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Postengeschacher & Intrigen

Der Kampf um die Regierungsplätze: Wie Rita Mattei ihren Lega-Kollegen Giuliano Vettorato aushebeln will. Und warum Bauern und Wirtschaft gegen Gert Lanz sind.

von Matthias Kofler

Innerhalb der (wahrscheinlichen) Regierungspartner SVP und Lega ist ein Kampf um die letzten freien Assessoratsplätze ausgebrochen. Beim Carroccio drängt die vierplatzierte Rita Mattei mit aller Macht in die Regierung – und erhält dafür Rückendeckung von Kommissär Massimo Bessone.

Dieser soll Insidern zufolge dem Bozner Carlo Vettori den Posten des Landtagspräsidenten angeboten haben. Im Gegenzug soll dieser seine Unterstützung für den zweitplatzierten Leiferer Giuliano Vettorato, der dem Anti-Bessone-Flügel angehört, zurückziehen. Seitdem herrscht zwischen Vettorato und Mattei Eiszeit.

Rita Mattei

Umstritten ist auch die Personalie Gert Lanz, den Arno Kompatscher zum Wirtschaftslandesrat küren möchte. Dagegen wären sich jedoch die Bauern und die Wirtschaft. „Wie kann jemand Wirtschaftslandesrat werden, der nicht einmal imstande ist, seinen eigenen Betrieb zu führen? Der LH muss entscheiden, was ihm wichtiger ist: Eine persönliche Kollegschaft oder eine ausgewogene Landesregierung“, meint ein SVP-Bauer.

Die Wirtschaft bemängelt, dass Lanz zu sehr die Interessen der Handwerker und zu wenig jene der Industrie vertrete. Durch eine Berufung des LVH-Präsidenten in die Regierung würden die besser gewählten Bauern Franz Locher, Sepp Noggler und Maria Kuenzer leer ausgehen.

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