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    Petition gegen die Jagd

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    Ein Südtiroler Tierschützer hat eine nationale Petition gegen die Murmeltier-Jagd gestartet – und nach kurzer Zeit bereits über 33.000 Unterstützer gewonnen.

    von Heinrich Schwarz

    Richard Steinmann ist sich sicher: „Diese immense Masse an Menschen, die sich gegen die Anwendung an Gewalt gegenüber den Tieren ausspricht, ist Zeichen, dass die Politik nicht einfach Handlungen vornehmen kann, wenn einige Grundeigentümer und Jäger dieser Provinz dies so möchten.“

    Der Tierschützer aus Brixen hat auf der Seite www.change.org eine Online-Petition gegen die Jagd auf Murmeltiere gestartet. Drei Wochen ist dies nun her. Und mittlerweile hat die Petition über 33.000 Unterstützer.

    In der Beschreibung der Petition, die an den Südtiroler Landtag und an Landesrat Arnold Schuler gerichtet ist, wird mit harten Worten nicht gespart. Sogar von einem „Holocaust gegen die Tierwelt“ ist die Rede.

    Richard Steinmann schreibt einleitend: „Über Jahre hat die Landesregierung die Jagd auf Murmeltiere nur mit Sondergenehmigungen und in Hau-Ruck-Aktionen durchführen können, dann wurde sie durch die Verwaltungsgerichte gestoppt. Nun hat sich aufgrund der willigen nationalen Politik die Sachlage konsequent geändert, da die Kompetenzen an die autonomen Provinzen von Trient und Bozen übertragen wurden. Nunmehr haben auch geschützte Tierarten in dieser Provinz keinen Schutz mehr, denn den Tierschützern sind Arme und Beine gebunden.“

    Der Abschuss von tausenden Murmeltieren sei mit dem Natur- und Tierschutz nicht mehr vereinbar. „Man gibt nun den über 6.000 Jägern dieser Provinz die Möglichkeit, sich noch intensiver mit dem erbärmlichen, unmenschlichen und verbrecherischem Hobby zu befassen“, so Steinmann.

    Es könne nicht sein, „dass Tiere, die im Hochgebirge leben, von den Politikern den Jägern ausgeliefert werden. Dies stellt den Holocaust gegen die Tierwelt dar.“

    MEHR DAZU LESEN SIE IN DER DIENSTAG-AUSGABE DER TAGESZEITUNG. UND:
    – Wie Landesrat Arnold Schuler die Murmeltier-Bejagung verteidigt – und warum es beim Steinbock ein ähnliches Konzept geben wird.
    – Wie es um eine politische Lösung bei Wolf und Bär steht.

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    Kommentare (11)

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    • watschi

      ich frage mich ob der tierschützer weiss, dass murmeltiere wegen inzucht vom aussterben bedroht sind, wenn es zu viele davon gibt? der abschuss sichert ihnen somit den arterhalt. ausserdem, kann er die tiere ja mit in seinen garten nehmen und dort alles umgraben lassen. die bauern würden es ihm danken. tierschutz ja, aber bitte nicht übertreiben

      • einereiner

        Wo bitte sehr kann ich eine Petition für die Umsiedlung dieser Möchtegerntierschützer in einen Löwenkäfig unterschreiben?

      • yannis

        >>>dass murmeltiere wegen inzucht vom aussterben bedroht sind<<<

        auch NICHT Tierschützer wissen, dass diese Problematik, wenn es sie denn gibt, von der NATUR selbst geregelt wird, also dies mit dem angeblich notwendigen Abschuss nur ein Vorwand zu welchen Zweck auch immer.

    • ronvale

      @watschi

      Bitte erklaere uns Laien das etwas ausfuehrlicher.

      Die Jaeger stellen also fest, welches Murmeltier mit welchem verwandt ist und schiessen dannMurmeltier Cousinen ab? Oder wie kann man sich das vorstellen?

    • wollpertinger

      Die Verwendung des Begriffes „Holocaust“ durch diesen Herrn Steinmann ist eine absolut unzulässige Verharmlosung des wahren Holocausts und eine Beleidigung aller seiner Opfer. Die Entnahme der überzähligen Murmeltiere ist kein „Verbrechen“, wie Herr Steinmann glaubt, sondern eine absolut notwendige Hegemaßnahme, die auch dem Schutz der Weidetiere dient.

    • rambo

      Wenn kein natürlicher Feind mehr vorhanden ist, muß der Jäger eben für die Reduzierung sorgen oder der Tierschutzverein macht Murmelefett daraus, ha ha.

    • wiesner

      Der gute Herr Steinmann „@richard“ ist sicher kein Tierschützer. Er nennt sich nur so.
      In Wirklichkeit ist er nur ein Jagdgegner .Er möchte mit allen Mitteln die Jagd abschaffen, was ihm aber nicht gelingen wird.
      Ich wage zu behaupten, dass der gute Richard von Tierschutz wenig bis keine Ahnung hat und schon gar keine Ahnung von Forst- und Almwirtschaft. Ich kann mir vorstellen, dass er die Natur hinter seinem Schreibtisch genießt.
      Bei den seit Monaten geführten Diskussionen über Wolf und Bär wurde auch fleißig über den Tierschutz geschrieben und von gewissen Tierschützern kommentiert. Leider keine verwertbaren Vorschläge gebracht, was man besser machen könnte. Die gerissenen Tiere kaum erwähnt, sondern nur Bär und Wolf gilt es zu schützen.
      Ich kann mich noch gut erinnern als Tierschützer Steinmann in einem Pro und Contra im Sender Bozen aufgetreten ist und seinen Unmut über die Jagd in Südtirol zum Ausdruck gebracht hat, ein Armutszeugnis. Ratschläge über Einzäunen oder Umsiedeln von Murmeltieren, lachhaft. Also null Ahnung. Lieber Richard, such Dir ein anderes Hobby und überlass den Tierschutz Denen, die etwas davon verstehen und dafür tun.

    • yannis

      >>>und überlass den Tierschutz Denen, die etwas davon verstehen<<<

      willst jetzt glauben machen die Sport-Jäger wären darin die wirklichen Experten ?

    • ahaa

      Wenn statt 300 zugelassener Schafe auf einer Alm 500 gehalten werden ,fàllt das niemanden auf.Ein Murmile bringt Geld und fàllt natùrlich auf.
      Wie ùberall sind es die Geier die alles ausbeuten.Darum auch der Geier auf unserer Fahne.Passt doch. 😉

      • rambo

        Wenn’s den Geier auf unserer Fahne noch genügend geben würde, wäre das Problem mit dem Murmelan von selbst gelöst.

        • ahaa

          Ja genau wo du es sagst,habe ers kùrzlich mit einem gesprochen der den Habicht mit der Henne und Schlagfalle fàngt.
          Weisst wohl ,der ist eh zu nichts gut,gleich wie die Reiher die alle Fische anpecken.Schlagfallen bekommt man in jedem Waffengeschàft.Warum soll man sie dann nicht nutzen?Nur weils Bùrokaten und Unweltschùtzer sagen?Die Hennen sind mehr Wert.

          Ironie aus. So klingt Sùdtirol 😉

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