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Bergmeisters Abschied

Am Freitag leitete Konrad Bergmeister seine letzte Sitzung als Präsident des Universitätsrates der Freien Uni Bozen.

Acht Jahre war der Universitätsrat der Freien Universität Bozen im Amt, am Freitag leitete Präsident Prof. Konrad Bergmeister die letzte Sitzung des obersten Führungsgremiums der Universität.

In dieser Zeit wurden die Weichen gestellt für die Euregio-Universitäten, klar umrissene Forschungsprofile der Fakultäten, es wurden spezifische Studiengänge mit internationalen Partnern eingerichtet, das Studium Generale aus der Taufe gehoben und neue leistungsgerechte Vertragsmodelle für Professoren entworfen und die Universität im internationalen Kontext etabliert.

„Der Universitätsrat entwirft die strategische Entwicklung der Universität, weswegen wir uns klare Ziele gesteckt hatten, ausgehend von einer expliziten Stärkung der Humanressourcen und der Berufung exzellenter Professorenpersönlichkeiten, der Gründung der Euregio-Universitäten, die uns als kleinste und jüngste Universität neben der 55 Jahre alten Universität von Trient und der nunmehr 350 Jahre alten Universität Innsbruck positioniert und hervorragend vernetzt hat“, umreißt Prof. Konrad Bergmeister seine Arbeitspakete, die er seit der Wahl am 13. April 2010 zum Präsidenten der Freien Universität Bozen umgesetzt hatte.

Wichtig war es dem Universitätsrat in dieser Zeit, die Dreisprachigkeit durchgehend umzusetzen, neue Studiengänge einzurichten, die interdisziplinär und nach Möglichkeit in Partnerschaft mit den Euregio-Universitäten bzw. anderen internationalen Partnern konzipiert wurden. Maßgeblich war dabei stets der Mehrwert für Südtirol – hervorgehoben seien dabei die Einrichtung des Bachelors Industrie- und Maschineningenieurswesen bereits 2010, die komplette Umstrukturierung und Profilschärfung des Studienganges Bildungswissenschaften für den Primarbereich zur Ausbildung von KindergärtnerInnen und GrundschullehrerInnen in enger Zusammenarbeit mit allen 3 Schulämtern, die Aktivierung des Studienzweigs Automation und die Studiengänge Holzingenieurwesen (berufsbegleitend ab 2018), Food Technology oder der Master in Accounting and Finance.

„Für mich gestaltete sich dieses erste Jahr als Rektor in der Zusammenarbeit mit dem Universitätsrat sehr konstruktiv und herausfordernd“, resümiert Rektor Prof. Paolo Lugli. „Wir haben in diesem Jahr zahlreiche Projekte umgesetzt und die Basis für eine starke Weiterentwicklung der Universität gelegt. Die Zusammenarbeit mit Prof. Bergmeister war eine sehr profunde, und ich habe seine Effizienz und seinen Weitblick stets sehr geschätzt.“

In die inhaltliche Konzipierung und Entwicklung des Technologieparks NOI hat sich die unibz maßgeblich eingebracht und in den letzten Jahren bereits Projekte zum Aufbau von Forschungskompetenzen (Capacity Building) initiiert. Auch eine wesentliche Anhebung der Aufnahmekriterien in Sprachbelangen und das Einführen eines „Exit levels“ bei den Sprachkenntnissen fällt in die achtjährige Amtszeit dieses Universitätsrates. Damit erhalten die Absolventen der unibz nicht nur ein fachliches Abschlussdiplom, sondern zusätzlich drei europaweit anerkannte Sprachzertifikate.

Es wurden drei weitere Kompetenzzentren gegründet – Tourismus, Inklusion und Regionalgeschichte. Weiters gehört das Konservatorium seit dem 1. Jänner 2018 als Fakultät der Musik zur Universität – ein Thema, an dem Bergmeister seit zwei Jahren gearbeitet hat. Auch wurden die Weichen für zwei neue Fakultäten gestellt: Ingenieurwissenschaften und Kulturwissenschaften.

„Dass die Universität in diesen Jahren konsolidiert werden konnte, zeigt das Knacken der 4.000er Marke bei den Studierendenzahlen im November 2017 und das Rankingergebnis unter den weltweit zehn besten kleinen Universitäten der Times Higher Education“, freut sich Prof. Konrad Bergmeister. „Dies führen wir auch auf unsere Fokussierung auf die Berufung hervorragender Professoren aus aller Welt zurück, die dazu geführt hat, dass an unserer Universität mehr als 50% Südtiroler studieren und Studenten aus mehr als 70 Ländern sich ganz bewusst für di unibz entschieden haben.“

In den vergangenen acht Jahren hat Bergmeister mit dem Universitätsrat die Geschicke der Freien Universität Bozen geleitet.

Ihm standen in seiner ersten Amtszeit Pietro Borgo und in der zweiten Amtszeit Prof. Manuela Nocker als Vizepräsidentin zur Seite, die Universitätsratsmitglieder Dr. Andrea Felis, Nikolaus Tribus, Prof. Luca Nogler und seit Jänner 2017 Rektor Prof. Paolo Lugli und Studentenvertreter Nicola Pifferi. Beratender Teil des Universitätsrates sind Direktor Günther Mathà und die Rechnungsrevisoren Silvano Taiana, Stefan Engele und Carmen Zwick.

Am Freitag, 9. Februar 2018 trifft sich der neue Universitätsrat zu seiner konstituierenden Sitzung.

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