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„Keine Deals“

„Keine Deals“

Landeshauptmann Arno Kompatscher über die Erfolge in Bozen und Rom – und die nächsten Schritte des Landes.

TAGESZEITUNG Online: Herr Kompatscher, das Unternehmensgericht hat heute die Aussetzung des Verwaltungsrats-Entscheids bestätigt.

Arno Kompatscher: Genau, vorher war es ja nur eine vorläufige Aussetzung. Jetzt hat auch die Anhörung der Gegenseite zum selben Ergebnis geführt.

Wie geht es jetzt weiter?

Jetzt ist der Verwaltungsrat am Zug. Sobald auch die authentische Interpretation im Rahmen des Stabilitätsgesetzes in Kraft tritt – und das wird in den nächsten Tagen passieren – müsste der Brennercom-Verwaltungsrat auf jeden Fall reagieren. Das Gericht konnte die Interpretation ja noch nicht einmal in Kenntnis nehmen – das heißt, der Gesetzgeber setzt mit der authentischen Interpretation sogar noch eines drauf. Jetzt muss der Verwaltungsrat meiner Meinung nach die Feststellung zurücknehmen.

Sie haben vor wenigen Tagen erklärt, dass man sich derzeit nicht in Verhandlungsposition befinde, heute war wieder von einer außergerichtlichen Einigung die Rede. Was stimmt?

Für mich bleibt das Prinzip, dass unsere Position als Aktionär akzeptiert werden muss. Nach dem heutigen Entscheid sind wir Aktionäre, das muss zur Kenntnis genommen werden. In der Zwischenzeit wurde vereinbart, dass die Daten über die Infrastrukturen offengelegt werden, damit wir erfahren, worüber in einem zweiten Schritt verhandelt wird. Das ist schön und gut, wir bestehen aber trotzdem darauf, dass vorher unsere Rolle als Aktionär zur Kenntnis genommen wird.

Wäre es möglich, dass das Land der Athesia in irgendeiner Form „entgegenkommt“, um diese Einigung herbeizuführen?

Nein, wir sprechen hier nicht über irgendwelche „Deals“, sondern über Angebote, die bereits vor der gerichtlichen Auseinandersetzung gemacht wurden. Wir konnten uns ja immer vorstellen, die für das Land wichtigen Infrastrukturen schätzen zu lassen und den Rest abzutreten. Diesbezüglich gab es ja informelle Treffen und Gespräche mit Herrn Ebner.

Was, wenn das Gegenteil passiert und sich der Brennercom-Verwaltungsrat weiterhin gegen die Aussetzung sträubt? Wird das Land eine Aktionärsversammlung einberufen und neu wählen lassen?

Darüber will ich jetzt nicht spekulieren, wir schauen jetzt einmal, wie sich die Sache entwickelt.

Interview: Anton Rainer

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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