Du befindest dich hier: Home » Politik » Ohne Wolf und Bär

    Ohne Wolf und Bär

    Andreas Leiter Reber

    F-Obmann Andreas Leiter Reber erklärt sich solidarisch mit Bauernbundobmann Tiefenthaler. Großraubwild sei nicht mit Südtirols Almwirtschaft vereinbar.

    „Landesbauernbundobmann Leo Tiefenthaler betreibt alles andere als Panikmache wenn er in der derzeitigen Ausbreitung der Wolfs- und Bärenpopulationen den Untergang der Südtiroler Almwirtschaft in Gefahr erkennt.“ so der freiheitliche Parteiobmann Andreas Leiter Reber in einer Aussendung.

    „Unabhängig des ökologischen und touristischen Stellenwerts den die Almen in Südtirol einnehmen, scheinen viele Befürworter von Wolf und Bär nicht zu begreifen, dass die Nutztierhaltung auf den kleinstrukturierten Bauernhöfen in Südtirol existenziell von der Almwirtschaft abhängig ist. Über 30 Prozent der gesamten Landesfläche Südtirols wird von den beweideten Almflächen eingenommen, allein daran ist ihre große wirtschaftliche Bedeutung für unsere Viehhaltungsbetriebe ablesbar.

    Der für ausreichenden Schutz vor Wölfen notwendige Personalaufwand und die entsprechenden Schutzmaßnahmen sind beim Gelände, Umfang und der Struktur der Südtiroler Almen unrentabel und würden einen landwirtschaftlichen Betrieb derart belasten, dass sich eine Almbeweidung nicht mehr rechnet. Ein endgültiges Wegfallen der Almweiden könnte nur durch den Import enormer Futtermengen ausgeglichen werden, der die meisten Bergbauernhöfe ebenso zur Aufgabe zwingen würde.“ mahnt Leiter Reber.

    „In ganz Europa sind Wolf und Bär auf dem Vormarsch, was beweist, dass die mit großem finanziellem Aufwand betriebenen Projekte zur Wiederansiedelung erfolgreich waren. Gerade im Sinne eines verantwortungsvollen Artenschutzes kann Großraubwild nur in jenen Gebieten einträchtig angesiedelt und heimisch werden, die aufgrund ihrer Größe, Besiedelung und landwirtschaftlichen Nutzung dafür geeignet sind – die Südtiroler Almen kommen dafür nicht in Frage!
    Die Südtiroler Landesregierung ist aufgefordert den Südtiroler Bauernbund zu unterstützen, sich klar gegen eine Ausbreitung von Wölfen und Bären auszusprechen und die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen. Der heurige Almsommer geht bereits zu Ende, aber es muss jetzt auf römischer und europäischer Ebene interveniert werden, um die Bewirtschaftung unserer Almen und den Fortbestand unser bäuerlichen Betriebe auch morgen noch garantieren zu können. Auch ein gemeinsames Auftreten der Europaregion Tirol ist hier mehr als angebracht. Wir Freiheitliche sind bereits aktiv und werden auch in Österreich um Unterstützung für den Erhalt der Almwirtschaft suchen.“ so der freiheitliche Parteiobmann abschließend.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
    Clip to Evernote

    Kommentare (14)

    Lesen Sie die Nutzerbedingungen

    • tiroler

      Ist Nachplappern das einzige was dieser F Mann kann?
      Seine Meinung interessiert niemanden!
      In seinen Reihen hat er genug zu tun um aufzuräumen: die Pius Millionen, der Zoff mit Blaas, Uli Mairs Bombe.
      Das einzig vernünftige wäre: auflösen diesen Club

    • mannik

      Als ob Wölfe und Bären bei ihren Streifzügen Grenzen oder menschliche Gepflogenheiten beachten würden… Im Umkehrschluss heißt das für den FH-Mann wohl, „einfach abknallen die Viecher“.

