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„Spanien wie die Türkei“

Cristian Kollmann

Cristian Kollmann von der Süd-Tiroler Freiheit übt scharfe Kritik an der spanischen Zentralregierung.

„Das diktatorische Gehabe Madrids gegenüber Katalonien hat die Grenzen der Demokratie schon längst überschritten!“

Zu diesem Schluss kommt Cristian Kollmann, Landesleitungsmitglied der Süd-Tiroler Freiheit.

In einer Aussendung schreibt er:

„Wie soeben bekannt wurde, hat der spanische Rechnungshof den ehemaligen katalanischen Regierungschef Artur Mas dazu verurteilt, innerhalb von 15 Tagen 5,2 Millionen Euro für die am 9. November 2014 abgehaltene Volksbefragung über die Unabhängigkeit Kataloniens zu zahlen; andernfalls wird sein Privatvermögen eingefroren. Unmittelbar davor hat der spanische Generalstaatsanwalt verkündet, dass er für den amtierenden katalanischen Regierungschef Carles Puigdemont, eine Gefängnisstrafe in Aussicht gestellt.“

„Spanien will in Sachen Abdriften von der Demokratie offenbar von der Türkei lernen!“, kritisiert Kollmann. Er fragt: „Wie lange noch will die EU mit der Verteidigung der demokratischen Werte zuwarten?“

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (6)

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  • ft

    Was freut den Herrn so, dass er dreinschaut wie ein Osterhase ? Er müsste doch betrübt sein, dass seine faschistischen Nationalisten, die hundertausende spanische Kinder zwingen in die katalonische Schule zu gehen, und spanisch zu verlernen, Aufschriften in spanisch verbieten, und mit Steuergeld unsinnige Volksbefragungen durchführen endlich zur Verantwortung gezogen werden.
    Der Übervater dieser Leute Jordi Pujol hat 50 Millionen gestohlen und in das
    Steuerparadis Andorra verschoben. Und für solche Leute werden von ihren Bewunderern Tränen vergossen. In der Türkei wurden zehntausende unschuldig eingesperrt. In Katalonien an halbes Dutzend Politiker, die aus
    gewissen Gründen die wirtschaftliche Abtrennung betreiben.Da könnte man
    eben besser stehlen, und derJordi Pujol und Kumpanen brauchten nicht ins Gefängnis.

  • andreas69

    Was würde Herr Kollmann dazu sagen, wenn sich Niederösterreich von Österreich abtrennen wollte? Alles Demokratie? Alles Ansichtssache.

  • thefirestarter

    Politische Grenzen sind nichts natürliches.
    Wien hat genauso wenig anrecht auf NÖ oder Tirol, wie Rom auf Bozen, wenn die Mehrheit des dort lebenden Volkes dagegen ist.
    Wenn die Mehrheit der Bevölkerung Kataloniens die Unabhängigkeit will dann muss sie diese bekommen. Das ist International durch die UNO so auch vorgesehen.
    Es ist nur eine Frage der Anzahl jener, die diesen Schritt machen wollen.. . und deren Willen udn Ausdauer.

    Südtirol ist hier eine Sondersituation.
    Da hier ein im Laufe der letzten Jahrzehnte eine Klientelsystem aufgebaut wurde durch eine Partei und einiger weniger Wirtschftsbonzen, welches ihnen ermöglicht Einfluss auf die Menschen im Land zu nehmen (Alpenprawda, Handelskammer, HGV, LVH, usw.) um sie nach Bedarf entweder zu Schäfchen oder zu Hunden zu machen.
    Diese Partei und ihre Kumpel wissen sehr wohl, dass sie in einem unabhängigen Südtirol oder an Österreich/Schweiz angeschlossenen, sehr schnell jegliche Macht und Kontrolle verlieren würden. Zugleich bietet ihnen die Autonomie auch einen gewissen Schutz gegenüber alles was von Außen (Rom) kommt und somit haben sie sich nicht nur mit dieser Situation abgefunden sondern verteidigen den Satus Quo mit allen Mitteln.

    • tff

      Die UNO.Der größte Debattierclub aller Zeiten. Nur Träumer verlassen sich auf
      sowas. Machtpolitik wird irgendwo anders gemacht. Kein Staat hat ein Interesse daran dass sich eine Region abspaltet. Und kleine Fürstentümer, wo noch mehr gestohlen wird als in der Staatsverwaltung, brauchen wir wirklich keine. Und deshalb wird es bei den Träumen bleiben.

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