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Eine Art Bruder

Pustertaler Theatergemeinschaft: Welche Geschichten werden die Designerbabys der Zukunft zu erzählen haben?

Die Pustertaler Theatergemeinschaft hat heuer eine Uraufführung im Programm. Das Stück „Eine Art Bruder“ von Burkhard Wetekam setzt sich mit medizinischer Forschung im Spannungsfeld ethischer Grundsätze auseinander.

Zum Inhalt: vor 35 Jahren kam Paul als eines der ersten „Retortenkinder“ zur Welt. Das Ziel: durch eine Knochenmarkspende soll er seinen todkranken Bruder Erik heilen. Nun hat Paul, mittlerweile eine gescheiterte Existenz, sein eignes Ziel: er verlangt von seinem Bruder Erik, in der Zwischenzeit als Chef eines Pharma-Unternehmens sehr wohlhabend, die Hälfte seines Vermögens. Schließlich hat er, ohne dass man ihn gefragt hätte, Eriks finanziellen Aufstieg erst ermöglicht. Kompliziert wird es, als auch Eriks Frau Anna ins Spiel kommt, zumal sie erst nach und nach von seiner Vorgeschichte erfährt.

„Wir erkaufen heute die erstaunlichen Möglichkeiten der Medizin mit einem wachsenden Herrschaftsanspruch über die biologische Substanz, die wir noch immer Natur nennen. Welche Geschichten werden die Designerbabys der Zukunft zu erzählen haben? Das Stück versucht, ein uraltes Erzählmuster und eine Frage aus der Welt von heute zusammenzuführen“, sagt der Autor über sein Werk.

Unter der Regie von Alfred Meschnigg spielen Claudia Antenhofer (Oberwielenbach), Sonja Ellemut (Bruneck), Angelika Plank (Sand in Taufers), Rudolf Beikircher (Oberrrasen) und Peppe Mairginter (Innichen). Darüber hinaus hat sich die PTG mit Wolfgang Michor aus Dölsach (Jesus-Darsteller bei der „Passion“ 2017 in Aguntum) Verstärkung aus Osttirol geholt. Regisseur Alfred Meschnigg setzt bei dieser Inszenierung wieder auf das bewährte Studiobühnenkonzept, das dem Publikum beste Hör- und Sichtbedingungen bietet und eine dichte Theateratmosphäre schafft.

Termin: Premiere ist am 22. März im Josef Resch-Haus in Innichen. Reservierungen unter 340 2710279 oder [email protected]. Der Autor wird zur Premiere erwartet. Ab 5. April wird das Stück in der Festung Franzensfeste aufgeführt.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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