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Tarifsenkung für Motorräder

Motorräder erhalten auf der Brennerautobahn eine Tarifsenkung von 30 Prozent. Und der Verwaltungsrat der A22 hat die Halbjahresbilanz genehmigt.

Die Brennerautobahn AG nimmt an der Initiative des Ministeriums für Infrastruktur und Verkehrswesen zur Schaffung von reduzierter Maut für Motorräder teil.

Bereits seit 1. dem August 2017 erhalten die Motorradfahrer eine Senkung der Autobahnmaut von 30 Prozent. Voraussetzung ist aber der Telepass (Family), der ausschließlich mit einem Kennzeichen verwendet werden kann. Die korrekte Verwendung wird durch Ablesen des Kennzeichens gewährleistet.

Die Teilnahme schließt die Möglichkeit aus, an anderen bereits vorhandenen Initiativen zur Mautreduzierung Gebrauch zu machen, wie etwa am Brennerpass, wo eine Mautermäßigung in Höhe von 20 Prozent gilt.

Innerhalb 15. Oktober 2017 kann die Teilnahme durch Ausfüllen des Antrages in allen sechs Servicezentren der Brennerautobahn AG getätigt werden. Die Initiative ist bis 31. Dezember 2017 aktiv.

Halbjahresbilanz genehmigt

Auf der Sitzung des Verwaltungsrates der Brennerautobahn AG am Freitag wurde der Bilanzbericht des ersten Halbjahres, Stand 30. Juni 2017, vorgelegt, der ein positives Ergebnis verzeichnet.

„Das positive Ergebnis der Halbjahresbilanz steht mit den Erwartungen im Einklang und steigt gegenüber den Vorjahren konstant“, so der Präsident Andrea Girardi und der Geschäftsführer Walter Pardatscher.

Das Ergebnis sei einerseits von den nationalen wirtschaftlichen Entwicklungen und der Zunahme des Autobahnverkehrs – und andererseits von der Unterzeichnung des Einvernehmensprotokolls vom 14. Januar 2015 zwischen dem Ministerium für Infrastruktur und Verkehr und den öffentlichen Aktionären der Gesellschaft bedingt. Seitdem werden die Programm-, Steuer- und Bilanzentscheidungen vom Protokoll definiert.

Die Produktionskosten des abgeschlossenen Halbjahres, die sich auf 179 Millionen Euro belaufen (174 Millionen Euro im Jahr 2016), verzeichnen einen Anstieg von 2,79 Prozent. Zwischen Januar und Juni 2017 wurden vom Brenner bis nach Modena 2.280.645.950 Kilometer gefahren.

Niedrigste Unfallrate der Geschichte

Positives auch bezüglich der Sicherheit: Zwischen 2008 und 2017 ist im ersten Halbjahr eine Abnahme der Unfallrate (TIG) von fast 30 Prozent zu verzeichnen. Im ersten Halbjahr 2017 wurde ein Wert von 18,64 festgestellt, der niedrigste der Geschichte.

„Dazu haben sicherlich die zahlreichen Initiativen und bedeutenden Investitionen beigetragen, die die Gesellschaft seit immer tätigt, um den Qualitätsstandard der Autobahn hoch zu halten. Nicht zuletzt die ordentlichen Instandhaltungsarbeiten, die sich im Laufe des ersten Halbjahr 2017 auf 24 Millionen Euro belaufen“, so der Verwaltungsrat.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (2)

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  • george

    Eine Vorschrift zur Lärmsenkung der Motorräder wäre weit notwendiger gewesen als eine Tarifsenkung.

  • yx

    Dass der kleine für den Großen zahlen muss, war schon immer so, denn wie kann es sein, dass ein Benutzer der Autobahn(mit Motorrad),, gleich viel bezahlt, wie ein Autobus, der bis zu 50 Personen transportieren kann, und somit auch vom Gewicht her größeren Schaden anrichtet als ein Leichtgewicht von einem Motorrad.
    Diese groß angekündigte Maßnahme, von einer 30% Preisreduzierung, am Ende er Motorradsaison, ist reine Kosmetik, um somit von was anderem Abzulenken.

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