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    Die Alperia-Bilanz

    alperiaDer Vorstand der Alperia AG hat den Entwurf der Einzelbilanz und der konsolidierten Bilanz des Geschäftsjahrs 2016 genehmigt. Der Nettogewinn: 27 Millionen Euro.

    Der Vorstand der Alperia AG hat am 21. April 2017 die Zahlen des Geschäftsjahres 2016 der Gesellschaft und der Gruppe genehmigt. 2016 war bekanntlich das erste Geschäftsjahr der Alperia AG nach der Fusion zwischen der ehemaligen SEL-Gruppe und der ehemaligen AEW-Gruppe.

    Bei Erstellung der Jahresabschlüsse wurden die internationalen Rechnungslegungsgrundsätze IAS/IFRS angewandt, was die Ergebnisse der Gruppe positiv beeinflusst habe.

    Die wichtigsten wirtschaftlichen und finanziellen Highlights der ersten konsolidierten Bilanz sind:

    • Erträge: mehr als 1,2 Milliarden Euro
    • EBITDA: mehr als 184 Millionen Euro
    • Nettogewinn: rund 27 Millionen Euro
    • Nettofinanzverschuldung: rund 525 Millionen Euro

    „Trotz des ungünstigen Szenarios aus Sicht der Energiepreise und der Regenmenge konnte die Gruppe über den Erwartungen liegende wirtschaftliche Ergebnisse erzielen. Im Laufe des Berichtsjahres wurden zahlreiche Maßnahmen beschlossen und umgesetzt, um durch eine Neuorganisation der aus 40 Gesellschaften bestehenden Unternehmensgruppe Synergien, Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen zu erzielen“, heißt es von Alperia.

    Die Gruppe wurde in vier Business Units gegliedert: Produktion, Verkauf und Trading, Netze, Wärme und Services. Innerhalb der einzelnen Geschäftsbereiche wurden mehrere Gesellschaften zusammengefasst. Im Rahmen eines umfassenden Prozesses wurden die beiden größtenteils unterschiedlichen Organisations- und Managementsysteme der ehemaligen SEL-Gruppe und der ehemaligen AEW-Gruppe integriert.

    Ende Mai hat die Gruppe weitere Beteiligungen im Bereich der Stromerzeugung aus Wasserkraft erworben, indem sie von Edison AG 40 Prozent der Anteile an Hydros GmbH und 42 Prozent der Anteile an Seledison AG übernommen hat und damit 100-prozentige Eignerin der Hydros und 77-prozentige Eignerin der Seledison AG wurde.

    Aus Sicht der Finanzierung hat Alperia AG im Juni die Auflage eines EMTN-Programms zur Emission von Anleihen mit einem Gesamtbetrag bis zu 600 Millionen Euro beschlossen und im Zeitraum Juni-Dezember 2016 im Rahmen des EMTN-Programms drei Anleihen im Gesamtbetrag von 375 Millionen Euro genehmigt, die im Wege des Private Placements bei professionellen italienischen und ausländischen Investoren platziert wurden und am geregelten irischen Markt notiert werden.

    2016 hat die Gruppe in Südtirol – immer nach eigenen Angaben – mehr als 70 Millionen Euro investiert, um die Qualität und Kontinuität der Stromversorgung zu verbessern, das Wärmenetz auszuweiten und die Erzeugungsanlagen zu modernisieren und sicherer zu gestalten.

    Die Gruppe beschäftigt fast 1.000 Mitarbeiter. Im Laufe des Berichtsjahres hat sie rund 30 befristete Arbeitsverhältnisse in unbefristete umgewandelt.

    „Zur regionalen Entwicklung hat die Gruppe beigetragen durch die Zahlung der Gebühren und Zusatzgebühren für die Nutzung öffentlicher Gewässer, durch Umweltschutzmaßnahmen, Sponsoring sowie durch die Zahlung von Steuern und Abgaben in Höhe von mehreren Dutzend Millionen Euro“, so Alperia.

