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Die Toblacher Sieger

Fotos: Wisthaler

Bei den Distanzrennen der Tour de Ski im Freistil siegten am Sonntag in Toblach Natalia Nepryaeva und Sergey Ustiugov.

Am Sonntagnachmittag wurde die erstmalige Tour-de-Ski-Eröffnung in Toblach mit den Distanzrennen im Freistil abgeschlossen.

Dabei trat die 23-jährige Natalia Nepryaeva groß in Erscheinung, die zuvor kaum jemand auf dem Zettel hatte. Ihr russischer Landsmann Sergey Ustiugov dominierte das Männer-Rennen.

Der zweifache Weltmeister war im 15-Kilometer-Bewerb eine Klasse für sich. Ustiugov legte einen verhaltenen Start hin, wuchs dann aber förmlich über sich hinaus und legte mit 30.34,1 Minuten eine Zeit hin, an der sich sämtliche Konkurrenten die Zähne ausbissen. Der 26-Jährige aus Sibirien, der sich 2017 in Lahti zum zweifachen Weltmeister kürte, ließ nie Zweifel an seinem zweiten Tour-Sieg in Toblach aufkommen. Bereits vor zwei Jahren stand er im Hochpustertal am Podium ganz oben.

Ustiugov war am Ende um 12,2 Sekunden schneller als Skiathlon-Olympiasieger Simen HegstadKrüger. Der Norweger lief mit einem starken Finish auf den zweiten Rang. Platz drei ging ebenfalls an Russland: Ausnahmetalent Alexander Bolshunov machte sich einen Tag vor seinem 22. Geburtstag als Dritter wohl selbst das größte Geschenk.

Enttäuschend verlief das abschließende Distanzrennen für die Gastgebernation. Italiens heißestes Eisen im Feuer, der Aostaner Francesco De Fabiani, belegte als bester „Azzurro“ den 18. Platz. Die beiden Südtiroler Lokalmatadore, Dietmar Nöckler und Stefan Zelger, mussten sich mit den Rängen 52 und 81 zufrieden geben.

Eine Premierensiegerin stiehlt allen die Show

Im Frauen-Rennen hatten die großen Favoritinnen ihre Rechnung ohne die beiden 23-jährigen Russinnen Natalia Nepryaeva und Anastasia Sedova gemacht. Nepryaeva legte einen Bombenstart hin, steigerte sich weiter und verzeichnete auch auf den folgenden Teilstücken jeweils die Bestzeit. Schließlich passierte sie nach 23.19,6 Minuten die Ziellinie und war somit um hauchdünne drei Hundertstel schneller als die norwegische Top-Favoritin und Gesamtweltcup-Zweite Ingvild Flugstad Østberg. Diese musste mit Platz zwei Vorlieb nehmen.

Nepryaeva bejubelte im Zielgelände der Nordic Arena ihren ersten Weltcupsieg überhaupt. Zuvor stand sie erst ein Mal auf dem Podium, nämlich im vergangenen März beim Distanzrennen in Lahti. Ihre erste Top-3-Platzierung im Weltcup verzeichnete an diesem Sonntag indessen Nepryaevas gleichaltrige Landsfrau Anastasia Sedova. Sie belegte mit knapp elf Sekunden Rückstand den dritten Rang und ließ mit der Finnin Krista Parmakoski, Heidi Wenig aus Norwegen und der US-Amerikanerin Jessica Wiggins weitere Top-Athletinnen im Klassement unmittelbar hinter sich.

Als einzige Italienerin schaffte es Caterina Ganz in die Punkteränge. Die 23-Jährige aus Moenalief auf den 27. Rang, alle weiteren „Azzurre“ reihten sich weiter hinten ins Ranking ein.  

Die Tour de Ski verlässt nun Toblach und übersiedelt ins Val Müstair (Schweiz), wo Nepryaevaund Bolshunov am Dienstag als Gesamtführende in den dritten Wettbewerb, einen Freistil-Sprint, gehen.

Die Sieger-Stimmen:

Natalia Nepryaeva (1. Platz, Frauen): „Ich bin sehr happy. Das war heute mein erster Sieg, das ist ein Meilenstein in meiner Karriere. Hoffentlich ist es nicht das letzte Mal, dass ich aufs Siegertreppchen steige. Ob ich bis zum Schluss um den Tour-de-Ski-Sieg mitlaufen werde? Ich hoffe schon. Ich habe eine sehr gute Vorbereitung gemacht, jetzt kann ich die ersten Früchte ernten.“

Sergey Ustiugov (1. Platz, Männer): Ich bin überglücklich, dass ich gewonnen habe. Gestern im Sprint lief es überhaupt nicht, umso schöner ist es jetzt, am Podest ganz oben zu stehen. Das ist eine richtige Wiedergutmachung. Diese Loipe liegt mir einfach, hier habe ich bereits in Vergangenheit gute Ergebnisse eingefahren. Ich liebe es, in Toblach zu laufen.

Die Top-Ten der Distanzrennen in Toblach:

Frauen

1. Natalia Nepryaeva (RUS) 23.19,9 Minuten

2. Ingvild Flugstad Østberg (NOR) +0,3 Sekunden

3. Anastasia Sedova (RUS) +10,9

4. Krista Permakoski (FIN) +17,4

5. Heidi Weng (NOR) +21,2

6. Jessica Diggins (USA) +27,2

7. Yulia Belorukova (RUS) +36,1

8. Nathalie von Siebenthal (SUI) +44,0

9. Kari Øyre Slind (NOR) +49,0

10. Katharina Henning (GER) +49,5

Männer

1. Sergey Ustiugov (RUS) 30.34,1 Minuten

2. Simen Hegstad Krueger (NOR) +12,2 Sekunden

3. Alexander Bloshunov (RUS) +21,9

4. Andrey Melnichenko (RUS) +27,4

5. Didrik Toenseth (NOR) +28,0

6. Clement Parisse (FRA) +30,1

7. Denis Spitsov (RUS) +33,7

8. Calle Halfvarsson (SWE) +43,0

9. Florian Notz (GER) +44,9

10. Martin Johnsrud Sundby (NOR) +45,2

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