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Das Spendenergebnis

Die zwei Mädchen sind Patientinnen im Caritas Baby Hospital

Die Aktion Sternsingen war auch 2018 ein Erfolg: Über 1,5 Millionen Euro an Spenden wurden gesammelt. Wohin das Geld geht.

Jedes Jahr an Weihnachten und Anfang Januar sind 6.000 Kinder als Sternsingerinnen und Sternsinger der Katholischen Jungschar in ganz Südtirol unterwegs und sammeln Spendengelder. Damit werden fast 160 Projekte weltweit unterstützt.

Bei der Aktion Sternsingen 2018 zeigte sich die Südtiroler Bevölkerung wieder sehr spendenfreudig: Die Spendensumme beläuft sich auf 1.582.335,86 Euro.

Die Katholische Jungschar möchte sich bei allen Südtirolerinnen und Südtirolern herzlich für ihre Spendenbereitschaft bedanken. „Es ist immer wieder schön zu sehen, wie viel Geld bei der Aktion Sternsingen gesammelt wird und wie solidarisch die Südtiroler Bevölkerung ist. Mit den Spendengeldern werden Menschen, die in schwierigen Verhältnissen leben, unterstützt und vor allem Kindern aus aller Welt kann geholfen werden. Ein großer Dank geht auch an alle Kinder, die als Sternsingerinnen und Sternsinger von Haus zu Haus gegangen sind, um die Spenden zu sammeln“, sagt Julian Stuefer, 2. Vorsitzender der Katholischen Jungschar.

Das Vorstellprojekt 2019

Mit den Spendengeldern werden jedes Jahr fast 160 verschiedene Projekte im sozialen, pastoralen und Bildungsbereich auf der ganzen Welt unterstützt. In Zusammenarbeit mit dem Missionsamt der Diözese Bozen-Brixen werden die zu unterstützenden Projekte ausgewählt. Ein bis zwei Projekte werden jedes Jahr von den Jungschar-Vorsitzenden und einem Filmteam besucht. So wird ersichtlich, wie das Geld vor Ort eingesetzt wird.

In diesem Jahr reisten Julian Stuefer und Julia Leimstädtner nach Bethlehem, das im Westjordanland liegt und im Norden an Jerusalem grenzt. Sie besuchten dort verschiedene Projekte, welche mit den Spendengeldern der Aktion Sternsingen unterstützt werden, unter anderem das Caritas Baby-Hospital.

Julian Stuefer und Julia Leimstädtner in Bethlehem

Julia Leimstädtner, 3. Vorsitzende der Katholischen Jungschar erklärt: „Das Caritas Baby Hospital ist offen für alle Kinder, die Hilfe brauchen, unabhängig von ihrer Religion oder dem Einkommen der Familien. Das Hospital betreut Kinder bis zu einem Alter von 14 Jahren über kürzere oder längere Zeit, ambulant oder stationär. Finanziert wird das Krankenhaus fast gänzlich durch Spendengelder. Vielen Familien ist es nur so möglich ihre kranken Kinder medizinisch behandeln zu lassen. Sie brauchen nur so viel zu bezahlen, wie sie können.“

Außerdem besuchten die Vorsitzenden auch die Berufsschule „Salesian technical school-Bethlehem“. In der Berufsschule können um die 300 Jugendliche einen technischen Beruf erlernen. Die Schülerinnen und Schüler sind zwischen 13 und 18 Jahre alt, doch auch für bereits berufstätige Erwachsene gibt es Kurse zur Weiterbildung.

Ein Junge bei seiner Ausbildung in der Berufsschule

„Die Berufsschule, welche wir unterstützen, bietet den Jugendlichen die Chance, sich in verschiedensten technischen Bereichen Wissen anzueignen und dieses zu vertiefen. Mechanik, Elektronik, Religion – der Lehrplan ist bunt und ausgewogen. Genauso ist es auch mit den Schülerinnen und Schülern, die trotz unterschiedlicher Religion die Schule besuchen dürfen. Ein Beispiel dafür, dass gemeinsam vieles möglich ist, um eine bessere Zukunft zu sichern“, erzählt Julian Stuefer, 2. Vorsitzender der Katholischen Jungschar.

Durch die Aktion Sternsingen lernen Kinder in Südtirol sehr vieles über Solidarität und Hilfe für benachteiligte Menschen in anderen Ländern. Jedes Jahr werden sie im Vorfeld auf die Aktion gut vorbereitet.

„Hilfe getragen von Kindern“ ist eine der vier Säulen der Katholischen Jungschar, die durch die Aktion Sternsingen zum Ausdruck kommt. Die Katholische Jungschar Südtirols hofft, dass auch die Aktion Sternsingen 2019 ein voller Erfolg wird.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (3)

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  • iceman

    dieses Ergebnis widerlegt genau die negative Stimmung, die einige wenige Dauernörgler versuchen in diesem Forum zu vermitteln. Der große Teil in der Südtiroler Bevölkerung kennt eben noch Werte wie Solidarität, Hilfsbereitschaft und Großzügigkeit.

  • rota

    Wieviel Geld bleibt der Pfarrei, wieviel der Diözese, wieviel geht nach Rom, wieviel bleibt in der Administration, wieviel wird für die Reisen der in die Länder der Spendenempfänger ausgegeben?
    Wie viele Gelder gehen wirklich in die Projekte der Empfänger.
    Manch Spender, manch Sternsinger, manch nächstenliebender freiwilliger Mitarbeiter würde sich ausgenützt und hintergangen fühlen.
    Aber Glauben bedeutet nichts zu wissen. Die Kirche lebt vom Nichtwissen der Nichtwissenden oder vom sogenannten Guten Glauben der Gläubigen.
    Ich glaube, meine Spenden sind bei den örtlichen Vereinen besser untergebracht.

  • kurt

    @sepp
    So isch die Realität leider!!

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