    Ferner hat der Vorstand von Alperia AG vorgeschlagen, aus dem Nettogewinn der Gesellschaft in Höhe von rund 16 Millionen Euro rund 15,2 Millionen Euro in Form von Dividenden für das Geschäftsjahr 2016 an die Aktionäre auszuschütten. Der Restbetrag soll entsprechend den gesetzlichen Vorschriften der gesetzlichen Rücklage zugeführt werden.

    Aus industrieller Sicht sind für die Gruppe folgende technische und betriebswirtschaftliche Zahlen zu nennen:

    Produktion

    Die Stromerzeugung aus Wasserkraftanlagen, Photovoltaikanlagen, Kraft-Wärme-Kopplung und Biomasse beträgt 4,3 Milliarden Kilowattstunden, jene aus Wärmeerzeugung beläuft sich auf über 180 Millionen Kilowattstunden.

    Netze

    Die Gruppe hat im Südtiroler Gebiet rund 2,4 Milliarden Kilowattstunden Strom an fast 236.000 Entnahmestellen verteilt. In Meran war sie ferner als Erdgasversorger tätig.

    Verkauf & Trading

    Neben der selbst erzeugten Energie hat die Gruppe insgesamt 6,4 Milliarden Kilowattstunden verkauft, davon rund 3,5 an mehr als 182.000 Kunden italienweit. Erdgas wurde im Umfang von knapp 0,4 Milliarden Kubikmeter an rund 59.000 Kunden im gesamten Staatsgebiet verkauft. Wärme in Form von Warmwasser, Dampf und Kaltwasser wurde an rund 1.600 Kunden in vier Südtiroler Gemeinden verkauft.

    Andere Aktivitäten

    Die Gruppe ist in Südtirol auch im Glasfasersegment tätig. Diese Aktivitäten betreffen ein eigenes aktiviertes Glasfasernetz von 360 Kilometer sowie ein passives Glasfasernetz von weiteren 390 Kilometer. Im Geschäftsjahr 2016 wurden aus der Verpachtung des Netzes an Dritte erste Erträge erzielt.

    Wie im Zivilgesetzbuch und in der Satzung von Alperia AG vorgesehen, wird die Einzel- und konsolidierte Bilanz dem Aufsichtsrat in dessen für den 12. Mai anberaumter Sitzung zur Genehmigung vorgelegt.

    Generaldirektor Johann Wohlfarter hat die von der Alperia-Gruppe erzielten Ergebnisse wie folgt kommentiert:

    „Wir haben eine komplexe Neuorganisation der Gruppe erfolgreich abgeschlossen, deren Nutzen in den kommenden Jahren verstärkt zu spüren sein werden. Das Jahr 2016 endete trotz der Schwäche des makroökonomischen Umfelds und insbesondere des Energiesektors mit positiven Ergebnissen. Damit haben wir die Grundlagen dafür geschaffen, die ehrgeizigen Ziele zu erreichen, die der kürzlich von den zuständigen Gesellschaftsorganen abgesegnete Industrieplan vorgibt.“

    Der Vorstandsvorsitzende Wolfram Sparber kommentiert wie folgt:

    Mit hohen Investitionen in Technologie und Umwelt hat die Alperia-Gruppe ihre Rolle als erstrangiger Player bei der Förderung der regionalen Entwicklung unter Beweis gestellt. Es handelt sich um ein großes Vermögen, das ermöglicht wurde durch den Zusammenschluss der beiden Unternehmensgruppen. Wir werden dieses Vermögen im Rahmen der neuen Szenarien und der Herausforderungen, die uns in nächster Zukunft erwarten, optimal nutzen.“

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (2)

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    • thefirestarter

      Klingt alles recht gut wenn… ja wenn, da nicht die „Erbsünde“ wäre.

      Aber im heiligen Auftrag der Heimholung der (Südtiroler) Energie wird diese gerne übersehen und vergessen.

    • einereiner

      Lächerliche 2% Gewinn! Und das alles aufgebaut auf dem größten Betrug der letzten Jahre in Südtirol. Politiker, hohe Beamte und Führungskräfte der Alperia: SCHÄMT EUCH!

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