Du befindest dich hier: Home » Politik » „Nein zu Urdu-Unterricht“

    „Nein zu Urdu-Unterricht“

    tamara oberhofer-inderinDie Freiheitliche Tamara Oberhofer spricht sich vehement gegen den neuen Arabisch-, Albanisch- und Urdu-Unterricht für Ausländer an einer Bozner Grundschule aus. 

    Die Grundschule „J. W. v. Goethe“ bietet Wahlangebote in den Sprachen Arabisch, Albanisch und Urdu für Muttersprachler im Schuljahr 2017/18 an. Die Freiheitliche Landtagsabgeordnete Tamara Oberhofer übt Kritik an dieser Praxis und sieht die Aufgabe der Schulen in der Vermittlung der Landessprachen. Separate Sprachkurse für arabisch-, albanisch-, oder urdusprechende Kinder an Südtirols Grundschulen spiegeln die gescheiterten Integrationsbestrebungen wider und fördern Parallelgesellschaften.

    „Ein ‚Kulturmittler‘ bietet als Wahlfach im kommenden Schuljahr Muttersprachkurse für die arabisch-, albanisch- und urdusprechenden Kinder an der Grundschule „J. W. v. Goethe“ in Bozen an“, hält Oberhofer in einer Aussendung einleitend fest. „Es ist nicht Aufgabe der Südtiroler Schulen die Sprachen der Zuwanderer zu vertiefen und eigene Sprachkurse hierzu anzubieten. Die Schulen haben die Aufgabe in erster Linie die Landessprachen zu vermitteln und den Unterricht ausschließlich in den Landessprachen durchzuführen“, unterstreicht die Freiheitliche Landtagsabgeordnete.

    „Es ist vollkommen absurd, wenn Kindern von Zuwanderern an Südtirols Schulen ihre eigene Herkunftssprache als Wahlfach angeboten wird. Dies befeuert die Bildung von Parallelgesellschaften, verhindert jeglichen Integrations- und Assimilationsdruck und bindet Steuermittel. Die Schulen haben nicht die Aufgabe, einen Kniefall vor der Politik der offenen Grenzen zu vollziehen, sondern unsere Sprachen zu vermitteln“, kritisiert die Freiheitliche Vizeparteiobfrau.

    „Aus autonomiepolitischer Sicht sind derartige Auswüchse mehr als bedenklich. Bereits mit den CLIL-Experimenten wird die deutsche Sprache in Südtirol ausgedünnt und zurückgedrängt. Die hart erkämpften Rechte der Südtiroler werden angesichts der Masseneinwanderung aufs Spiel gesetzt. Diese unverantwortliche Praxis ist umgehend einzustellen“, so Oberhofer.

    „Die Schulen leisten mit derartigen Angeboten der Integration und Assimilierung einen Bärendienst und greifen die Grundpfeiler der Südtiroler Autonomie an. Es versteht sich von selbst, dass alle Zuwanderer gefordert sind die Landessprachen zu erlernen und in der Folge zu beherrschen. Jede Entwicklung, die dem entgegenwirkt ist abzulehnen“, schließt die Freiheitliche Vizeparteiobfrau mit der Aufforderung die Sprachkurse zurückzunehmen.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
    Clip to Evernote

    Kommentare (28)

    Lesen Sie die Nutzerbedingungen

    • rambo

      Wir haben die beste Volltrottelautonomie!

    • besserwisser

      die Qualität einer Autonomie kann man daran erkennen wie man selber mit Minderheiten umgeht! vergesst es nie: auch wir sind eine geschützte Minderheit!

    • bernharthans

      Frau Oberhofer hat mit ihren Bericht sicher Recht, ich frage mich wem fällt dieser Untericht ein??
      Wer nimmt sich das Recht diese Sprachkurse anzubieten??
      Wer bezahlt diese Persone ,welche Unterrichten??
      Es ist wichtig wie Frau Oberhofer schreibt, das erlernen der landessprachen ist sinnvoll,.
      Wenn Persone welche zugewandert sind ihr Sprache erleernen wollen, dann sollen sie diese auch selbst bezahlen und nicht Öffenliche Gelder beanspruchen.
      Bei unseren Studenten wird gespart und andere sollen andere Sprachen erlernen welche uns nichts nützen.
      Achhammer gib den Direktoren genaue Anweisungen was sie anbieten dürfen und was nicht, ich glaube diese Sprachunterrichte sollen verboten werden.

