie die Südtiroler Bürger verkaufen können .
        Ich hoffe nur dass endlich ein paar Wahlschafe mehr auf wachen würden, das würde auch zu der vom LH hochgelobten Nachhaltigkeit beitragen !!!!.

  • ganzwasneues

    Wen wundert’s.
    Im Regionalrat wurde mal wieder ganze Arbeit geleistet! Gratulation!

  • schlaumeier

    Unabhängig von der Diskussion über den Haushalt von Herrn Locher wundere ich mich schon dass immer wieder Leute meinen zu Wissen wieviel ein Bauer Gewinn macht?! Außerdem geht es nicht nur um die direkten Arbeitsplätze des Bauern (Erntehelfer). Zusätzlich zu den vielen Genossenschaften welche ebenfalls Arbeitsplätze schaffen, auch um die ganzen indirekten Wirtschaftzweige die dadurch ebenfalls zu Wohl einiger Familien beitragen (u.a. Maschinenhersteller, landwirtschaftliche Geschäfte). Für das Einkommen unserer Bevölkerung sind alle Wirtschaftszweige wie Tourismus, Handwerk, Industrie oder eben auch Landwirrschaft wichtig.

    • meintag

      Dann klär uns mal auf bezüglich Südtiroler Maschinenhersteller?
      Auch die landwirtschaftlichen Geschäfte, auf welcher Steuerbasis arbeiten Diese?
      In der Regel sollte es doch so sein dass Herr und Frau Landwirt/in selbst in den Genossenschaften die Ware verpacken sollten welche Sie verkaufen „lassen“.
      Mit allen drei Fragen sollte der Steuerzahler Aufklärung bekommen. Ach ja wieviel Prozente bezahlt das Land für die Rente der Landwirte?

    • kurt

      @schlaumeier
      Hast wohl vergessen die Bauern -Brille abzulegen !!!!!.

  • moto

    Wenns nicht passt ,lassen wie es ist. Aber Achtung Landesregierung, eure Untertanen könnten euch erpressen wie die Sinicher, also aufpassen, es droht noch mehr Arbeitsverweigerung und Privilegienverweigerung

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