Du befindest dich hier: Home » Wirtschaft » Der Wert der Handwerker

Der Wert der Handwerker

Anna Micheler

Es müsse klargestellt werden, dass kein Jugendlicher weniger wert oder weniger intelligent sei, wenn er nicht eine Oberschule besuche, so Anna  von der STF.

„Unser Schulsystem ist sicher nicht schlecht, aber leider wird immer mehr Wert auf den theoretischen Unterricht gelegt. Aber wer sagt, dass ein Schüler, der schwach in Mathematik ist, nicht z.B. ein ausgezeichneter Konditor wird?“ frägt sich Anna Micheler, Jugendkandidatin der Süd-Tiroler Freiheit.

Man dürfe Schüler nicht auf einseitige Leistungen reduzieren, sondern versuchen zu erkennen, welche Fähigkeiten jeder habe und mit denen arbeiten. Denn ein begeisterter Handwerker sei genau so viel wert, wie jemand mit einem akademischen Titel. Auch könne man so die Jugendlichen stärker für den Schulbesuch motivieren, weil sie nicht mehr unter dem enormen Leistungsdruck stünden, den die Gesellschaft leider fordere.

Südtirol brauche mehr praxisbezogene Fächer und mehr Möglichkeiten, den Schülern die verschiedenen Arbeitstätigkeiten im Land vorzustellen, damit jeder sein Traumberuf finde. Es müsse klargestellt werden, dass kein Jugendlicher weniger wert oder weniger intelligent sei, wenn er nicht eine Oberschule besuche, so die STF-Jugendvertreterin.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
Clip to Evernote

Kommentare (8)

Lesen Sie die Nutzerbedingungen

  • herrbergsteiger

    Früher hatte das Handwerk großes Ansehen und teilweise auch goldenen Boden. Heute allerdings weder das eine noch das andere.
    Wer ein besonders guter Handwerker war, machte früher seinen „Meister“, heute besucht er die Abendschule, um nach der Matura doch noch etwas ordentliches zu werden.

    Die Wirtschaft hat es verabsäumt, ihre Facharbeiter/Handwerker in guten Berufsschulen/Fachschulen selber auszubilden. Heute fehlen diese an allen Ecken und Enden.

    Die Berufsschulen verlottern und sind heute Sammelbecken für schwer integrierbare Zuwanderer, die kaum Deutsch können und so gar nichts mit dem guten alten verlässlichen deutschen Facharbeiter gemeinsam haben.
    Es ist leider so, dass unsere Berufsschulen sich immer mehr am Niveau der Zuwanderer orientieren, während die weltoffenen „Guten und Anständigen“ ihren Nachwuchs vermehrt auf private höhere Schulen schicken.

    Die Deutschen haben damit begonnen, ihre Zuwanderer aus Afrika, Arabien und Afghanistan zu Facharbeitern heranzubilden.
    Wer keine entsprechende Vorbildung vorweisen kann, der bekommt diese in ein paar Kursen und im Geschenkpapier auf dem Silbertablett serviert. Und das notwendige Deutsch wird ganz locken in ein paar Integrationskursen beigebracht.
    Das Ergebnis von dieser Fehlentwicklung wird die neue multikulturelle Berufsschule und der neue „deutsche“ Facharbeiter/Handwerker sein …

    • george

      @ Ihr tut wohl immer so, als ob nur der Südtiroler alter Herkunft eine gewisse Intelligenz und Kompetenz hätte. Weltoffenheit und der neugierige, nachforschende Blick nach außen scheint für euch ein Fremdwort zu sein.

      • herrbergsteiger

        lieber Herr @george,
        Sie als weltoffener Weltbürger können mir sicher bestätigen, dass Facharbeiter aus Arabien, Afrika, Türkei und Afghanistan zur Elite dieser ehrenwerten Arbeiterklasse gehören. Wir sollten daher verehrt Facharbeiter/Handwerker aus diesen Staaten importieren.

