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    „Pflicht nur bei Wettkämpfen“

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    Die Defibrillatoren-Pflicht gilt ab 1. Juli, aber nur bei Wettkämpfen. Das gaben Gesundheitsministerin Lorenzin und Sportminister Lotti bekannt.

    Das neue Ministerialdekret bestätigt das Inkrafttreten der Defibrillatoren-Pflicht im Sport am 1. Juli, allerdings wird diese Pflicht „entschärft“: Sie gilt nur mehr für die offiziellen Wettkämpfe der Sportfachverbände sowie die Wettkampftätigkeit der Sportförderungskörperschaften und nicht wie ursprünglich geplant für alle Trainingseinheiten der Sportvereine.

    Zudem sieht das Ministerialdekret auch auf Staatsebene die Koppelung der Defibrillatoren an die Anlagen anstatt an die Sportvereine vor und schließt die Wettkämpfe außerhalb der Sportanlagen von der Defibrillatoren-Pflicht aus.

    Für Südtirol sind der Ankauf über die Anlagenbesitzer anstatt über die Vereine und die Ausnahme der Tätigkeiten außerhalb der Sportanlagen nicht neu, die Landesregierung hatte bereits im Dezember 2014 einen entsprechenden Beschluss gefasst und das Land hatte sich diesbezüglich auch in Rom von Anfang an stark gemacht.

    Das neue Ministerialdekret geht auch auf die 2013 festgelegte Ausnahme der Sporttätigkeiten mit geringer Herz-Kreislauf-Belastung von der Defibrillatoren-Pflicht ein, indem es die betroffenen Disziplinen für Boccia, Billard, Golf, Sportfischen an der Oberfläche, Sportjagd, Schießsport sowie Brettspiele auflistet und ausdrücklich einige zusätzliche Sportarten anführt, darunter Darts, Minigolf und Bowling und Kegeln.

    Die Landesrätin für Gesundheit und Sport, Martha Stocker, ist sehr erfreut über die Entschärfung der Defibrillatoren-Pflicht im Sport, „denn die Herz-Kreislauf-Belastung ist bei Wettkämpfen besonders hoch und es wäre für die Sportvereine wirklich ein großer Aufwand gewesen, bei jedem Training die Anwesenheit einer zur Benutzung der Defibrillatoren ermächtigte Person gewährleisten zu müssen. Die Koppelung der Defibrillatoren an die Sportanlagen und die Ausnahme der Tätigkeit in der freien Natur bekräftigt zudem die Richtigkeit des Weges, den wir in Südtirol von Anfang an eingeschlagen haben.“

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