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„Verbote funktionieren nicht“

Die Tiroler Landesregierung evaluiert zurzeit die LKW-Blockabfertigung bei Kufstein Nord, die momentan von 5 bis 10 Uhr reicht, zeitlich weiter auszudehnen. Die Handelskammer Bozen kritisiert dieses Vorhaben.

Das Wochenend- und Feiertagsfahrverbot im Sommer, das Nachtfahrverbot, das sektorale Fahrverbot, die Winter-Samstagsfahrverbote und die LKW-Blockabfertigung – in der Vergangenheit wurde auf die Verkehrsüberlastung auf der Brennerstrecke von Tiroler Seite allein mit Verboten reagiert. Dadurch wird der Verkehr aber nicht weniger, sondern nur zeitlich eingegrenzt.

„Die bestehenden Verkehrswege auf der Straße und der Schiene sollten aber bestmöglich ausgelastet werden, indem der Verkehr verteilt und Stoßzeiten verhindert werden. Die bisherigen Fahrverbote haben bewiesen, dass das Konzept nicht funktioniert und das Problem nur von Tirol in die Nachbarländer Südtirol und Bayern ausgelagert wird“, so die Handelskammer, die betont, dass LWK-Fahrverbote auf der Brennerautobahn einen großen Schaden für die italienische und damit auch für die Südtiroler Exportwirtschaft verursachen.

In einer Aussendung schreibt die Handelskammer Bozen: „Für Italien wäre ein Anstieg der Exporte sehr wichtig, um die ohnehin schon angespannte Wirtschaftslage etwas zu entschärfen. Durch immer mehr Verbote und einem damit zusammenhängenden Stillstand der LKWs kann dieses Export-Wachstum jedoch nicht generiert werden und geht somit zu Lasten der Unternehmen.“

Es brauche daher eine grenzübergreifende Strategie für den Brennerkorridor und keine Verbote von einzelnen Ländern. „Nur so können die Herausforderungen im alpenüberquerenden Güterverkehr gemeistert werden, ohne dabei die heimischen Unternehmen mit erheblichen Zeit- und Umsatzeinbußen zu belasten“, erklärt Handelskammerpräsident Michl Ebner.

Für Entlastung sorgen kann eine Verlagerung der LKWs von der Straße auf die Schiene, doch dafür muss das Angebot attraktiv sein. „In letzter Zeit haben sich die Klagen der heimischen Frächter gehäuft, dass die RoLa (Rollende Landstraße) nicht so funktioniert wie sie sollte. Daran müssen die Verantwortlichen arbeiten, damit der Warentransport reibungslos funktionieren und die Bahn eine echte Alternative sein kann“, ist Generalsekretär Alfred Aberer überzeugt.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (2)

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  • george

    Euer dauerndes Geplänkle gegen die Nordtiroler bringt erst recht nichts, schon gar keine Lösung für das Problem, für das ihr dauernd jammert. Schließt euch doch endlich i ndieser Sache mit den Nordtirolern zusammen und geht jene gemeinsame Lösung an, die sie längst schon anpeilen, wo ihr noch in den Kinderschuhen steckt und von einer Problembearbeitung noch meilenweit entfernt seid. Ihr prahlt doch sonst auch immer mit eurem Tirolertum und in dieser Sache hält ihr es dann mit den Italienern, die ohnehin nur schreien können und auf Teufel komm raus im derzeitigen Chaos verharren.

    • einereiner

      @george
      da hast du vollkommen recht.
      Man könnte auch mit den Nordtirolern zusammen die Autobahn von Kufstein bis Salurn elektrifizieren. Dann wären wir in 5 Jahren alle Abgase der LKWs los.

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