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    „Wir brauchen ein Moratorium“

    Die Grünen fordern angesichts der Rekordzahlen eine Abkehr vom „Weiter so“ und einen Kurswechsel im Tourismus.

    Touristiker äußern allseits hohe Zufriedenheit über die blendend verlaufende Sommersaison, die das bereits hohe Niveau von 2016 nochmals um einige Prozentpunkte toppen dürfte.

    Die Gründe liegen laut den Grünen auf der Hand: der Wirtschaftsaufschwung in Deutschland und nun auch in (Nord)Italien, blendendes Wetter, Angst vor Terror und das qualifizierte Angebot Südtirols sorgen im Sommer und ganzjährig für neue Rekordwerte mit an 33 Millionen Nächtigungen.

    Für die Erträge der Unternehmen, die Beschäftigungslage und die Konjunktur der tourismusnahen Branchen seien  dies beste Vorzeichen, anders hingegen für viele Einheimische, für Landschaft, Umwelt und Mobilität.

    In einer Aussendung schreiben die Grünen Brigitte Foppa, Riccardo Dello Sbarba und Hans Heiss am Mittwoch:

    „Auch wer, wie wir Grüne, dem Tourismus grundsätzlich wohl gesinnt ist, fragt nachdrücklich, wie die Massenpräsenz und der Verkehrshorror eingedämmt werden können.

    Der Andrang in manchen Tourismusorten, die Überflutung von Attraktionen wie der Pässe oder des hart geprüften Pragser Tales, die anhaltende Verkehrslawine sind nicht nur auf den August beschränkt, sondern kehren auch zu anderen Jahreszeiten immer häufiger wieder.

    Die Gründe des Wachstums liegen nicht allein in äußeren Rahmenbedingungen von Konjunktur und höherer Sicherheit, sondern auch im zunehmenden Überangebot an Betten und Hotels.

    Zahlreiche Neueröffnungen erzeugen landesweit neben der Strukturverbesserung bestehender Betriebe einen Bettenbestand, der die im Raumordnungsgesetz angepeilte Obergrenze von 229.000 bereits überschritten haben dürfte.

    Sogar bei manchen Touristikern wachsen Zweifel, ob ein Moratorium nicht längst überfällig wäre.

    Die bisherigen Jahresergebnisse und die absehbaren Rekordresultate von 2017 sollten der Landesregierung und den Verbandsspitzen Anlass bieten, um über die Entwicklung ernsthaft nachzudenken: Ein ,Weiter so‘ verbietet sich, aus Gründen der Raumordnung, der Ökologie, des Klimas und der Lebensqualität vieler Südtirolerinnen und Südtiroler. Und dass Tourismus nicht der Kernsektor Südtirols ist, sondern mit max. 15% des BIP deutlich hinter der Industrie rangiert, sei nur der Vollständigkeit halber in Erinnerung gerufen.“

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (6)

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    • guyfawkes

      Als Erstes würde ich mal die verschiedenen „Weihnachtsmärkte“ in Frage stellen.

    • prof

      So wie heute im Mittagsradio ein Anrufer gesagt hat,die Grünen sind so wie die Italiener sagen, sono come una Anguria,fuori verde,all interno rosso e pieno di semi.

    • andreas

      Das sind jetzt die 7 fetten Jahre, auf welche die 7 mageren folgen. Also liebe Grüne, trefft euch mit euren Genossen, tanzt euren Namen und haltet euch bitte aus der Wirtschaft raus.

    • franz

      Anstatt, angesichts der Rekordzahlen im Tourismus ein Moratorium zu fordern, sollten die grünen lieber ein Zuwanderungsstopp für illegalen Immigranten fordern. “Die Gründe des Wachstums liegen nicht allein in äußeren Rahmenbedingungen von Konjunktur und höherer Sicherheit,.[…]
      Da haben sie mal recht die Grünen.
      Höhere Sicherheit gibt es mit der links grünen Sicherheitspolitik nicht.
      Sicherheit kann es nicht geben, indem man mit den DL – Depenalizzazione 120 Art. vom Strafrecht streicht. bzw. mit den “svuota caceri“ niemand ins Gefängnis muss der nicht eine Straftat verübt welche eine Gefängnisstrafe über 5 Jahre vorsieht.

    • yannis

      jede Fahnenstange hat ein Ende, auch der Südtirol Tourismus wird dieses irgendwann erreichen.

    • hells_bells

      Bla bla bla der gr?nen Sesselwärmer

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