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Der Hineingeschnittene

Der Freiheitliche Bernd Ausserhofer will offenbar auch bei kleineren Anlässen Präsenz zeigen – und wurde kurzerhand in ein Gruppenfoto geschnitten.

Sieht man sich das an eine Pressemitteilung der Freiheitlichen angefügte Foto genauer an, scheint einer der Abgebildeten nicht ganz dazuzugehören. Und tatsächlich: Bernd Ausserhofer, Freiheitlicher Gemeinderat in Bruneck, wurde nachträglich ins Foto hineingeschnitten, wie ein Vergleich mit dem Originalfoto zeigt (Haare, Licht-Schatten, Kragen)

Dabei wäre es wohl kein Weltuntergang, wenn Ausserhofer auf dem Foto fehlen würde. Es geht schließlich „nur“ um eine Bezirkssitzung der Pusterer Freiheitlichen.

Aber im Jahr der Landtagswahlen ist ständige Präsenz ja wichtig.

Anbei die vollständige Presseaussendung:

„Nein zur Asylpolitik des Landes“

Kürzlich traf sich die Pusterer Bezirksgruppe der Freiheitlichen in St. Lorenzen. Auf der Sitzung wurden an erster Stelle tagespolitische Themen diskutiert.

„Für regen Diskussionsstoff sorgte die eingeschlagene Asylpolitik der Landesregierung. Mehrere Gemeinderäte berichteten, dass die Fakten in Zusammenhang mit der Unterbringung von Asylwerbern nun anders eingetreten sind als damals von den Bürgermeistern und der Bezirksgemeinschaft versprochen“, erklärt der freiheitliche Bezirksobmann Lois Taibon.

„Beispielsweise wurde immer versprochen, man setze sich dafür ein, dass primär Flüchtlingsfamilien aufgenommen werden. Aber das ist leider nicht der Fall.“

Auch in Bezug auf die Auswahl der Herkunft der Asylwerber hätten die Gemeinden kein Mitspracherecht, so die Pusterer Freiheitlichen: „Wenn man dann auch noch erfährt, dass die Gemeinde von Percha die Wohnung bei der Schule für die Unterbringung von Asylwerbern verwenden will und diese deshalb Einheimischen verwehrt bleibt, dann läuft da definitiv etwas falsch.“

Ein weiteres Thema der Bezirkssitzung waren die Landtagswahlen. „Es ist wichtig, dass wir der Bevölkerung eine Alternative bieten können. Probleme, die bewältigt werden müssen, gibt es zuhauf: in erster Linie muss im Pusteral alles unternommen werden, dass eine flächendeckende und effiziente Grundversorgung in der Sanität und bei den Gemeindeärzten gewährleistet wird“, so Lois Taibon.

Er sagt weiters: „Die Verkehrssituation im Pustertal ist auch so eine Geschichte, wo man gerne ein paar Fortschritte sehen würde. Egal ob das die vielen Schlaglöcher im Straßenbelag oder die ausstehenden Dorfumfahrungen sind, es gibt genügend zu tun. Das sind Problematiken, die allen in der Bevölkerung unter den Nägeln brennen. Die Peripherie muss ganz einfach verstärkt von der Landespolitik berücksichtigt werden.“

Im Hinblick auf die Landtagswahlen werden die Pusterer Freiheitlichen nun ihre Kandidatenvorschläge namhaft machen. „Wir wollen nicht die Rolle der Fundamentalopposition einnehmen, uns ist es wichtig, die Unzulänglichkeiten anzusprechen und beizutragen, dass die Hausaufgaben ordentlich gemacht werden“, betont Lois Taibon.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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