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Ohne Glyphosat mehr Punkte

Hans Heiss

Vorstoß von Hans Heiss im Landtag: Wein- und Obstbauern, die Steillagen bewirtschaften und auf Glyphosat verzichten, sollen mehr Erschwernispunkte erhalten.

von Heinrich Schwarz

Die fünfjährige Verlängerung der Zulassung des umstrittenen Unkraut-Vernichters Glyphosat durch die EU-Mitgliedsstaaten hat auch in Südtirol hohe Wellen geschlagen. Die EU-Kommission, die den entsprechenden Vorschlag unterbreitete, berief sich auf wissenschaftliche Untersuchungen, wonach Glyphosat nicht krebserregend ist. Die Studienergebnisse gehen diesbezüglich aber auseinander.

Hierzulande will nun Hans Heiss dafür sorgen, dass der Einsatz von Glyphosat in der Landwirtschaft zurückgeschraubt wird. Der Landtagsabgeordnete der Grünen hat einen Beschlussantrag eingereicht mit dem Titel: „Erschwernispunkte für Wein- und Obstbauern, die Steilanlagen bewirtschaften und auf den Einsatz von Glyphosat verzichten.“

MEHR DAZU IN DER MITTWOCH-AUSGABE DER TAGESZEITUNG.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (18)

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  • blb

    Nur zur Information, Herr Heiss: Erschwernispunkte werden in der Grünlandwirtschaft verwendet, nicht im Obst- und Weinbau. Somit ist ihre Aktion relativ sinnfrei.

    • realist

      Spielt überhaupt keine Rolle
      Herr Heiss hat wieder einmal den Nagel auf den Kopf getroffen.
      Anreize zu schaffen, auf fragwürdige Mittel zu verzichten ist immer gut u. hilft allen, Produzent u. Konsument.
      Glaube, dass schon für die laufende Saison in Richtung AGRIOS etwas angedacht wird.
      Unabhängig davon u. wie viel und zu welchem Zweck sie ausgebracht werden.
      Viele verzichten heute schon freiwillig auf dieses Mittel u. der Rest ist im guten glauben (Laut Beratung u. Laimburg) dass es unbedenklich ist.
      Bin überzeugt, je mehr freiwillig auf das Mittel verzichten, um so schneller werden die Verantwortlichen die Konsequenzen daraus ziehen, denn die wissen genau, was den Ruf der südtiroler Produkte gut tun würde.
      Zur Kenntniß: Es gibt übrigens eine ganze Reihe von Maßnahmen auf denen unsere Landwirtschaft heute schon freiwillig, oh. Beiträge verzichtet.
      Das Problem ist, dass das, außer sie selber, kaum jemand weiß.

      • blb

        Welche Anreize bitte? Die Erschwernispunkte gibt es im Obst und Weinbau überhaupt nicht. Gleich gut könnte ich einem Pendler Erschwernispunkte geben, wenn er die letzten 2km zu Fuss statt im Auto zurücklegt. Für die Natur sinnvoll , aber er selbst kann mit den Punkten gar nichts anfangen.

        • realist

          Ob Erschwehrnispunkte od. nicht, es geht nur darum, Anreize zu schaffen, so wenig wie möglich von einem fragwürdigen Mittel in der Natur zu verwänden.
          Nichts anderes ist damit gemeint.
          Es geht natürlich auch anders, wie die Verantwortlichen beweisen werden.
          Das Ziel ist das selbe u. das ist letzten Endes ausschlaggebend.

          • blb

            Nochmals: welcher Anreiz? Was soll ein wein- obstbauer mit Erschwernispunkten, wenn sie für diese Kategorien nicht vorgesehen sind? Was bekommt man mit mehr Punkten? Worin konkret liegt der Anreiz?

        • george

          ‚bfb‘, sind Sie doch ein starrsiniiger Mensch! Wenn die Erschwernispunkte für diese Kategorie derzeit nicht vorgesehen sind, dann kann man sie ja neu einführen und dafür die Beitragsmöglichkeit verbessern. Wieso soll dies nicht möglich sein? Ist doch alles eine Frage des politischen Willens um diese Starrsinigkeit, die Sie hier an den Tag legen, einmal aufzugeben.

          • blb

            Also müsste man nur alle Obst- und Weinbaubetriebe nach dem Vorbild der Grünlandwirtschaft nach verschiedensten Kriterien bewerten ( Steinzeit, bewirtschaftbarkeit mit Maschinen usw.) Das würde auch bei genügend Personal einige Jahre dauern, von den Kosten einmal ganz abgesehen. Ich bin nicht gegen die Einschränkung dieses Herbizids, aber bei diesem Vorschlag müsste man zuviel investieren, um wenig zu erreichen. Das meinte ich mit meiner Kritik. Punkt.

          • blb

            Soll steilheit heissen

          • einereiner

            @george
            die Grüninnen sind natürlich für eine Ausweitung der Bürokratie….wie sonst sollen sie, für praktische Arbeiten unfähig, zu Jobs kommen.

  • einereiner

    Wer kann den sagen ,wieviel Glyphosat in Südtirol verwendet wird?
    In Deutschland ist der größte Glyphosat-Anwender die Deutsche Bahn.
    In D wird Glyphosat anstelle des Pfluges verwendet (in Südtirol nicht!)
    In D wird Glyphosat beim Abreifen des Getreides verwendet (in Südtirol nicht!)
    Ich habe in den letzten 10 Jahren zwei behandelte Felder mit Glyphosat gesehen, sonst nichts. Also erzähl mir doch bitte jemand: Wer verwendet in Südtirol wieviel Glyphosat?

