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„Höherer Nettolohn“

Helmuth Renzler (Foto: Wisthaler)

SVP-ArbeitnehmerInnen-Chef Helmuth Renzler erklärt: Die neue Voucher-Regelung erhöhe die Rentenabsicherung von ArbeitnehmerInnen.

Landtagsabgeordneter und Vorsitzender der ArbeitnehmerInnen in der SVP Helmuth Renzler begrüßt bei der neuen Voucher-Regelung für Unternehmen, dass die Arbeitgeber ab jetzt die Rentenbeiträge von 33 Prozent der vorgesehenen Stundenentlohnung in der beim NISF/INPS angesiedelten Rentensonderverwaltung und 3,5 Prozent dieser Stundenentlohnung für die Arbeitsunfallversicherung einzahlen müssen.

Bei Tätigkeiten hingegen, welche beispielweise Hausangestellte oder Babysitter leisten, muss der Arbeitgeber den Rentenversicherungsbeitrag von 1,65 Euro, 0,25 Euro für die Arbeitsunfallversicherung und 0,10 Euro für die Verwaltung des Familienbüchleins bezahlen. Bei der alten Voucher-Regelung mussten hingegen die ArbeitnehmerInnen selbst ihre Sozialabgaben tragen.

Neu ist auch, dass mit den neuen Bestimmungen für eine gelegentliche Mitarbeit Ruhepausen und eine Höchstanzahl von täglichen Arbeitsstunden vorgesehen sind. Gearbeitet werden darf lediglich 280 Stunden pro Jahr. Verdient werden dürfen maximal 5.000 Euro jährlich, wobei pro Auftraggeber nur 2.500 Euro. Wenn diese Summen oder die vorgeschriebene Anzahl an Stunden pro Jahr überschritten werden, so wird das Arbeitsverhältnis automatisch in ein zeitlich unbefristetes Arbeitsverhältnis umgewandelt. Zusätzliche Strafen von 500 bis 2500 Euro sind für andere Vergehen geringern Ausmaßes vorgesehen.

Wie bisher bleibt diese neue Art der gelegentlichen Mitarbeit steuerfrei und ist deshalb in der Steuererklärung nicht anzugeben.

„Die von der Bilanzkommission der Abgeordnetenkammer genehmigten neuen Bestimmungen sind ein erster positiver Schritt in die richtige Richtung. Die neue Maßnahme bringt den ArbeitnehmerInnen einen höheren Nettolohn und garantiert ihnen eine ordentliche Rentenversicherung. Auszuschließen ist ein weiterer Missbrauch dieser Arbeitsform deshalb aber leider nicht. Wer soll den Missbrauch der neuen Bestimmungen kontrollieren? Das ist ein Ding der Unmöglichkeit. Deshalb braucht es hier noch weitere Kontrollmöglichkeiten“, fordert der Landtagsabgeordnete Helmuth Renzler.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (2)

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  • ambedue

    Wie ist das möglich, dass in Italien etwas so schnell geht ? Ach ja, die Impfpflicht wurde auch schnell ein Gesetz. Was unterm Strich heraus kommt, werden wir in der Geldtasche oder am eigenen Leib bemerken. Die Voucher erfüllten bisher ihren Sinn und werden auch in Zukunft die Erwartungen der beiden Gruppen entsprechen. Bei der Impfpflicht bin ich skeptischer.

  • franz

    Helmuth Renzler. Vertreter von Arbeitnehmer-Innen- sollte sich schämen so einen Schwachsinniges Voucher-System zu unterstützen.
    Aber er gehört ja zu den SVP Blutsbrüder des PD, so gesehen, kann er nicht anders wie diese Postkommunisten in Rom zu unterstützen, anstatt sicher Arbeitsplätze mit Fixverträgen sowie gerechte Renten zu fordern , dass diese eine Rente bekommen um ein ein menschenwürdiges Leben führen können und nicht auswandern müssen.
    Da sie von der Pensionreform Fornero zu Bettelern degradiert wurden.
    Diese Regierungdes PD/SVP respektiert nicht einmal Urteile des Verfassungsgerichts.
    “Corte Costituzionale (Sentenza n. 70/2015) la rivalutazione prevista dall’art. 34, comma 1, della legge 23 dicembre 1998, n. 448, bloccata dalla Legge Fornero per gli anni 2012-2013, riprenderebbe a produrre effetti. ( 2011-2014 )
    Tuttavia, su detta pronuncia è intervenuto il Governo che, con il Decreto Legge n. 65 del 2015, ha limitato il diritto alla rivalutazione delle pensioni. Più precisamente, il Decreto ha stabilito diverse misure di rimborso e, in alcuni casi, l’ha addirittura escluso.“ [….]
    Der Fall liegt wieder beim Verfassungsgericht.
    Zurückgezogen um das Referendum zu verhindern und jetzt gegen den Interessen der Arbeiterschaft wieder unter den Deckmantel des Finanzhaushalts “ Manovra correttiva“_manovrina
    “ Riecco i doppi incarichi per i politici locali. Riecco il lavoro occasionale: lo strumento non si chiama più voucher, ma la strada per gli abusi resta spianata.“ [….]http://www.ilfattoquotidiano.it/2017/05/31/manovrina-trionfa-la-restaurazione-dai-direttori-dei-musei-alle-concessioni-del-bingo-passando-per-gli-appalti-consip/3623253/
    Mit diesen Voucher -System ändert sich im Grund nicht, junge Menschen werden weiterhin als Sklaven benutzt und ausgebeutet
    Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung sind Tür undTor geöffnet.

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