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Gesperrte Pässe

Der Dachverband für Natur-unf Umweltschutz freut sich über die Aussagen des LH zur Sperrung der Dolomitenpässe.

Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz nimmt die Aussagen von Landeshauptmann Kompatscher zur Schließung der Dolomitenpässe mit Freude zur Kenntnis. Seit vielen Jahren propagieren wir sog. Zeitfenster, bei denen die Passstraßen für gewisse Stunden für den motorisierten Individualverkehr gesperrt werden. Bisher wurde dies immer wieder als unrealistisch abgetan. Da nun auch LH Kompatscher diesen Vorschlag aufgegriffen hat, hoffen wir , dass diese Maßnahme konkret und schnellstmöglich umgesetzt wird.

Anlässlich der UNESCO-Feierlichkeiten in Cortina sprach sich Landeshauptmann Kompatscher laut Presseberichten für eine „Sperre der Dolomitenpässe zu bestimmten Kernzeiten“ aus, „damit endlich wieder die Stille in dieser wunderbaren Landschaft einkehren kann.“ Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz nimmt diese Aussagen des Landeshauptmannes mit großer Freude zur Kenntnis, versuchen wir doch seit vielen Jahren Politik und Verantwortungsträger von der Sinnhaftigkeit von sog. Zeitfenstern auf den Dolomitenpässen zu überzeugen. Mit den notwendigen Ausnahmen für Anrainer, Beschäftige, Zulieferer, Einsatzfahrzeuge u.a. wird durch die stundenweise Sperrung für den restlichen motorisierten Individualverkehr die Funktionalität des Raumes keineswegs eingeschränkt, sondern durch den Wegfall des „Panorama-Transits“ für alle wirklichen Nutzer des UNESCO-Gebiets eindeutig aufgewertet.
Nachdem der Landeshauptmann diese Maßnahme nun auf seine politische Agenda gesetzt hat, hoffen wir natürlich stark, dass dieser Ankündigung auch schnellstmöglich konkrete Schritte folgen. Die Aussetzung jedweder Maßnahmen zur Verkehrsbeschränkung durch Mobilitätslandesrat Alfreider im Frühjahr dieses Jahres hatte uns arg enttäuscht.

Abschließend dankt der Dachverband für Natur- und Umweltschutz auch Landesrätin Hochgruber Kuenzer für ihre kohärente Haltung und klaren Aussagen in der Öffentlichkeit in Bezug auf die Werte und Verantwortung, die die Welterbe-Auszeichnung mit sich bringt. Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz nimmt die Einladung der Landesrätin gerne an, das UNESCO-Erbe für die Zukunft gemeinsam weiterzuentwickeln, um es auch den kommenden Generationen in jener Integrität zu erhalten, für die es ausgezeichnet und ausgewiesen wurde.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (5)

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  • asterix

    Da wird er bei den Hotelieren und Gastwirten aber gehörig in die Vespen stechen.

  • drago

    Worte sind billig. Wir werden sehen, was wirklich geschieht.

  • andreas

    Der LH soll sich nicht von jedem Dahergelaufenen zu solchen Aussage treiben lassen.
    Mai – Juni leben die Restaurants auf den Pässen ja fast nur von den Motorradfahrern.
    Früher waren diese der Abschaum und keiner wollte sie, nun hängt an jedem Restaurant und teilweise auch Hotelrestaurants „Biker Willkommen“, da diese im Gegensatz zu den Radahrern, welche einen Kaffe trinken und im Klo die Wasserflasche auffüllen, auch etwas essen.

    • wisoiundnetderfranz

      Ich bin gerne Radfahrer, aber nicht auf den Pässen…
      Ich nehme auch mal gerne nur einen Riegel mit, fülle die Wasserflasche an einem Brunnen auf und spare mir den Kaffe – vor allem wenn ich mich auf so mancher Hütte/Alm/Passgaststätte so richtig abgezockt fühle…
      Das Panorama und den Lärm der Motorradfahrer vom Nebentisch bekomme ich nämlich auch abseits dieser Orte…

    • kurt

      @andreas
      Ob sich dein Freund treiben lassen muss oder nicht spielt auch nicht mehr die große Rolle denn glauben tun ihm sowieso nur mehr Handlanger wie du !!!!!!!!!!!!!!!.

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