  • rota

    Auszug aus dem file:///C:/Users/Paul/AppData/Local/Packages/Microsoft.MicrosoftEdge_8wekyb3d8bbwe/TempState/Downloads/Info_14_Internet.pdf

    GlYPhoSat (=roundUp) – EU-Gefahrstoffkennzeichnung aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 Xi (= reizend) und N (= umweltgefährlich) R-41 = Gefahr ernster Augenschäden R-51/53 = giftig für Wasserorganismen, kann in Gewässern längerfristig schädliche Wirkungen haben Glyphosat ist das weltweit am meisten eingesetzte Total-Herbizid. Das Monsanto-Produkt heißt RoundUp. Das für fast alle Pflanzenarten toxische Glyphosat
    hemmt die pflanzliche Shikiminsäure-Synthese und somit die Synthese aromatischer Aminosäuren. RoundUp wirkt fast ausschließlich über grüne Pflanzenteile und nicht über die Wurzel. Es ist somit möglich, in einem Arbeitsgang Unkraut zu bekämpfen und zusätzlich eine frische Saat („im Vorauflauf“) einzubringen. Im Obst- und Weinbau wird Roundup verwendet, um den Unterstockbereich frei zu halten. In den menschlichen Organismus gelangt Glyphosat durch Verschlucken (ca. 30%) und über die Haut (ca. 3%). Über die Lunge kann durch das Einatmen eine inhalative Belastung erfolgen. Zwar wurde Glyphosat von den Behörden als „für den Mensch unbedenklich“ eingestuft, dennoch muss kritisch darauf hingewiesen werden, dass höhere Dosen im Tierexperiment das Lebergewicht erhöhen, die Magenschleimhäute angreifen, Speicheldrüsenveränderungen bewirken und eine eindeutige Entwicklungstoxizität besitzen. Hiermit stehen Berichte aus Südamerika im Einklang, dass in Gebieten mit höherer Glyphosat-Anwendung die Missbildungsraten bei Kindern erhöht sind. Neuerdings ist es gelungen, bei der Allgemeinbevölkerung in Deutschland Glyphosat und seine Metaboliten im Urin nachzuweisen.

    Und weiter Antworten zu Anfragen im Landtag 2013

    http://www2.landtag-bz.org/documenti_pdf/idap_294643.pdf

    Dabei zu bedenken das der Bezug aus dem Internet sowie der Verkauf von Gärtnereien an Private nicht erfasst ist

  • george

    @einereiner
    Erstens gehöre ich nicht zu den „Grüninnen“ und zweitens ist es nur eure Behauptung (blb und einereiner), dass damit die Bürokratie ausgeweitet wird. Für die Ausweisung von bestimmten Kulturanlagen in Steilhängen bedarf es keiner besonderer Bürokratie, egal ob Grünanalge oder Weinreben, Obstkultur oder sonstige Kulturgattungen. Die Steillagen bzw. Hanglagen Südtirols sind alle schon entsprechend eingestuft ünd bedürfen keiner neuen Überprüfung. Nur die Anwendung von entsprechenden Spritzmitteln müsste konkreter kontrolliert werden bzw. deren Vermeidung erklärt und nachgeprüft werden. wo braucht es hierbei große bürokratische Programme oder Aufwände? Aber ihr müsst ja immer etwas gegen einwenden, was von jenen kommt, die nicht in euer politische Konzept passen, wobei diese Sache eigentlich mit Parteipolitik nichts zu tun hätte. Hört endlich einmal auf mit euren politischen Einfärbungen.

    • blb

      @ george
      Du behauptest, alle Hanglagen sind schon entsprechend eingestuft. Wo bitte? Wie nennt sich das Register oder Verzeichnis? Wie kann ich Einsicht nehmen? Denn ich weiß nichts von so einer Einstufung. Nebenbei: hast du eine Ahnung, wie die CO2- Bilanz der sogenannten Alternativen ausschaut? Ich wiederhole nochmals, ich bin nicht dagegen, darauf zu verzichten, aber es müssen praktisch umsetzbare Lösungen sein und nicht fundamentalistische Propaganda.

      • george

        @blb
        Steigen sie doch ein ins Internet und chauen Sie sich doch in den entsprechenden Landesämtern die geographische Ortung nach oder lassen Sie sich doch durch die entsprechenden Amtsdirektoren informieren. Oder sind sie es zu bequem oder zu gnäddig, selber die Holschuld der Information zu besorgen. Haben sie noch nie etwas von Kartographie gehört? In welcher Welt leben Sie bzw. wie weit zurück?
        ‚bib‘, die Suppe habe ich mit Ihnen noch nicht gelöffelt oder ihr Teller gespült, alsdass ich Ihnen dienen müsste. Sie könnten ruhig bei der Höflichkeitsform bleiben, aber wahrscheinlich reicht Ihr Bildungsgrad nicht soweit. Bin weder ein Grüner, noch Blauer, noch Edelweißer oder Türkisblauer, somit muss ich auch keine fundamentalistische Propaganda machen oder unterstützen, aber gute Vorschläge unterstütze ich allemal, ganz egal von wem Sie kommen. Objektivität scheint Ihnen wohl ein Fremdwort zu sein.

  • blb

    Ok, nachdem SIE auf meine Fragen keine konkreten Antworten geben können und nicht einmal IHRE Behauptungen beweisen können, gibt es nur eine Schlussfolgerung. Sie müssen fundamentalistische Politik betreiben, da SIE keine konkreten Angaben machen können. Wenn ich SIE geduzt habe, war es vielleicht unhöflich, aber mir deshalb keine Bildung zu unterstellen, zeugt auch nicht gerade von Überlegenheit! Schönen Abend

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