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Gedämpfte Schuhe

Was Smartphones alles können und wie man sie im Physikunterricht nutzen kann, war kürzlich Thema einer Fortbildung für Lehrpersonen.

Die Dämpfung von Schuhen untersuchen, die Beschleunigung eines Personenaufzugs berechnen – das und vieles mehr ist mit einem handelsüblichen Smartphone möglich.

Bei einer Fortbildung befassten sich rund 25 Lehrpersonen intensiv mit den technischen Besonderheiten des Geräts. Matthias Ratering von der Pädagogischen Abteilung und Martin Greiter vom Sozialwissenschaftlichen, Klassischen, Sprachen- und Kunstgymnasium Meran referierten bei dieser Weiterbildungsveranstaltung am Realgymnasium in Bozen darüber, wie dieses Instrument im Physikunterricht sinnvoll eingesetzt werden kann.

Dabei konnten die Kursteilnehmenden viele Versuche selbst vornehmen – in die Schülerrolle schlüpfen und den Einsatz im Labor erproben. Zum Beispiel nahmen einige im Aufzug des Schulgebäudes beim Hinauf- und Hinunterfahren die Beschleunigungsdaten mit dem Smartphone auf. Diese übertrugen sie gleich anschließend auf den Computer und werteten sie aus. Andere wiederum untersuchten anhand der Beschleunigungssensoren die Dämpfung unterschiedlicher Schuhe.

Den Gesetzen der Physik gehorcht auch die Musik: Kugelschreiber ohne Mine wurden genauso zu Musikinstrumenten umfunktioniert wie mit Wasser gefüllte Gläser. Die erzeugten Töne nahmen die Lehrgangsteilnehmenden mit ihren Smartphones auf und untersuchten ihre Frequenzen genauer. Mithilfe des GPS-Sensors konnten sie auch im Freien experimentieren und dadurch unter anderem den Erdumfang bestimmen.

„In den heutigen Smartphones stecken sehr viele Sensoren, die jede Menge Daten aufnehmen können. Genau diese Sensoren können wir beim Experimentieren nutzen und Messwerte bei Versuchen aufnehmen. So bietet etwa die Smartphone-Kamera die Möglichkeit, die Flugbahn eines Basketballs aufzunehmen, um diese dann mit einer geeigneten App genauer zu analysieren. Mit dem Smartphone, ein paar Löffeln, einem Kabel und einem elektrischen Widerstand kann man sogar einen Elektrokardiographen zusammenbauen“, erklärt Referent Matthias Ratering über den vielfältigen Einsatz des digitalen Multifunktionswerkzeugs Smartphone.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (1)

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  • thefirestarter

    Ja stimmt, man kann vieles mittels Smartphone machen und die Smartphone (Apps) können auch selber viel machen.
    Postionstracking, wie lange wir bei einem Arzt oder Psychologen aufgehalten haben, ob und wie oft wir ins Fitnessstudio oder zum Mc Donalds gehen, welches Geschäfter wir besuchen, wie schnell wir uns bewegen (fahren), ob wir öffentliche Verkehrsmittel benutzen, unsere politischen Ansichten, mit welchen Leuten wir verkehren, was wir kaufen, unsere vorlieben, unser Bankkonto, und vieles, vieles mehr.

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