Du befindest dich hier: Home » Sport » Geplatzter Traum

Geplatzter Traum

Foto: Bordoni

Der FC Südtirol hat am Sonntag das Italienpokal-Spiel gegen den Serie A-Verein Udinese mit 3:1 verloren.

Der auch in diesem Jahr starke Lauf des FC Südtirol in der Coppa Italia endet in der Saison 2019/2020 in der dritten Runde. Nachdem man im heimischen Drusus-Stadion Fasano und in Chiavari das Serie-B-Team von Virtus Entella besiegen konnte, unterliegt die Mannschaft von Mister Stefano Vecchi dem Erstligisten Udinese in der Dacia-Arena mit 1:3.

Gegen die Bianconeri von Trainer Tudor ging der FCS zwar als Verlierer vom Platz, verkaufte sich jedoch äußerst teuer und verabschiedete sich hoch erhobenen Hauptes aus dem Bewerb. Tait und Co. haben demonstriert, für die bevorstehende Serie-C-Meisterschaft bereit zu sein, die für die Weiß-Roten am kommenden Sonntag in Pesaro gegen das lokale Team Vis Pesaro starten wird.

Die Mannen von Mister Vecchi zeigten gegen den Serie-A-Ligisten eine bärenstarke Leistung, erspielten sich einige Torchancen und hatten Udinese vor allem in der ersten Hälfte im Griff.

Nach Wiederanpfiff brachte Lasagna die Hausherren rasch in Führung, doch Morosini konnte für die Seinen ausgleichen. Der Doppelpack von Mandragora sollte sich aber als zu viel für den FC Südtirol herausstellen, der trotz des erneuten Rückstandes aber trotzdem nicht aufsteckte und einige Male knapp am erneuten Ausgleich vorbeischrammte.

DAS MATCH.

Die erste Chance der Partie kam bereits in der 2. Minute und gehörte dem FCS: Mazzocchi spielteTait an der Strafraumgrenze an, dieser kontrollierte das Leder und zog ab seinen giftigen, flachen Abschluss konnte Musso hechtend zur Ecke abwehren.

Nach drei Eckbällen in Serie für die Mannen von Mister Vecchi kam in der 9. Minute der erste Angriff der Gastgeber: De Paul schickte Pussetto in die Tiefe, der das Spielgerät annahm und das Eck zur Rechten von Cucchietti anvisierte. Den Flachschuss konnte der FCS-Keeper aber zur Ecke abwehren.

Sechs Minuten später spielte De Paul mit einem Eckball von rechts Jajalo außerhalb des Strafraums an, der aus mittlerer Distanz sein Glück versuchte. Cucchietti war aber erneut auf der Hut und lenkte das Leder ins Toraus (15.).

Dann aber wieder die Weiß-Roten: Kapitän Tait mit einer präzisen Hereingabe von rechts, die im Strafraum Fabbri fand dieser kontrollierte den Ball, drehte sich gekonnt und zwang Musso zur Glanztat (23.).

Der Erstligist wurde in der 28. Spielminute brandgefährlich: Pussetto legte an der Strafraumgrenze für Mandragora ab, der direkt draufhielt sein Schussversuch flog haarscharf am linken Pfosten vorbei ins Aus.

Der FC Südtirol trat in der ersten halben Stunde in der Dacia-Arena von Udine geordnet und mit Persönlichkeit auf, die Weiß-Roten hatten außerdem viel Ballbesitz. Udinese fiel mit dem ein oder anderen Vorstoß auf, die Abschlüsse waren meist Folge der Fantasie von Einzelspielern. So etwa in der 34. Minute, als De Paul aus 20 Metern abzog, jedoch seinen Versuch in den Nachthimmel schickte – und sich anschließend mit sich selbst ärgerte.

Pussetto befreite sich in der 38. Minute in der Nähe des linken Strafraumecks und setzte mit rechts zu einem Drehschuss Richtung langes Eck an daneben.

Dann war Halbzeit: Ohne Nachspielzeit ging es pünktlich mit dem 0:0 in die Kabinen. Die Mannschaft von Mister Stefano Vecchi stand in diesen ersten 45 Minuten sehr gut auf dem Feld, erspielte sich Chancen und unterband mit einer kompakten Ordnung die Offensivbemühungen des Erstligisten. Es war eine starke erste Halbzeit auf Augenhöhe mit dem Serie-A-Klub aus Udine.

Beide Teams gingen zunächst unverändert in die zweite Hälfte und erneut waren die Weiß-Roten zu Beginn hellwach: Flanke von Tait von der rechten Seite, die in der Mitte des Strafraums Turchetta fand dessen Kopfball fiel aber zu zentral aus und landete in den Armen von Musso (48.).

Doch direkt im Gegenzug ging Udinese in Führung: Der inspirierte De Paul wurde in die Tiefe geschickt und bediente im Strafraum millimetergenau Kapitän Lasagna, der zum 1:0 einschoss. Keine Chance für Cucchietti im Tor der Weiß-Roten.

Fofana hatte in Spielminute 56 eine gute Möglichkeit zum 0:2 auf dem Fuß, legte das Leder aber am Tor vorbei.

