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„Parla italiano“

Stefan Zelger

Die neusten Zahlen des Statistikamtes ASTAT zeigen: Der Staat missachtet die Autonomie, so die Süd-Tiroler Freiheit.

Hierzulande müssen Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst gemäß dem Verhältnis der Verteilung der Sprachgruppen besetzt werden, egal ob der Arbeitgeber Land oder Staat heißt. Der Proporz sei eine der wichtigsten Bestimmungen des Autonomiestatuts. „Doch der Staat schert sich nicht darum“, darauf macht Stefan Zelger von der Süd-Tiroler Freiheit aufmerksam. „Bei keiner staatlichen Behörde in Südtirol wird der Proporz eingehalten!“
„Ob INPS, Bahn oder Gericht: Die Sprachgruppenverteilung der Bediensteten weicht hier – anders als beim Land und den Gemeinden – weit vom Proporz ab. Fast jede zweite Stelle ist mit Italienern besetzt“, gibt Zelger zu bedenken. Entsprechende Auswirkungen seien dann auch beim Recht auf Gebrauch der Muttersprache zu beobachten. „Sehr häufig heißt es bei Trenitalia und Co.: ‚Parla italiano‘!“
„Der Proporz hat sich über Jahrzehnte als friedensstiftendes Instrument bewährt. Daran zu rütteln, den Proporz schleichend auszuhöhlen oder sich bei Verletzungen nicht zu wehren, ist unverantwortlich“, betont Zelger und nimmt auch die Landesregierung in die Pflicht, hier entschiedener dagegen zu steuern.
Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (4)

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  • alexbozen

    ach nein, das ist ja die Weltbeste Autonomie, da schleimt jemand nicht?? Wie kann das sein??! …ja genau, ihr müsst rechtsradikale sein, oder zumindest Zündler, wenn ihr verlangt das der Proporz eingehalten werden soll. …seid nicht so böse…es lebt sich ohne Eier viel leichter.

    • kurt

      @alexbozen
      Nicht böse sein und sich verarschen lassen das ist scheinbar die Devise .
      Ich will bestimmt nicht angeben aber Italienisch spreche ich fließend deswegen mache ich immer den Fehler Italienisch zu reden weil ich gerne auf einen grünen Zweig komme bei dem was ich brauche und das wird bei der gegen Partei leidlich ausgenützt aber Doppelsprachigkeitszulage kassieren das schon ,das hat mit böse sein was zu tun !!!!!.

      • alexbozen

        Ja Kurt, so schaut die Realität in den meisten Fällen leider immer noch aus. …bilden wir uns nicht ein, das wenn ab morgen der Proporz eingehalten werden sollte, dass es dann keine „furbi“ und „parla italiano“ geben mehr würde, aber es wäre auf jeden Fall von nutzen. Hier sind unsere Politiker gefordert, denn die Instrumente dazu sind ja gegeben.

  • mannik

    Guter Zelger, der Proporz hat den Aufholbedarf der deutschsprachigen Bevölkerung gedeckt, aber ein „friedensstiftendes Instrument“ ist er nie gewesen, ganz im Gegenteil. Besonders in jenen Fällen, wo Stellen nicht besetzt werden können, weil es keine deutschsprachigen Interessenten gibt.

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