        Besonders Fachkräfte/Handwerker aus diesen Ländern sind im Bereich Gesundheits- und Krankenpflege bekannt für ihre Aufopferungsbereitschaft und Fachwissen, ganz besonders solche mit Kopftücher- und das sind 99,9% der zugewanderten Muslimas.
        Auch im Tourismus bzw. Gastgewerbe sind Moslems/Muslimas schon überall anzutreffen.
        Generell sind Tätigkeiten in allen Dienstleistungsberufen bei unseren zugewanderten Moslems/Muslimas besonders heiß begehrt…

        Unsere Wirtschaftstreibenden haben schon Recht wenn sie darauf verzichten, (arbeitsunwillige) einheimische Jugendliche für das Handwerk zu begeistern indem sie diese Berufe attraktiver gestalten und entlohnen, wenn sie auch (arbeitswillige) Jugendliche aus den oben genannten Staaten importieren und in Folge zu guten Facharbeitern ausbilden können.
        Wie ich schon erwähnt habe, die Facharbeiterausbildung in unseren Berufsschulen wird immer beliebter und begehrter. Besonders bei den Zuwanderern aus Afrika, Arabien etc. Daher wird sich auch das Niveau deutlich nach oben fortentwickeln …

        LG, und einen schönen Sonntag!

        • george

          ‚herbergsteiger‘, habe ich etwas davon bemängelt oder verdreht, wovon Sie hier schreiben? Ich habe doch nur die Einbildung der Südtiroler heraus gestrichen, die meinen immer selber nur die besten zu sein. Überall gibt es auch gute und schlechte, Idioten und weniger ………..
          Waren etwa alle süditalienischen Handwerker, die früher zu uns kamen oder nach Deutschland auswanderten, schlechte Handwerker?

          • herrbergsteiger

            Lieber Herr @georg,
            Sie heben da offensichtlich etwas falsch verstanden, oder ich habe mich nicht deutlich genug ausgedrückt:

            Wenn vermehrt Afrikaner, Araber und Afghanen unser Berufsschulen bevölkern, obwohl sie keine adäquate Vorbildung wie z.B. so etwas ähnliches wie einen Hauptschulabschluss nachweisen können und auch kein Deutsch (auf Hauptschulniveau) beherrschen, dann ist es um unserer Berufsschulen endgültig geschehen. Und in Folge auch mit dem Niveau unserer Facharbeiter/Handwerker.

            Wer will sich schon in Schulen zu Facharbeitern/Handwerkern ausbilden lassen, wo für die Aufnahme keinerlei glaubwürdigen Befähigungsnachweise ( z.b. mind. Hauptschulabschluss) benötigt werden bzw. die jeder besuchen kann …

  • meinemeinung

    Fr.Micheler ,Sie müssen hier schon früher ansetzen ,Eltern mit einem Job (nicht Körperliche Arbeit) wird ihren Nachwuchs nicht überzeugen eine Handwerk zu erlernen und sieht den Handwerker ,den er wahrscheinlich 1-2 mal im Leben braucht als 2.oder3.Klassigen an .
    Schmutzige Kleider ,gefahren auf den Baustellen ,wenig Lohn und Freizeit ,unregelmäßige Arbeitszeiten usw..
    Handwerk – sprich arbeiten muß in jungen Jahren gelernt werden nicht erst mit 20ig
    und wer will das schon .Italienisch Jugendgesetze verbieten das ,damit die Jugend zur Arbeit herangeführt werden kann.
    aber was soll´s jeder möchte mit wenig Handarbeit viel Kohle machen

  • herrbergsteiger

    Wenn der Wert der Facharbeiter/Handwerker gesteigert werden soll, und in Folge sich auch wieder vermehrt Jugendliche für einen Lehrberuf begeistern können, dann muss auch das Niveau der Berufsschulen bzw. die ges. Ausbildung einschl. auch die in den Firmen erhört werden.

    Derzeit wird aber genau der entgegengesetzte Weg eingeschlagen, wenn Zuwanderer (meist sogar illegal eingewandert) aus Westafrika über Nigeria und Somalia quer über 2 Kontinente bis Pakistan, sich bei uns zum Facharbeiter/Handwerker ausbilden lassen können, obwohl sie keinerlei Vorbildungen, Sprachkenntnisse bzw. anderer Befähigungsnachweise vorlegen können und auch nicht müssen.
    Wenn dieser Weg weiter beschritten wird, dann wird das Niveau, das Ansehen und der Wert der Handwerker/Facharbeiter weiter rapide sinken.
    Die weitere Folge wird sein, kaum noch einheimische Jugendliche werden sich einen Facharbeiterberuf entscheiden.

Kommentar abgeben

Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

2018 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | DATENSCHUTZ & AGB | Cookie Hinweis

Nach oben scrollen