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Gespräch mit Erika

Die SVP- und die Lege-Delegation mit Roberto Calderoli (Fotos: Karl Oberleiter)

Nach nur sechs Monaten haben sich SVP und Lega auseinandergelebt. Doch Philipp Achammer beruhigt: „Von einer Regierungskrise kann keine Rede sein.“

Von Matthias Kofler

Tagelang machte Arno Kompatscher gute Miene zum bösen Spiel: Die von der italienischen Regierung beschlossenen Anfechtungen seien „kein Weltuntergang“. Dass Rom die Neutralitätsklausel im Finanzgesetz wieder zurückgezogen habe, liege an der Staatsbuchhaltung – und nicht an den Koalitionsparteien. Mit denen gebe es schließlich eine „politische Vereinbarung“.

Nun ist dem LH aber der Geduldsfaden gerissen. Am Montag stellte Kompatscher der Lega die Rute ins Fenster. Sollte die Regierung ihre „autonomiefeindlichen Angriffe“ nicht unverzüglich einstellen, müsse man auch die Landes-Zusammenarbeit mit der Lega auf den Prüfstand stellen.

Steht die Koalition auf der Kippe?

Nach nur sechs Monaten haben sich SVP und Lega sichtlich auseinandergelebt. Das von vielen Edelweißpolitikern erträumte Regierungsbündnis schlittert von einer Krise in die nächste. Und anders als erhofft, haben die Südtiroler Lega-Vertreter in Rom nicht wirklich viel bis gar nichts zu sagen.

Auch in der Sitzung der SVP-Leitung am Nachmittag, an der Kompatscher aufgrund seiner Olympia-Reise nicht teilnehmen konnte, wurden die „Nadelstiche“ der römischen Regierung scharf kritisiert. „Es gibt Gesprächsbedarf“, sagte Obmann Philipp Achammer, fügte aber einen zentralen Satz hinzu: „Von einer Regierungskrise (wie sie der LH andeutete) kann keine Rede sein.“

Die SVP verlange von der (lokalen und nationalen) Lega, sich gegen die „autonomiefeindlichen Initiativen und Anfechtungen“ seitens der Fünf Sterne, die vor allem im Gesundheitsbereich von „dubiosen Beratern“ umgeben sei, stärker zur Wehr zu setzen, so Achammer. In Kürze soll ein „klärendes Gespräch“ zwischen dem LH und dessen Vize Giuliano Vettorato, dem Obmann und Regionenministerin Erika Stefani stattfinden.

Von der Lega-Führung um Matteo Salvini und Roberto Calderoli gibt es noch keine Rückmeldung.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (8)

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  • criticus

    Wenn wir uns mit der Lega zusammentun, dann wird’s wohl in Rom so klappen wie mit dem PD. Leider läuft die Sache aber schief. Die Lega hat schon unter Berlusconi ihre Wähler verraten, von wegen Abtrennung und Roma ladrona. Bossi hat damals alle hintergangen und lt. Gericht bestohlen. Achammer muss guter Dinge sein, sein Mentor vom Medienhaus steht hinter ihm. Herr Achammer widersprechen Sie nicht immer den Landeshauptmann, er hat das Sagen. Und Herr Achammer, wenn Sie wieder eine Umarmungsschow bei der nächsten Landesversammlung mit dem LH starten, dann wäre es vielleicht besser, wenn das der macht, der immer von hinten stichelt.

  • pingoballino1955

    Achammer glaubt ja selbst nicht was er sagt,er tut nur so.In Wirklichkeit hoffe ich dass er die politischen Zeichen der Zeit ,Lega erkannt hat,wenn nicht tut er mir leid. SVP Verblödelung PUR!

  • fronz

    …SVP ist unfähig zu regieren. Was momentan in der Sanität abläuft ist nicht akzeptieren und was macht die SVP, unsere Regiewrungspartei?
    Der ganze Proporz den Bach hinunter.
    Der LH Kompatscher und Obmann Achammer sind die schlechtesten seit es SVP gibt!!!

  • semperoper

    Nein, Kompatscher ist der beste LH (seit Magnago). Er hat nur den fiesesten, schlüpfrigsten und unloyalsten Parteiobmann in der Geschichte der SVP.

  • franz1

    Hallo miteinand.
    Habs ihr schon vergessen, wir haben die bese „Vollautonomie“ – oder die beste ESSEVUPI – daher kann uns niemand was anhaben!
    Der grandiose Sportreporter Herry Valerien sagte sagte einstens:“Die haben ja Tomaten auf den Augen!“
    Das trifft auch auf unsere Politiker zu.

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