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Straches Abschied

HC Strache mit Andreas Leiter Reber bei einem Besuch in Bozen

Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache hat zwei Tage nach dem Wahldebakel der FPÖ seine politische Karriere beendet.

Heinz-Christian Strache hat am Dienstag seine politische Karriere beendet. Zudem lässt er seine Mitgliedschaft bei der FPÖ ruhen.

Er strebe unter anderem zum Schutz seiner Familie keine politischen Funktionen mehr an, sagte der 50-Jährige bei einer Pressekonferenz in Wien.

Strache erklärte, er wolle jeden weiteren Schaden von der FPÖ abwenden und „eine Zerreißprobe und Spaltung“ der Partei verhindern. Es sei wichtig, dass die FPÖ ein bedeutender Faktor in der österreichischen Politik bleibe.

Mit seinem (nicht ganz unerwarteten) Schritt reagierte der ehemalige Vizekanzler auf Vorwürfe, laut denen er eine große Mitschuld am desaströsen Wahlergebnis der Rechtspopulisten trage.

Zuerst das Ibiza-Video mit ihm in der Hauptrolle, das im Mai zum Bruch der ÖVP-FPÖ-Koalition führte, dann – eine Woche vor den Nationalratswahlen – die Enthüllungen über eine möglicherweise falsche Abrechnung der Spesen durch Strache.

Politische Beobachter in Österreicher streiten darüber, welcher Skandal der FPÖ mehr Stimmen gekostet hat: Der Ibiza-Skandal oder die Spesenaffäre.

 

Offiziell bestätigt wurden von der Partei bisher ein Mietzuschuss in Höhe von 2.500 Euro monatlich für die Villa der Straches sowie die Zahlung von 10.000 Euro pro Monat zur freien Verfügung. Außerdem habe Philippa Strache eine hohe vierstellige Summe für ein ehrenamtliches Mandat als Tierschutzbeauftragte bekommen, berichteten Medien.

 

Strache bestreitet die Vorwürfe gegen ihn bisher vehement.

Mit der Ankündigung seines politischen Rückzugs kam HC Strache wohl einem Ausschluss zuvor.

Die FPÖ-Spitze wollte am Montag darüber beraten, ob Strache nach den Skandalen der vergangenen Monate aus der Partei ausgeschlossen wird.

Die FPÖ war am Sonntag auf 16,2 Prozent der Stimmen abgestürzt – ein Minus von fast zehn Prozentpunkten im Vergleich zur Wahl 2017.

Ob Straches Frau Philippa den Sprung ins Parlament geschafft hat, steht noch nicht fest.

Die 32-Jährige hatte auf Platz drei der Wiener FPÖ-Landesliste kandidiert. Beobachter glauben, dass sie im Falle einer Wahl das Mandat nicht annehmen würde.

 

 

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