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„Unerträgliche Zustände“

Ein Baustellenareal in Vahrn belastet die Anrainer einer Wohnbauzone. Nachdem am Montag ein Video in den sozialen Netzwerken kursierte, wurde die Baustelle am Dienstag plötzlich geräumt. Die Hintergründe.

von Markus Rufin

„Haben nicht auch wir es verdient, uns in unserem Zuhause wohlzufühlen?“, steht unter dem Facebook-Video das am Montag in Vahrn für Aufregung gesorgt hat. Zu sehen ist eine Baustelle unweit der neu erbauten Wohnbauzone „Dorfwiesn“ im Zentrum von Vahrn.

„Der Krach auf dieser Baustelle ist unerträglich für die Bewohner“, beschwert sich Walter Kofler, Gemeinderat für die Liste „Gemeinsam für Vahrn“. Nachdem er das Video gesehen hatte, reichte der Gemeinderat eine Anfrage ein, mittels der er mehr über diese Baustelle in Erfahrung bringen wollte.

Koflers Informationen zufolge handelt es sich um einen Schotterabbau, aber die Gemeinde habe keine Genehmigung dafür ausgestellt. „Sogar das Amt für Arbeitsschutz wurde auf der Baustelle vorstellig und stellte fest, dass sämtliche Sicherheitsvorschriften nicht eingehalten werden. Zu viel Lärm, keine Schutzzäune und so weiter“, erklärt Walter Kofler. Da der Grund der Gemeinde gehört, habe das Amt aber keine Zuständigkeiten.

Aber es geht noch weiter. Vor drei Monaten gab es ein Treffen zwischen den Anrainern und der Gemeindeverwaltung, bei dem laut Kofler versprochen wurde, dass die Arbeiten „bald“ aufhören werden. Bis gestern änderte sich allerdings nichts an der Lage der Anrainer. Wohlgemerkt: bis gestern.

Denn erst nachdem das Video von der Baustelle auf Facebook kursierte, wurde die Baustelle gestern aufgelassen. Alle Bewohner der Wohnbauzone erhielten eine Nachricht von Bürgermeister Andreas Schatzer und Gemeindereferent Dietmar Pattis: „Die Maschinen werden noch heute im Laufe des Tages abgebaut.“

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Kommentare (7)

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  • andreas

    Auf dem Grund der Gemeinde wird ohne Genehmigung monatelang Schotter abgebaut und die Gemeinde hat Kenntnis davon, da es ein Treffen gab?

    Vahrn scheint eine recht unkonventionelle Gemeinde zu sein, wenn so etwas möglich ist.

  • tiroler

    Da sieht man einmal wieder, wie bescheuert einige Südtiroler sind.
    Wenn hier Bauwerke entstehen sollen, dann müssen natürlich zuerst einmal Baggerarbeiten durchgeführt werden. Wenn es stimmt, dass hier Schotter ist, dann ist es wohl positiv, dass dieser gleichzeitig abgebaut wird, schließlich wird dieser überall in der Gemeinde benötigt und muss nicht angekarrt werden.
    Im übrigen werden die Arbeiten temprär sein.
    Wo ist das Problem??

  • noando

    „wo ist das problem?“ vllt weil es keine aufbereitungsanlage ist, oder dafür ausgewiesene fläche ist, ohne sicherheitsmaßnahmen – was ist bei einem schwerwiegenden unfall? wer haftet … transportkosten ersparen, bzw umwelt schonen wäre ja ok … egal, sie haben recht, es ist temporär, und schon bald wieder vergessen, vllt auch für die nachbarn

  • george

    In Vahrn wäre schon noch weit mehr in Ordnung zu bringen.

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