Nach exakt einer Stunde Spielzeit kam der FCS zur Riesenchance zum Ausgleich: Morosini traf mit seinem Versuch den Pfosten, Mazzocchi verpasste im Anschluss den Abstauber.

Eine Minute später tätigte Mister Vecchi seinen ersten Wechsel: Für Daniele Casiraghi kam Mirco Petrella (61.).

Und siehe da: Die Weiß-Roten blieben dran und glichen in der 65. Minute aus Tommaso Morosini kontrollierte in der gegnerischen Hälfte einen Ball, der ihm im Anschluss an einen Einwurf zwischen die Füße fiel, und brachte einen giftigen nicht unbedingt strammen, aber dafür äußerstpräzisen Flachschuss auf den Kasten von Udinese, der Musso überwand und seinen Weg in die Maschen fand. 1:1, alles auf Anfang.

Udinese antwortete jedoch postwendend und ging in der 70. Minute erneut in Führung: Rolando Mandragora ließ mit einem Abschluss von innerhalb des Strafraums Cucchietti keine Chance und traf zum 1:2.

In der Schlussphase schmiss Mister Vecchi alles nach vorne, nahm in Mario Ierardi einen Verteidiger runter und brachte mit Niccolò Romero einen kopfballstarken Stürmer (83.). Die Weiß-Roten agierten nun in einem 3-4-3-System.

Diese Umstellung schien sofort ihre Wirkung zu zeigen, denn nur eine Zeigerumdrehung später kam der FC Südtirol zu einer Doppelchance: Zuerst wurde ein potenter Abschluss von Rover von der Strafraummitte von Ekong geblockt, im Anschluss zog Berardocco direkt ab und verfehlte das Ziel nur knapp.

In Spielminute 89 machte Udinese jedoch den Deckel drauf: Lasagna kam über links und brachteeine Flanke in die Mitte, wo Mandragora das Ding volley aus der Luft nahm und zum 3:1 in die Maschen haute.

Es gab noch fünf Minuten Nachspielzeit, in denen aber nichts mehr Nennenswertes passierte: Der Erstligist Udinese schlug den FC Südtirol in der 3. Runde der Coppa Italia mit 3:1. Trotzdem haben sich die Weiß-Roten äußerst teuer verkauft und es dem Favoriten lange Zeit sehr schwer gemacht. Tait und Co. verabschieden sich somit hoch erhobenen Hauptes aus dem Italienpokal.

UDINESE – FC SÜDTIROL  3:1 (0:0)

UDINESE (3-5-2):  Musso; Opoku, Ekong, De Souza; Larsen, Fofana (68. Nascimento Rofrigo), Jajalo, Mandragora, Pussetto (68. Nestorovski); Lasagna, De Paul (89. Wallace)

Auf der Ersatzbank: Nicolas, Perisan, Becao, Nuytinck, Sierralta, Balic, Barak, Ingelsson, Matos, Teodorczyk
Trainer: Igor Tudor

FC SÜDTIROL (4-3-1-2): Cucchietti; Ierardi (83. Romero), Polak, Vinetot, Fabbri; Tait, Berardocco, Morosini; Casiraghi (61. Petrella); Mazzocchi, Turchetta (76. Rover)
Auf der Ersatzbank: Taliento, Grbic, Gatto, Davi, Alari, Trovade
Trainer: Stefano Vecchi
SCHIEDSRICHTER: Gianluca Aureliano aus Bologna (Die Assistenten: Toldo und Mondin, Vierter Offizieller: Amabile)

TORE: 1:0 Lasagna (49.), 1:1 Morosini (65.), 2:1 Mandragora (70.), 3:1 Mandragora (89.)
ANMERKUNGEN: typisch sommerlicher Abend.

Gelbe Karten: Fehlanzeige

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
Clip to Evernote

Kommentare (4)

Lesen Sie die Nutzerbedingungen

  • kurt

    Kann mir jemand erklären was diese Mannschaft für einen Südtirol Bezug hat ,außer das Steuergelder verbrannt werden und der Präsident einen gut betuchten Versorgungsposten hat ????.
    Die Alperia und die Landesregierung sollten auch ihre Versprechungen zum Thema Strombonus halten statt als Sponsor anzugeben !!!!!.

  • prof

    @ kurt
    Muß man zu Südtirol einen Bezug haben um eine Sportart auszuüben??
    Solch einen blöden Kommentar selten gelesen.

  • kurt

    @prof
    Was ist da blöd ?????????????, diese Mannschaft heißt FC Südtirol und ist nur ein Alibi -Südtiroler in der Mannschaft ,Südtiroler Steuergelder sind aber herzlich willkommen das ist der Bezug du Super Gscheider und die Sponsorgelder kommen auch aus Südtirol und wären anderswo (wie oben beschrieben) SINNVOLLER verwendbar ,hast du jetzt verstanden??.

  • prof

    @kurt
    Solltest du überhaupt von Sport z.B. Fussball etwas verstehen was ich allerdings bezweifle, denn beim FCS spielen mehr als nur ein Südtiroler,aber das kannst du ja selbst herausfinden,als OBER Super Schlauer.

Kommentar abgeben

Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

2018 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | DATENSCHUTZ & AGB | Cookie Hinweis

Nach oben scrollen