      • paco

        Lieber bernarthans: Lerne zuerst mal selber die korrekte Verwendung deiner Muttersprache, bevor du hier deinen Meinungsschrott zu begrüßungswerten Sprachkursen ablagerst!

        • bernharthans

          Anscheinen hast du meinen Kommentar verstanden, was du Meinungsschrott nennst ist das Ergebnis eines normal denkenden Südtirolers der es nicht einsieht wenn Steuergelder so verschleudert werden. Ich bin kein Blauer aber man muß einsehen, dass sie Recht haben.

          • paco

            Ein „normal denkender Südtiroler“ hat natürlich immer Recht. Darauf bauen ja sämtliche Populisten ihre Strategie auf.
            Wer aber seine eigene Sprache in schriftlicher Form nicht beherrscht, dem spreche ich einfach das Recht ab, sich zum Thema Sprachen-Lernen groß zu äußern..

            • bernharthans

              paco, gut, dass es Leit gibt wie du,unterstützt lei die Albaner und Araber.,
              wos hobn die mit insri Väter ton,

            • meintag

              Zum Thema „normal denkender Südtiroler“. Gerade solche Südtiroler reissen sich jeden Tag den A… auf dass Ausländer in den Genuss von Steuermitteln kommen ohne die entsprechende Gegenleistung zu bringen.

        • yannis

          >>>Lerne zuerst mal selber die korrekte Verwendung deiner Muttersprache<<<

          mein guter "paco" glaubst Du im ernst dass durch Arabisch oder sonst was an Südtiroler Schulen sich die "MUTTERSPRACHE hierzulande verbessern würde ?

          Wenn ja, dann bist Du Naiv oder Dumm !

          Man sieht wie bei der Integration der Türken in Deutschland, trotz deutscher Schule ist es die Ausländergruppe die sich am wenigsten integriert hat und ebenso auch mit der Deutschen Sprache gegenüber anderen Ausländern weit hinterher hinkt.

          Je mehr "Heimatsprache" im Ausland lebende zur Verfügung haben desto weniger sind sie gewillt ordentlich die Sprache ihres Wohnsitzlandes zu lernen und sich Gesellschaftlich anzupassen.
          Währenddessen sich die sog. Parallelgesellschaften prächtig entwickeln bzw. sich schon haben.
          Dazu kommt noch dass diese obwohl schon in Europa geboren und aufgewachsen auch die Muttersprache ihre Eltern / Großeltern bestenfalls als "Babbel-Türkisch" durchgeht.

    • mannik

      Frau Oberhofer, wissen Sie was ein Wahlfach ist? Oder glauben Sie, dass das HINZUWÄHLEN einer Sprache dazu führt, dass die beiden hauptsächlichen Landessprachen nicht mehr gelernt werden. Aber mehr noch, weshalb sollten sie, trotz Integration, ihre Wurzeln aufgeben? Integration bedeutet nicht Aufgabe der eigenen Kultur, sondern Annahme einer weiteren. In einem Land, in dem die lokale Sprache und Kultur nur im Untergrund, dank der Katakombenschulen überleben konnte, sind solche Vorstöße mehr als bedenklich.

      • finele

        „mannik“ scheint keine Ahnung zu haben, unter welchen Bedingungen die Katakombenschule abgelaufen ist: Repressalien durch Polizei und Carabinieri, heimlicher Hausunterricht, auch unter Einsatz des Lebens (noch nie was von Maria Nicoletti oder Josef Noldin gehört?). Finanzielle Unterstützung gab es bestenfalls vom deutschsprachigen Ausland. Deutsch als Wahlfach in den faschistischen Pflichtschulen war undenkbar. Diesen Vergleich sehe ich als Beleidigung der Katakombenlehrer der Zwanziger- und Dreißiger Jahre. Und warum hat Kanonikus Gemper wohl diesen Ausdruck geprägt?
        Empfehle die Lektüre „Katakombenschule – Faschismus und Schule in Südtirol“ von Maria Villgrater.

        • mannik

          Sie haben den Verweis auf die Katakombenschule nicht verstanden, ja nicht einmal ordentlich gelesen offensichtlich. Sie wählen FH oder STF stimmt’s? Anders ist die Unfähigkeit einen ganz einfachen Satz richtig zu interpretieren nicht zu erklären. Lesen Sie meinen Post nochmals genauer, ist nun wirklich keine hermetische Prosa.

    • josef.t

      „Auswüchse“ ?
      Vorauszahlung von Renten, Sexartikel mit Steuergeldern kaufen,
      riesige Anfertigungen nach ein paar Jahren im Landtag ?