    • guyfawkes

      „Über 30 Prozent der gesamten Landesfläche Südtirols wird von den beweideten Almflächen eingenommen, allein daran ist ihre große wirtschaftliche Bedeutung für unsere Viehhaltungsbetriebe ablesbar.“
      Erstens dürfte die Aussage mit den 30 Prozent der gesamten Landesfläche nicht stimmen – kann ich mir einfach nicht vorstellen.
      Zweitens: wenn die Fläche stimmen würde, würde dies nicht die wirtschaftliche Bedeutung der Almflächen beweisen, sondern dass der Mensch der Natur praktisch gar keinen Freiraum mehr lässt.

    • einereiner

      Er hat recht. Wir werden die Bären und Wölfe hier nicht dulden. Spätestens wenn sie ins Pustertal kommen, werden wir sie mit allen Mitteln erledigen. Mit oder ohne Gesetz und Politik, die nicht fähig oder willens ist unsere Lebensgrundlage zu schützen. Darunter setze ich meine Unterschrift.

      • roadrunner

        Sind dir die Konsequenzen bewusst und egal? Selbstjustiz wird nicht geduldet und du verbaust dir nur das Leben. Wenn man was verändern will gibt es andere Möglichkeiten…

        • franz

          Was heißt Selbstjustiz ?
          Ich würde sagen Selbstverteidigung. ( leggittima Difesa )
          Apropos, Tierquälerei müssten die für das Projekt “Wiederansiedelungsprojekt Life Ursus‘ verantwortlichen Politiker – bzw. die sogenannten selbsternannten Tierschützer angezeigt bzw. verklagt werden, welche verantwortlich für die Quälerei von Schafen, Esel, Kälber usw. sind. ( art. 544-ter c.p., & DL-Depenalizazione art 3 comma 1 che punisce „chiunque, per crudeltà o senza necessità, cagiona una lesione ad un animale ovvero lo sottopone a sevizie o a comportamenti o a fatiche o a lavori insopportabili per le sue caratteristiche etologiche“ multa da 10.000 € a 50.000 euro.[…] „ / Schaf, Ziege, Esel oder Kalb + Schadenersatz.

        • einereiner

          Wenn Leib und Leben gefährdet sind, greift das Gesetz der Notwehr. Wenn alle Bären und Wölfe wieder weg sind, können wir das gerne vor Gericht klären.

          • roadrunner

            Wenn sie also nach Pustertal kommen greift das Gesetz der Notwehr? Du glaubst, die Justiz wartet bis du Lust hast dies vor Gericht zu klären?

            Entschuldige, aber ist das billige dumme Provokation oder glaubst du sogar selbst an das was du schreibst?

            Leute, bitte hört nicht auf „einereiner“, er bringt auch noch hinter Gitter.

            • einereiner

              Leute, hört lieber auf roadrunner….und eure Kinder lasst ihr im Haus. Ebenso eure Haustiere….und eure Nutztiere schickt ihr ins Freie, damit die Wölfe und Bären was zu essen haben.
              Wenn eure Nutztiere aufgefressen sind, dann müsst ihr die Haustiere rausschicken…..sind die aufgefressen, müsst ihr aus reiner Tierliebe eure Kinder vor die Tür schicken. Danach bleibt nur noch ihr übrig……

    • andres

      die Wolfkampagne von Dolomiten und Bauernbund ist wohl der ultimative Schachzug um Schuler und Co. abzuschießen. Leiter Reber springt da gerne auf, als guter Populist ist das eh zu erwarten.

    • roberto

      … Grossraubpolitiker sind nicht mit Südtirols Arbeitergehälter und -pensionen vereinbar !

    • rindvieh

      die wölfe und bären gehören weg.seit hundert jahren sind wir gut ohne sie ausgekommen.
      warum soll das plötzlich nicht mehr möglich sein?

    Kommentar abgeben

    Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

    2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Cookie Hinweis

    Nach oben scrollen