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Betrug mit Pornovideos

Die Bozner Postpolizei warnt vor einer neuen Betrugsmasche mit Pornovideos im Internet, mit der auch Südtiroler gelinkt wurden.

Im Laufe der letzten Woche, sind bei der Post- und Kommunikationspolizei Abteilung Bozen, einige Meldungen von Bürgern eingegangen, die mitgeteilt haben, dass sie E-Mails in englischer Sprache erhalten haben, mit denen sie aufgefordert wurden einen Geldbetrag zu zahlen, um die Verbreitung einer Reihe peinlicher Inhalte, die sie betrafen, zu vermeiden.

Diese E-Mails enthalten eine Passwort, das die Empfänger der E-Mail in Vergangenheit oder aktuell verwenden. Dies trägt dazu bei, die Empfänger zu alarmieren, da sie auf diese Weise , den Inhalt derselben berücksichtigen und ernstnehmen.

Daher teilen die Absender dieser E-Mails ihren Empfängern mit, dass sie es dank dieses Passworts geschafft haben, auf ihre PCs über ein Programm zuzugreifen, das ihnen erlaubt, Zugriff auf den Monitor und auf die Webcam zu haben, während die Empfänger der E-Mails einen Pornofilm anschauen.

Der Absender der E-Mail fügt überdies hinzu, dass er das Video mit pornografischem Inhalt aufgenommen habe und auch das Opfer während er es gerade anschaut. All dies, indem er – ohne das Wissen des Opfers – die PC-Webcam aktiviert. Somit droht der Erpresser damit, das Video an die E-Mail-Kontakte des Empfängers zu übertragen, sofern kein Lösegeld gezahlt wird.

Darüber hinaus setzen die Kriminellen ihre Opfer unter Druck, indem sie ihnen sagen, dass sie nach Eingang der E-Mail nur noch einen Tag Zeit haben, um die Zahlung zu leisten, und falls dies nicht geschieht, werden sie das Video an die Familie, Freunde und Verwandte des Opfers schicken. Die Betrüger versichern, dass das Video sofort gelöscht wird, sobald das Lösegeld eingeht.

Was die Beschaffung des Passwortes der E-Mail-Empfänger durch die Kriminellen betrifft, können diese zum Beispiel von Hackern erhalten werden, wenn sie sich Zugang auf eine kommerzielle Webseite schaffen, wo sich das Opfer vorher aufgehalten hat. So werden auf diese Weise die Anmeldeinformationen derjenigen, die sich registriert haben, gestohlen.

Es wird auch darauf hingewiesen, dass die Betrüger, obwohl sie das Gegenteil behaupten, nicht in der Lage waren, die Webcam der E-Mail-Empfänger zu aktivieren oder die Anmeldeinformationen, auf den von ihnen besuchten Seiten zu registrieren. Dies sind alles phantasievolle Erfindungen, um beim Empfänger der E-Mail, Glaubwürdigkeit zu erlangen.

Die Regel ist also, nicht zu zahlen, was verlangt wird, verschiedene Passwörter für alle Accounts, PCs und für den Zugriff auf verschiedene Portale zu verwenden (damit im Falle eines unrechtmässigen Zugriffs die anderen Zugriffe nicht beeinträchtigt werden) und das Passwort oft ändern. Es wird auch daran erinnert, dass ein gültiges Passwort komplex sein sollte, damit man es nicht leicht hacken kann, so die Postpolizei in der Aussendung.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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