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„Bin nicht zufrieden“

„Bin nicht zufrieden“

Die Alleingänge von Neo-Bürgermeister Paul Rösch stoßen seine Mitstreiter vor den Kopf. Der langjährige grüne Gemeinderat Kurt Duschek fordert mehr Transparenz und weniger Videos.

TAGESZEITUNG Online: Herr Duschek, es heißt, dass Sie als alter grüner Hase überhaupt nicht zufrieden sind mit der Gangart des neuen Bürgermeisters?

Kurt Duschek: Das stimmt. Ich muss allerdings vorausschicken, dass die Erwartungen nach dem Sieg von Paul Rösch generell sehr hoch waren. Das wird relativiert durch den Umstand, dass das Listenbündnis Grüne/Bürgerliste nur acht Gemeinderäte von 32 stellt. Das bedeutet, dass wir die zweitstärkste Fraktion sind und nicht alles so umsetzen können, wie wir es gerne hätten. Politik ist immer die nur die Realisierung des Machbaren und nicht von Träumen.

Bei den Bürgern lösen gewisse Aktionen Röschs wie der Möbelkauf für das Bürgermeisterbüro und aktuell die Aufstockung des Thermen-Hotels Kopfschütteln aus?

Paul Rösch hat in letzter Zeit Transparenz und Information vernachlässigt. Das zeigt gerade das Beispiel Thermen-Hotel. Niemand hat gewusst, dass sich der Bürgermeister plötzlich anders entschieden hat und nun für die Erhöhung der Hotel-Fassade ist. Es wäre wünschenswert gewesen, wenn wir vorher etwas darüber erfahren hätten. Man kommt sich sonst schon etwas eigenartig vor als Gemeinderat, wenn man von den Leuten auf der Straße darauf angesprochen wird.

Sie sprechen die fehlende Informationspolitik des Bürgermeistes an. Er stellt doch regelmäßig Videobotschaften online?

Diese Videos sind zu allgemein und märchenhaft. Es braucht kein Video, sondern klare Informationen, dazu reicht auch eine einfache Pressemitteilung. Die Leute wollen wissen, wo es lang geht und auf welche Ziele der Bürgermeister hinarbeitet. Dies ist meine Bitte an Paul Rösch: bitte konkrete Ziele nennen.

Also alles nur eine Frage der schlechten Presse?

Fakt ist, dass Paul Rösch in den Medien eine schlechte Resonanz hat. Das muss sich ändern. Die Fraktion Bürgerliste/Grüne wird ihn sicher dabei unterstützen, seine Ziele besser rüberzubringen, aber dazu müssen wir über seine Tätigkeit informiert werden.

Interview: Karin Gamper

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