    • rota

      OTon Zelger – Magnago – Gargitter vor einigen Jahrzehnten: wir brauchen in Südtirol keine Universität.
      Die Gefahr der Verarmung unserer Traditionen wäre zu groß. Damit würden wir alle unsere religiösen, sprachlichen und kulturellen Besonderheiten aufgegeben.

      Südtirol ist und bleibt der Nabel der Welt.

    • thefirestarter

      Schade das es sowas nicht zu meiner Zeit gab, wir hatten nicht mal Englisch.
      Jede Möglichkeit eine zusätzliche Sprache zu lernen ist eine Bereicherung.

      • bernharthans

        Englisch ist doch nicht mit arabisch und albanisch zu vergleichen.
        Englisch ist eine Weltsprache .

        • thefirestarter

          A so?
          Also Arabisch wird auf der ganzen Welt gesprochen und ….
          wird stetig wichtiger, vor allem in der Wirtschaft! Pertroldollar lassen Grüßen!
          Es steht bei den Weltsprachen an 6. Stelle. Deutsch übrigens an 10.

    • andreas69

      Sie gehört der Freiheitlichen Partei an also muss sie solche Klischees bedienen, was sonst? Leider ist sie ist eine bedauernswerte Mitläuferin. Soll sie sich doch zu Hause in ihren 4 Wänden einsperren und nicht über die große weite Welt meckern. Wäre besser.

      • bernharthans

        Wieso verstehst du nicht was Frau Oberhofer ,sagen will, es ist nicht schwierg den Bericht zu verstehen,Steuergelder werden benutzt um Albaner und Araber ihr Muttersprach zu erlernen, dass kann nicht die Aufgaben unseres Landes sein, das hat mit Ausländer feindlichkeit nichts zu tun.
        Das Klischee deer Regierungspartei ist auch nicht besser,sie verstecken sich hinter Gesetze.

    • paco

      Den Arabern haben wir unendlich viel zu verdanken. Sie haben im Mittelalter der westlichen Welt die Philosophie und Kultur der Antike vermittelt und u.a. in den Bereichen Medizin, Mathematik, Naturwissenschaften, Bewässerungstechnik und Landwirtschaft Grundlegendes geschaffen. Wer einmal in Andalusien oder in Marokko war, weiß dies. Ist es deshalb so verkehrt, ihnen durch Arabisch-Kurse in einer Bozner Grundschule etwas zurückzugeben?

      Aber das übersteigt wohl den (historischen) Horizont „normal denkender Südtiroler“ á la bernharthans.

    • goggile

      seit wann kònnen schulen so was entscheiden? oder wer hat dies entschieden? wo bleibt die Justiz! eingreifen, das ist absoluter Wahnsinn was da abgeht. wieviel gehalt bekommen die die das entschieden haben? seit wann entscheiden Staats oder landesangestellte was unterichtet wird? seit wann ist dies nicht mehr aufgabe der Politiker? ja spinnen wir denn total?

    • morgenstern

      Was solls, Frau Oberhofer, damit lässt sich ihr Platz am öffentlichen Futtertrog auch nicht mehr retten.

    • sigmundkripp

      Aber dann stolz tun, wenn Tiroler Auswanderer in aller Welt noch heute Reste ihrer deutschtiroler Kultur und Sprache bewahrt haben!

    • mannik

      Grundsätzlich verwechselt Oberhofer „Integration“ mit „Assimilierung“. Im ersten Fall nimmt man Kultur und Sitten des Landes in das man einwandert zusätzlich an, im zweiten wird die eigene Kultur ausgelöscht. Weiß Frau Oberhofer etwas von den Südtiroler Erfahrungen in den 20ern und 30ern bezüglich Assimilierung?

    • franzkarl

      Nur eine Freiheitliche kann an Bildung etwas schlechtes finden. Aber man braucht sich nur das Foto anzuschauen und sich dabei zu fragen: welcher der zwei Damen würde ich eher vertrauen?

    • cicero

      Wenn es um unsere westlichen Werte geht, Freiheit Gleichheit , Vorrang des Gesetzes vor der Religion, Frauenrechte usw. dann müssen diese einfach voll und ganz angenommen und gegen die Werte die aus Heimatländern mitgebracht werden und unseren widersprechen, eingetauscht werden. In diesem Punkt braucht es Assimilierung.

    Kommentar abgeben

    Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

    2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Cookie Hinweis

    Nach oben scrollen