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„Wollte nicht töten“

Die versiegelte Haustür, Mordopfer Marianne Obrist

Das Urteil im Mordfall Marianne Obrist fällt am kommenden Freitag. Der Anwalt von Badr Rabih sagt: Sein Mandant habe nicht töten wollen.

Die Staatsanwaltschaft hatte in der Verhandlung Ende November lebenslänglich für den Mann gefordert, der im Sommer vergangenen Jahres seine Partnerin Marianne Obrist, 39, zu Tode prügelte.

Paoloalberto Polizzi, der Mailänder Anwalt des Angeklagten Badr Rabih, 34, ist da anderer Ansicht.

In seinem mehrstündigen Plädoyer am Landesgericht unterstricht Polizzi, dass es sich hier um eine Körperverletzung mit Todesfolge handle. Sein Mandant habe die Krankenschwester aus Milland nicht töten wollen.

Der Tod sei gewissermaßen stufenweise eingetreten, schließlich – infolge eines Hämatoms am Oberschenkel des Opfers – mit einem Herzstillstand. Außerdem, so erklärte der Verteidiger, hätte der von Badr Rabih eingesetzte Baseballschläger nicht den Tod von Marianne Obrist verursacht.

Das Urteil in diesem verkürzten Verfahren wird am Freitagnachmittag von Voruntersuchungsrichter Peter Michaeler verkündet. Zuvor werden die Prozessparteien ihre Repliken vorbringen.

Badr Rabih droht im Falle eines Schuldspruchs wegen vorsätzlicher Tötung eine 20-jährige Haftstrafe. Wegen des verkürzten Verfahrens hat der gebürtige Marokkaner Anspruch auf ein Drittel Strafnachlass. (tom)

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