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„Er muss zurücktreten“

Das römische Kassationsgericht hat den Partito Valore Umano um Hansjörg Kofler und Co. von den Senatswahlen ausgeschlossen. Nun steht der Parteisekretär unter Beschuss.

(tom) Wegen eines Fehlers beim Einreichen der Kandidatenliste hat das Kassationsgericht in letzter Instanz entschieden, den Partito Valore Umano zu den Senatswahlen am 4. März nicht zuzulassen. Die neugegründete Partei darf deshalb nur für die Abgeordnetenkammer kandidieren.

Laut Kassationsurteil wurde die Senatsliste von einer Person hinterlegt, die von der Partei nicht für die Abgabe der Kandidatenliste designiert worden war. Das Wahlgesetz untersagt eine solche Vorgehensweise.

Der regionale Parteisekretär Michele Angelo Narracci, der in Meran für den Senat kandidieren wollte, nahm den Fehler auf die eigene Kappe und steht seitdem parteiintern unter Beschuss. „In einer anderen Partei hätte eine solche Person nach einem derart peinlichen Fehler sofort zurücktreten müssen“, sagt einer der Parlamentskandidaten.

Weil Narracci sich lange Zeit weigerte, das Urteil des Kassationsgerichts offenzulegen, wurde intern spekuliert, dass seine Vergangenheit als „souveräner Bürger“ zum Ausschluss der Liste geführt haben könnte. Die sogenannten „Sovranisti“ erkennen staatliche Normen und Institutionen nicht an und verzichten aus Protest auf den eigenen Personalausweis.

Am Montagabend kommen die Mitglieder des PVU zu einer Krisensitzung zusammen. Ihnen stößt sauer auf, dass Narracci allen Kandidaten einen Maulkorb verpasst hat. Er darf sich als einziger zum Ausschluss äußern.

 

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