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    Die Militär-Workshops

    Die Workshops zur Neuqualifizierung stillgelegter Militärgelände in Südtirol sind gestartet. Was jetzt gemacht wird.

    Am Dienstag hat die erste Phase der Sanierung zweier Militärareale in Bozen und Eppan begonnen: Eine Woche lang werden Studierende und Lehrende des Politecnico von Turin und der Freien Universität Bozen diskutieren, entwerfen und bestehende Strukturen besichtigen. Ziel ist die Ausarbeitung innovativer Lösungen für die Neuqualifizierung militärischer Areale, die im Besitz des Verteidigungsministeriums und der Autonomen Provinz Bozen sind.

    45 Studierende des Masterstudiengangs für Denkmalpflege des Fachbereichs Architektur und Design am Politecnico von Turin und zehn Studierende des Masterstudiengangs für Energietechnik an der Uni Bozen arbeiten gemeinsam an neuen Lösungen.

    Am Dienstagvormittag fand am Campus Bozen die Projektpräsentation statt, an der die beiden Universitäten, das Verteidigungsministerium und die Autonome Provinz Bozen beteiligt waren. Der Workshop ist die erste operative Phase jenes Abkommens, das im April dieses Jahres in Turin unterzeichnet worden war. Gegenstand ist die Sanierung von Militärarealen in der Provinz Bozen. Einige der Areale werden in Zukunft den lokalen Gemeinden zur Verfügung gestellt.

    Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Universitäten erfolgt in Form des Entwurfs innovativer Lösungen für die bauliche Sanierung mit einem energetisch nachhaltigen Konzept. Beleuchtet werden dabei auch die ökologischen und sozialen Auswirkungen der Umwandlung des militärischen Immobilienerbes in Südtirol, die an Land und Gemeinden übergehen.

    Eröffnet haben die Arbeiten der Rektor der Uni Bozen, Paolo Lugli, Pasqualino Iannotti von der Abteilung für Bauten und Eigentum im Verteidigungsministerium, Paolo Mellano, Leiter des Instituts für Architektur und Design am Politecnico von Turin, Prodekan Andrea Gasparella und Renato Vidoni von der Fakultät für Naturwissenschaften und Technik der unibz, Rosalia Cannada Bartoli, Direktorin der Regionalverwaltung von Trentino-Südtirol und Thomas Mathà, Vize-Generalsekretär der Autonomen Provinz Bozen.

    „Die Beziehung zwischen unserer Universität und dem Politecnico von Turin – eine der renommiertesten Universitäten Italiens – ist seit vielen Jahren gefestigt“, unterstrich Rektor Paolo Lugli beim gestrigen Auftakt der Arbeiten. „Diese Zusammenarbeit stellt sowohl für die Provinz als auch für die Universitäten und die Studierenden einen großen Mehrwert dar. Letztere sammeln wertvolle Erfahrungen für ihr künftiges Berufsleben. Für die Universität freut mich diese Gelegenheit, kann es doch modellhaft für künftige Kooperationen Schule machen und in andere Regionen Italiens und Europas exportiert werden.“

    Am Nachmittag besuchten die 55 Studierenden die beiden zu modernisierenden Einrichtungen, den Flughafen Bozen-Dolomiti, das 4. Aves Altair Regiment und die Kaserne „Mercanti“ in Eppan. „Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Behörden, die gestern mit dem Workshop zur Umgestaltung der Militärgebiete in der Provinz Bozen begonnen hat, stellt ein einzigartiges Synergie- und Öffnungsmodell zwischen ‚verschiedenen Welten‘ für die Suche nach funktionalen Lösungen zur Verbesserung der Lebensqualität von Bewohnern des Areals und der Stadt dar“, sagte Pasqualino Iannotti.

    „Wir sind gespannt auf die verschiedenen Design-Szenarien, die dieser Zusammenarbeit entspringen werden“ so Paolo Mellano. „Dabei werden ja zwei verschiedene Studienbereiche an einem Tisch diskutieren und sich auf die Vorgestaltung dieser beiden Strukturen einigen müssen, was einen interessanten Transformationsprozess hervorrufen wird.“

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    Kommentare (1)

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    • vogel

      Anstatt mit Gewalt schnell irgend etwas in diese Areale hinein zu bauen, könnte man ja auch einmal inne halten und bedenken, dass auch unsere Kinder irgend wann ein wenig Platz brauchen werden. Denn es wird bald keiner mehr da sein, weil wir alles verbauen.

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