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Das Alto Adige in der „Bild“

Mit Fassungslosigkeit reagiert Matthias Hofer von der Süd-Tiroler Freiheit auf einen Bericht der aktuellsten Ausgabe der auflagenstarken „Bild am Sonntag“.

Grund dafür ist der Artikel der Rubrik „Augen-Urlaub“. Diesmal wurde dort ein Foto der Kirche von St. Magdalena in Villnöss mitsamt den imposanten Bergen im Hintergrund abgebildet. „So weit, so heimatlich. Das ist Südtirol − super“, so Matthias Hofer von der STF.

Doch schon bei der Überschrift ändert sich das schnell: „Hier ist uns Italien am nächsten!“

Im Bericht heißt es weiter: „1972 bekam das Alto Adige, wie die Region auf Italienisch heißt, mit einem Autonomiestatut Selbstverwaltungsrechte zugesprochen.“

„Ich traute meinen Augen nicht, dass sich die faschistische Bezeichnung für Südtirol, Alto Adige, in einer deutschen Zeitung zu lesen bekomme.“

Noch schlimmer sei die Beschreibung des Fotos: „Blick auf die Kirche in St. Magdalena in Val di Funes (Italien). Im Hintergrund sind die Dolomiten zu sehen.“

Kein Wort von Villnöss, nur die rein erfundenen faschistischen Bezeichnungen, ärgert sich Hofer.

Dieses aktuelle Beispiel zeige, wie wichtig endlich eine Lösung der Ortsnamenfrage sei. Der „Bild am Sonntag“ sei kein Vorwurf zu machen. „Es ist traurige Realität, dass offiziell nur die faschistischen, sogenannten italienischen Bezeichnungen amtlich sind, die deutschen und ladinischen hingegen nur geduldet“, erklärt Hofer.

Auch ein Brief an die „Bild am Sonntag“, mit der genauen Erklärung, ist bereits unterwegs.

Matthias Hofer fordert einmal mehr die sofortige Abschaffung aller faschistischen Namen.

Im Gegenzug sollen endlich die historischen deutschen, ladinischen und italienischen Namen offiziell und amtlich werden. Im 3. Jahrtausend müsste das eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, doch in Italien laufen die Uhren leider immer noch anders, schließt Hofer seine Presseaussendung.

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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